Kreisgruppe Cottbus/ProTramCottbus
Kreisgruppe Cottbus/ProTramCottbus
Berlin-Cottbus-Liberec-Prag gehört zu den Eisenbahnfernverbindungen, deren Revitalisierung von uns gefordert wird:
Offenbar hatte der LDC die Fahrzeiten noch einmal korrigiert:
Für die Potsdamer und Berliner waren die ursprünglichen Fahrzeiten dann wohl doch zu strapaziös: Mehr als 24 Stunden!
Allerdings ging das zu Lasten der Aufenthaltsdauer in Prag: 2:16 Stunden!
Das reichte mal gerade für den Weg vom Bahnhof zum Restaurant und zurück incl. Mittagessen.
Von Prag haben wir also fast nichts gesehen. Aber das war angesichts der Temperaturen (über 30°C) und des Durchschnittsalters der - überraschend vielen - Fahrgäste wohl auch kein großer Verlust!

Da musste man schon ganz schön suchen: „Prag“ kennt die DB in Cottbus nicht. Lediglich „LDC“ gab einen Hinweis.
In Görlitz konnten wir sehen, dass die DB mit den beiden Gleisen, auf denen die polnischen Züge mit polnischem Strom ab 2026 einlaufen sollen, absolut noch nichts gemacht hat.
So fuhren wir dann weiter nach Zittau. Erstaunlicherweise, denn schließlich war die Strecke Görlitz-Zittau über mehrere Jahre gesperrt. Hatte der LDC das erreicht?
In Zittau hieß es dann: „Kopf machen“!
(Eisenbahner-Sprech: Der Zug fährt in der Richtung heraus, aus der er gekommen ist mit der tschechischen Lok auf der anderen Seite).




Langsam ging es dann über den Zittauer Neiße-Viadukt, mit 745m Länge einer der ältesten und größten deutschen Viadukte. Langsam, weil sich der Viadukt infolge der Grundwasserabsenkung des Tagebaus Turów zwischen 1990 und 2002 um 8 cm abgesenkt haben soll.
Das anschließende nicht verschweißte Gleisstück weckte dann alte Gefühle bei den Reisenden.
Schließlich fuhr der Zug weiter ohne Halt durch Liberec und anschließend durch das Isergebirge mit schönem Blick auf den Jeschken nach Turnov.
In Turnov hieß es wieder: „Kopf machen“.
Hier wurde aber die gleiche Lok nur umgesetzt.
Pünktlich um 14:06 Uhr kamen wir auf dem Prager „Hlavni Nadraži“ an und wurden von einer Führerin zum Restaurant im Prager Kopfbahnhof „Nadraži Masarykova“ gebracht. Dort gab es ein typisch tschechisches Menü (Knödel mit Schweinebraten) und tschechisches Bier.
Dann mussten wir schon wieder zum Zug.
Pünktlich um 23:20 Uhr erreichten wir wieder Cottbus.
Alles hat bestens geklappt.
Vielen Dank den Organisatoren des LDC!
Und hoffentlich fährt uns der LDC wieder einmal nach Prag.