VCD Brandenburg Nachrichten http://brandenburg.vcd.org de_DE VCD Brandeburg Fri, 14 Jun 2024 17:46:23 +0200 Fri, 14 Jun 2024 17:46:23 +0200 TYPO3 EXT:news news-15139 Thu, 23 May 2024 10:32:58 +0200 H2-Busse für Cottbus - Teil2 /startseite/detail/h2-busse-fuer-cottbus-teil2 Bekanntlich will Cottbusverkehr (CV) 35 H2-Busse für das SPN-Netz und 11 H2-Busse für Cottbus beschaffen. Nach CV-Plänen wird der benötigte Wasserstoff zentral in der Nähe des CV-Betriebshofs hergestellt. Damit ergibt sich oben gestellte Frage.
Drei Möglichkeiten bieten sich an:

  • Die Busse fahren nach Betriebsende zum CV-Betriebshof, werden über Nacht geladen und fahren danach wieder zu ihren Heimat-Betriebshöfen zurück. Damit ergibt sich zwangsläufig eine Reihe von Leerfahrten.
  • Der Wasserstoff wird mit speziellen Druck-Tanklastern (CGH2-Laster**) in die SPN-Betriebshöfe transportiert, dort in Drucktanks gelagert, aus denen dann die Busse betankt werden.
  • Transport per Pipeline

Variante 2 ist gleich mit einer Reihe von Problemen behaftet, siehe auch : *

  • Der Transport von Wasserstoff ist problematisch. Eine Möglichkeit dafür besteht darin, ihn hoch zu komprimieren, z.B.: 700 bar. Aber auch dann sind große Tanks erforderlich. Entsprechend großvolumige  CGH2-Laster sind für den Transport erforderlich, siehe ***
  • Da bei der Betankung der Busse und der Füllung der Tanks aus dem CGH2-Laster der Druck im spendenden Behälter stets sinkt, sind 2 Tanks (Niederdruck- und Hochdruck-Tank) an einem Ort mit zwischengeschaltetem Kompressor erforderlich.
  • Bei der Betankung erwärmt sich der Wasserstoff. Um die zulässigen Temperaturen im Tank nicht zu überschreiten, muss der Wasserstoff in der Tankstelle gekühlt werden (- 40°C).

An jedem SPN-Betriebshof wäre kostenintensive Technik zu installieren, siehe auch: *, Tabelle auf Seite 48. Inwieweit hier eine Förderung möglich ist, ist fraglich, zumal der Bundes-Verkehrsminister laut „Zeit“ vom 21.02.2024  die Fördermittelvergabe für Wasserstoff gestoppt hat wegen „Ungereimtheiten in der Wasserstoffförderung“.

Variante 3:
Da selbst der Anschluss der angedachten Wasserstoff-Kraftwerke in Jänschwalde und Schwarze Pumpe an das Wasserstoffnetz äußerst fraglich ist, liegt die Wahrscheinlichkeit des Anschlusses von CV etwa bei Null, obwohl dies bei möglichen Über- oder Minderproduktionen von Wasserstoff des Elektrolyseurs bei CV eigentlich sinnvoll wäre. Eine Pipeline von CV zu den SPN-Betriebshöfen ist damit erst recht unwahrscheinlich.

Fazit:
Die Ladung von Batteriebussen vor Ort mit Elektro-Energie scheint im Vergleich zur Energie-Versorgung von Wasserstoff-Bussen in den SPN-Betriebshöfen deutlich weniger aufwändig und kostenintensiv zu sein, selbst im Fall der Notwendigkeit eines Ausbaus des jeweiligen Strom-Netz-Anschlusses.
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*
https://www.e-mobilbw.de/fileadmin/media/e-mobilbw/Publikationen/Studien/Studie_H2_Infrastruktur_fuer_Nutzfahrzeuge_im_Fernverkehr.pdf

**
CGH2 = Compressed Gaseous Hydrogen – Druckwasserstoff

***
Der Energie-Inhalt liegt bei Wasserstoff mit einem Druck von 700 bar
und 20°C bei ca. 1300 kWh/m3 (40 kg/m3).
Zum Vergleich: Ein Tank mit 1 m3  fasst rund 820kg Diesel (ca. 9500 kWh).

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news-15071 Sat, 11 May 2024 22:19:58 +0200 Kidical Mass am 5.5. war ein voller Erfolg /startseite/detail/kidical-mass-am-55-war-ein-voller-erfolg Von der Wilhelm-Busch-Schule auf dem Görden ging es über den Zentrumsring zur Klingenberg-Grundschule, von dort den Ring weiter entlang zum Hauptbahnhof, dann über Sankt-Annen-Straße, Neustädtischen Markt und Hammerstraße zum Packhofgelände.

Auf dem Weg gab es kurze Stopps an neuralgischen Punkten, wie z.B. an der Kreuzung Zentrumsring/Wilhelmsdorfer Straße. Die Vorplanungen für den Ausbau dieser Kreuzung sehen noch weniger Platz für den Fuß- und Radverkehr vor als aktuell schon, obwohl hier z.B. für viele Kinder der Schulweg zum Saldern-Gymnasium verläuft, und künftig zum geplanten Schulzentrum am Wiesenweg.

Am Ziel auf dem Packhofgelände gab es Spiel und Spaß für die Kinder, außerdem eine Diskussion mit Vertreter:innen der SVV-Fraktionen. Den Fragen der Eltern stellten sich Andreas Kutsche (BSW), Martina Marx (B90/G), Leonie Häcken und Moritz Pleue (SPD), Herbert Nowotny (FDP) und Christin Willnat (Linke).

Die Kidical Mass ermöglicht Kindern, Jugendlichen, Familien und ihre Freunden zweimal im Jahr entspanntes Radfahren mitten durch die Stadt, mit Polizeibegleitung und in kindgerechtem Tempo. Das bundesweite Aktionsbündnis fordert, dass die Bedingungen geschaffen werden, so dass Kinder und Jugendliche sich sicher und selbstständig mit dem Fahrrad und zu Fuß bewegen können – auf dem Weg zur Schule, zu Freundinnen und Freunden, zum Sportverein oder Spielplatz

An dieser Radtour konnte dank des ersten von der Denkmanufaktur e.V. wieder aufbereiteten Velotaxis auch Frau Kluge vom Beirat für Menschen mit Behinderung aus unserer Stadt teilnehmen. Dass unsere Kidical Mass auf den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung fiel, war von uns vorher nicht bewusst geplant, ist aber sehr passend. Unser gemeinsames Ziel mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung ist eine sichere Infrastruktur für den Fuß- und Radverkehr.

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news-15051 Sat, 04 May 2024 00:39:11 +0200 Kidical Mass - die bunte Familien-Fahrrad-Demo am 5.5.2024 /startseite/detail/kidical-mass-die-bunte-familien-fahrrad-demo-am-552024 Ziel ist gegen 16 Uhr das Packhof-Gelände, dort gibt es Spiel und Spaß für die Kinder und für die Eltern die Möglichkeit, mit Vertreter:innen der SVV-Fraktionen über die Verkehrspolitik in der Stadt ins Gespräch zu kommen.

In mehreren hundert Orten in ganz Deutschland wird zu den Kidical-Mass-Aktionswochen auf dem Rad demonstriert. Das Aktionsbündnis KIDICAL MASS setzt sich für kinderfreundliche und lebenswertere Städte ein, die durch mehr Freiräume und sichere Verkehrswege Kindern eine selbständige Bewegung zu Fuß und mit dem Fahrrad ermöglichen.

Die Kidical Mass in Brandenburg an der Havel startet an der Wilhelm-Busch-Schule in der Beethovenstraße auf dem Görden um 14:15, Abfahrt ist um 14:30 Uhr. Nach der Überquerung des Silokanals auf der Gördenbrücke biegen wir auf den Zentrumsring ein, von dem wir aus einen Abstecher zur Klingenberg-Grundschule in der Klingenbergstraße machen. Von dort geht es gegen 15 Uhr weiter den Zentrumsring entlang, wobei wir einen kurzen Halt an der Kreuzung mit der Wilhelmsdorfer Straße einlegen werden. Am Hauptbahnhof vorbei geht es über Potsdamer Straße und Sankt-Annen-Straße stadteinwärts, und am Neustädtischen Markt vorbei über Augustastraße und Hammerstraße zum Packhofgelände, wo wir gegen 16 Uhr ankommen.

Wer nicht vom Startpunkt aus mitfahren kann, kann sich der Demo auch entlang der Route anschließen – die Route ist im ersten Bild unten dargestellt.

Auf der Kidical Mass ist für Kinder, Jugendliche, Familien und ihre Freunde endlich einmal entspanntes Radfahren mitten durch die Stadt möglich. Wir sind mit Polizeischutz und in kindgerechtem Tempo unterwegs. Wir werden an für Radfahrende gefährlichen Stellen vorbeikommen (z.B. in der Klingenbergstraße und der Kreuzung Wilhelmsdorfer Straße/Zentrumsring). Dort und an vielen anderen Stellen müssen Stadt und Land Brandenburg mehr für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer tun. Wann legt die Stadt endlich einen Zeitplan vor, welche Gefahrenstellen an Straßenbahnschienen wann beseitigt werden? Wann plant und baut der Landesbetrieb Straßenwesen endlich sichere Kreuzungen für alle?

Unser Team aus Aktiven im VCD und ADFC sagt: „Alle Kinder und Jugendliche sollen sich sicher und selbstständig mit dem Fahrrad und zu Fuß bewegen können – auf dem Weg zur Schule, zu Freundinnen und Freunden, zum Sportverein oder Spielplatz. Davon sind wir in Brandenburg an der Havel aber noch ein ganzes Stück entfernt. Wir brauchen dringend ein geschütztes, kindertaugliches Radwegenetz, viel mehr Tempo 30 im Ort und Schulstraßen als Freiräume zu Schul-Beginn und -Ende.“

 

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news-15049 Fri, 03 May 2024 16:22:23 +0200 Wähle die Mobilitätswende /startseite/detail/waehle-die-mobilitaetswende Am 9. Juni wird auch in Potsdam gewählt. Wenn du wissen willst, welche Partei sich für welche Verkehrspolitik starkmacht, schau in unseren Wahlprogramme-Check.

 

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news-14968 Sat, 20 Apr 2024 10:56:13 +0200 Forderungen zur Kommunalwahl am 09.06.2024 /startseite/detail/forderungen-zur-kommunalwahl-am-09062024 Da die Folgen des Klimawandels auch in Cottbus immer deutlicher spürbar werden und die Energie- und Spritpreise auch weiterhin steigen werden, brauchen sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Unternehmen in Cottbus einen verlässlichen Fahrplan, wie die Mobilität zukünftig klimaverträglich sichergestellt werden kann. Schnelles und konsequentes Handeln ist gefragt. In der nächsten Legislaturperiode müssen die Weichen gestellt werden, damit der Anteil der Wege, für die jetzt noch das Auto genutzt wird (2021: 57%), bis 2040 weitgehend mit dem Rad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden können. Die Innenstadt muss weitgehend autofrei, die Reststadt zumindest autoreduziert funktionieren, um Raum für Begrünung, Aktivitäten und Aufenthalt zu schaffen. Das muss oberste Priorität bei der Verkehrsplanung haben. Deshalb müssen sich die Stadtverordneten nach Ansicht des VCD Cottbus dafür engagieren, dass folgende Maßnahmen angegangen und umgesetzt werden.
 

Verkehrsreduzierende Raumstrukturen

  • Neue Wohn- und Gewerbeflächen entstehen nur an Standorten, die optimal mit dem Umweltverbund erschlossen sind oder werden.
  • Die Siedlungsentwicklung wird unter der Prämisse der autoarmen bzw. autofreien Stadt geplant. Cottbus nimmt dazu auch die Investoren konsequent in die Verantwortung.
  • Cottbus entwickelt ein modulares Konzept zur Reduzierung der Parkplätze im öffentlichen Raum, um Flächengerechtigkeit im Straßenraum herzustellen und mehr Platz für den Radverkehr zu schaffen.
  • Im Interesse verringerten PKW-Aufkommens sowie geringerer Baukosten und Mieten soll in der Neufassung der Stellplatzsatzung zumindest für die Gemeindegebietsteile I und II die Pflicht zur Errichtung von PKW-Parkplätzen entfallen.
  • Die Kosten für das Parken in Cottbus werden sukzessive erhöht. Für soziale Härtefälle, kleine Unternehmen und Menschen, die aufgrund von Einschränkungen auf ein eigenes Auto angewiesen sind, muss eine sozialverträgliche Lösung entwickelt werden.
  • Parallel dazu entwickelt Cottbus auch für Bestandsquartiere ein Konzept für Mobilitäts-Stationen, die durch Sharing-Angebote die Notwendigkeit für ein eigenes Auto stark reduzieren.
  • Neue Verkehrsflächen müssen auch unter Aspekten des Ressourcen- und Klimaschutzes geprüft werden. Sie orientieren sich am Prinzip Netto-Null. Das heißt: Die Dimension neuer Verkehrsflächen ist auf das erforderliche Mindestmaß zu reduzieren. Für Neuversiegelung muss an anderer Stelle zurückgebaut werden. Dazu entwickelt Cottbus ein Konzept zum Rückbau von Parkplätzen im öffentlichen Raum s. oben.
  • Zur Vermeidung von Kita-/Schulbring-Verkehren sollen Schulen und Kitas bei der Vergabe der Plätze die Wohnortnähe stärker berücksichtigen. Außerdem unterstützt Cottbus Konzepte wie Lauf- und Radl-Busse, um Kinder und Jugendliche zu ermächtigen, ihre Wege selbstständig zurück zu legen.
  • Im Umfeld von Schulen und Kitas werden Halteverbots-Zonen eingerichtet, um hier für Kinder und Jugendliche die Übersichtlichkeit zu erhöhen. 

Öffentlicher Verkehr
Der öffentliche Verkehr muss stufenweise ausgebaut werden. Der VDV hat mit dem Konzept Faktor 22 einen Weg aufgezeigt, wie die Kapazitäten ausgebaut werden müssen, um den Anteil des öffentlichen Verkehrs von 13 % (2021) sukzessive zu verdoppeln. Dafür sind folgende Maßnahmen nötig:

  • Zügige Realisierung der vorgesehenen Straßenbahn-Neubaustrecken 
  • Ersatz des geplanten Einsatzes von H2-Bussen durch Batteriebusse
  • Zur Beschleunigung des ÖPNV ist die Vorrangschaltung für Bus/Tram weiter auszubauen, um deren Zuverlässigkeit zu erhöhen und die Taktfrequenz zu verringern und zu vereinheitlichen,
  • Im Sinne eines integralen Taktfahrplans muss die Anschlusssicherheit an wichtigen Umsteigepunkten sichergestellt werden. Das erhöht auch die Attraktivität des ÖPNVs für Menschen in den Stadtrandgebieten und aus den benachbarten Kommunen.
  • Ausweitung der Spät- und Nachtverkehre zumindest an Freitag- und Samstagabenden in die Stadtrandgebiete und ins Cottbuser Umland 
  • Cottbus ist weitgehend vom Fernverkehr abgehängt. Die Stadt muss sich aktiv für  getaktete Fernverbindungen nach Pozna?, Wroc?aw und Praha einsetzen, mindestens im Zwei-Stundentakt.

Mobilitätsmanagement / Förderung klimaverträgliche Mobilität / Verkehrssicherheit

  • Cottbus entwickelt ein Konzept für das betriebliche Mobilitätsmanagement. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und der IHK wird die Beratung von Unternehmen zum betrieblichen Mobilitätsmanagement ausgeweitet.
  • Cottbus vermarktet sich offensiv bei allen neuen Bauprojekten als autoarme / autofreie Stadt und bietet für Neubürgerinnen und -bürger eine Mobilitätsberatung an (hierbei kann der VCD gerne unterstützen)
  • Spiegel erhöhen in unübersichtlichen Situationen die Verkehrssicherheit. Dieses Instrument soll, wo sinnvoll, genutzt werden.
  • Cottbus führt für die Kurier-, Express- und Paketdienstleistungen ein unternehmensübergreifendes Modellprojekt zum Lastenradtransport für die letzte Meile durch.

Radverkehr
Damit die Verkehrsteilnehmenden vom Auto auf umweltverträgliche Verkehrsmittel umsteigen, muss Cottbus ein durchgängiges Radwegenetz entwickeln, mit sicheren Radwegen, gut befahrbaren Straßenbelägen sowie einer klaren Führung und einer einheitlichen Markierung. Cottbus ist angesichts seiner Größe und Geologie perfekt, um sich als „Radfahrerstadt“ zu entwickeln. Dafür müssen im Einzelnen folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Das Radverkehrskonzept der Stadt muss zügig fortgeschrieben und mit ausreichenden Finanzmitteln hinterlegt werden, um ein durchgängiges Radnetz für Cottbus und gute Anschlüsse in die Nachbargemeinden zu realisieren. Dabei soll angebotsorientiert geplant werden und neben den Pendlern auch der Schüler-Verkehr und der Alltagsverkehr berücksichtigt werden, 
  • Um die Sicherheit im Radverkehr zu fördern und Menschen zum Radfahren zu ermuntern, die sich bisher nicht aufs Rad trauen, sollen Radwege, wo möglich als protected bikelanes gestaltet werden. Dafür ist für alle mehrspurigen Straßen und an Straßen, die in größerem Umfang Abbiegespuren aufweisen, zu prüfen, wie mehr Platz fürs Rad geschaffen werden kann. 
  • Das neue Mobilitätsgesetz des Landes Brandenburg ermöglicht es, Radvorrangrouten und Radschnellwege unabhängig vom Ausbaustandard auszuweisen. Wenn es der Konsensfindung dient und empfindlicher Naturraum dadurch geschützt werden kann, soll Cottbus darauf hinwirken, in empfindlichen Landschaftsräumen abschnittsweise auch von den empfohlenen Ausbaustandards für Radschnellwege abzuweichen.
  • Für die Innenstadt müssen Vorrangrouten für den Radverkehr ausgewiesen werden: Mindestens eine exklusive Nord-Süd-Verbindung zwischen Berliner und Brandenburger Platz,
  • Auch im Herbst und Winter muss eine gute Befahrbarkeit der Radwege sichergestellt werden. Wie bei den Straßen muss Laub und Schnee auf den Rad- und Fußwegen zuverlässig und schnell beseitigt werden.
  • Um auch für den Lastentransport eine gute Alternative zum Auto anzubieten, unterstützt Cottbus das Angebot an freien Lastenrädern.
  • An Bahnhöfen, Park & Ride-Anlagen und zentralen Umsteigepunkten müssen ausreichend kostenlose und sichere Fahrradabstellanlagen zur Verfügung gestellt werden. Z.B. durch Teilnahme am DB Bike & Ride-Programm.
  • Wo die Kapazitäten im ÖPNV es zulassen, soll die Fahrradmitnahme verbessert werden.
  • Das Ordnungsamt soll regelmäßige Kontrollen zur Vermeidung von
     Radweg-Parkern durchführen.
  • An Einfahrten soll die Querpflasterung über Rad- und Fußwege hinweg perspektivisch zu Gunsten einer durchgehenden Pflasterung der Rad- und Fußwege rückgebaut werden.
  • Gullideckel auf Radwegen sind zu vermeiden.

Fußverkehr
Viele Entfernungen in Cottbus lassen sich gut zu Fuß erledigen. Um den Fußverkehr in der Stadt zukünftig noch stärker zu fördern, sollen folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Bei Hauptverbindungen muss der Fuß- und Radverkehr getrennt geführt werden, um den Verkehr sicher und attraktiv zu machen. Wir erwarten, dass Cottbus im Sinne einer gerechteren Flächenverteilung, ausreichend Platz für den Rad- und Fußverkehr schafft, um Konflikte zu vermeiden.
  • In Kreuzungsbereichen sollen Auto- zu Fahrradstellplätzen umgebaut werden. Das erhöht nicht nur die Anzahl der Fahrradstellplätze, sondern trägt auch zur Sicherheit des Fußverkehrs bei, weil Kreuzungsbereiche nicht mehr zugeparkt werden können und die Sichtbarkeit beim Queren der Straße erhöht wird.
  • Bei wichtigen Querungen vor allem im Bereich von Schulen sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen sind außerdem Gehwegvorstreckungen zu planen, um die Sichtbarkeit für Fußgänger zwischen parkenden Autos zu erhöhen.
  • Fußgängerampeln sind so zu schalten, dass die Grünphase ausreicht, damit auch mobilitäts-eingeschränkte Personen die Straße sicher und entspannt queren können.
  • Der Verkehr und vor allem das Abstellen von E-Scootern muss zügig geregelt werden, um die Sicherheit des Fußverkehrs, vor allem von sehbehinderten und blinden Menschen nicht zu gefährden, und um Kinderwagen, Rollstühle etc. nicht zu behindern.
  • An Hauptwegen für Fußgänger müssen die Grünpfeile für Autos aus Sicherheitsgründen abgeschafft werden.

Zur Umsetzung der aufgeführten Maßnahmen ist eine ausreichende Finanzierung sicherzustellen. Cottbus schöpft hierzu alle verfügbaren Instrumente aus, wie Anwohnerparkgebühren, Parkplatzmanagement, städtebauliche Verträge mit Investoren, etc. Darüber hinaus führt Cottbus eine öffentliche Diskussion darüber, wie sich Bürger, Investoren und Unternehmer sinnvoll an den notwendigen Investitionen für eine klimaverträgliche Transformation beteiligen können. Die Finanzierung der Mobilitätswende ist eine dringend erforderliche Investition in die Zukunft. Wird sie verzögert, werden die Kosten steigen, nicht nur für die Mobilität, sondern auch als Reaktion auf die schon jetzt deutlich spürbaren Klimafolgen.

 

 

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news-14920 Fri, 12 Apr 2024 13:47:37 +0200 Wir feiern die neue Dortustraße /startseite/detail/wir-feiern-die-neue-dortustrasse Die Potsdamer Innenstadt könnte mehr sein als ein verkehrsberuhigter Bereich, aber der Modellversuch in der Dortustraße ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Deshalb feiern wir gemeinsam mit dem Förderverein Haus der Natur, mit potsdam autofrei, mit den NaturFreunden Brandenburg mit Extinction Rebellion Potsdam, mit StadtteilAuto Potsdam West, mit foodsharing und dem ADFC Potsdam die Rückeroberung des Straßenraumes.
Für mehr Aufenthaltsqualität, für mehr Spielmöglichkeiten und mehr Grün in der Stadt.
Feier mit uns.

Wenn ihr wissen wollt, wie sich der VCD Potsdam die Innenstadt vorstellt, lest gerne unsere Stellungnahme.

Mehr zum Modellversuch Dortustraße findet ihr hier.

 

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news-14905 Wed, 10 Apr 2024 12:51:20 +0200 Eisenbahnfernverbindung Berlin-Cottbus-Prag /startseite/detail/eisenbahnfernverbindung-berlin-cottbus-prag Im ersten Halbjahr 2023 wurde ein offener Brief an das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) erarbeitet. Da wir dem BMDV zeigen wollten, dass weite Teile der Brandenburger und der Sachsen den Ausbau der Strecke Berlin-Cottbus-Görlitz-Liberec-Prag befürworten, wollten wir von Anfang eine Liste der Unterstützer anhängen. Und das machte tatsächlich viel Arbeit. Schließlich brachten wir es auf 17 Unterstützer:
Verkehrsinitiativen, örtliche Verwaltungen, Euroregionen, die BTU, Betriebe und auch der OB von Liberec. Leider konnten wir keinen Vertreter aus Breslau überzeugen.
Im 2. Quartal ging der Brief dann endlich an das BMDV heraus. Hauptsächlich gingen wir hier auf folgende Aspekte ein:

  • Berlin-Görlitz
    Im Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen (InvKG) wird der Ausbau dieser Strecke (210 km) mit 200/160 km/h definiert. Die DB geht inzwischen von 160 km/h aus.
    Da der Ausbau Berlin-Cottbus (120 km) und die Streckenverlegung Weißwasser-Rietschen  (10 km) bereits 2027 abgeschlossen sein soll, verringert sich der Ausbau im Rahmen des InvKG auf 80 km und 160 km/h. Somit, so argumentierten wir gegenüber dem BMDV, sollte eine deutliche Beschleunigung des Ausbaus der genannten Relation möglich sein. 
  • Görlitz-Prag
    Ausgangspunkt unserer Argumentation war hier eine Antwort der EU-Kommission, aus der hervorgeht, dass eine Förderung durch die EU möglich wäre, wenn alle beteiligten Länder ihr Interesse dafür gegenüber der EU-Kommission bekunden würden. Zum Zeitpunkt der Antwort der EU-Kommission lag die Interessenbekundung lediglich von tschechischer Seite vor.
    Deshalb ersuchten wir das BMDV, das Interesse der deutschen Seite gegenüber der EU-Kommission zu erklären und auch die polnische Seite entsprechend zu beeinflussen. 

Im Januar 2024 ging schließlich eine für uns ernüchternde Antwort des BMDV ein, die für beide von uns vorgetragenen Argumente eine Ablehnung ohne schlüssige Begründung enthielt.
Gegenwärtig arbeiten wir an einer Antwort an das BMDV, in der wir konkret auf fehlende Aussagen in seiner Antwort hinweisen und aktuelle Aktivitäten in Polen und Tschechien zur Strecke Görlitz – Prag darstellen. Vorschau:
Eine Aussage vom tschechischen Minister Krupka (Übersetzung durch DEEPL):
„Das TEN-V-Hauptnetz, das neu nach den Umsetzungsfristen 2030 und 2040 aufgeteilt wurde, umfasst die VRT Prag-Brünn, den Erzgebirgstunnel oder die VRT P?erov-Ostrava; die Güterverkehrsverbindung zwischen Chocní, Hradec Králové und Velký Osek und andere wichtige Eisenbahnabschnitte werden ebenfalls unterstützt. Im Vergleich zum ursprünglichen Verordnungsentwurf ist es uns auch gelungen, die Aufnahme der Strecke (Prag)-Lysá nad Labem-Mladá Boleslav-Liberec-Zho?elec (Görlitz) in das globale TEN-V-Netz auszuhandeln, was in Zukunft eine deutliche Verbesserung der Zugverbindung zwischen diesen Städten, insbesondere nach Liberec, ermöglichen wird".

Sobald der Brief an das BMDV fertig ist, werden wir an dieser Stelle darüber berichten.

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news-15073 Tue, 26 Mar 2024 23:16:00 +0100 VCD-Newsletter vom 26.03.2024 /startseite/detail/vcd-newsletter-vom-26032024 Liebe VCD-Aktive und -Interessierte,

die Zeit vergeht so schnell, das "Kleine Verkehrsforum" im März war schon letzte Woche, aber als Erinnerung für den ADFC-VCD-Stammtisch am Dienstag kommt dieser Newsletter noch rechtzeitig. Ganz unten gibt es dann auch noch eine Terminvorschau.

Am Dienstag, den 26.03. treffen wir uns zum ADFC-VCD-Stammtisch ab 18 Uhr im Büro der Denkmanufaktur e.V. in der Bollmannpassage (Hauptstraße 21, gegenüber der Einmündung der Kurstraße). Wir laden dazu ein, sich zu Verkehrsthemen in der Stadt und darüber hinaus auszutauschen. Wir berichten über unsere Aktivitäten, diskutieren Neuigkeiten aus der Stadtpolitik und reden darüber, wie wir unsere Stadt lebendiger und menschenfreundlicher gestalten können.

Mit dem jüngst durch die SVV beschlossenen Bürgerhaushalt 2024 gibt es jetzt die Möglichkeit, Ideen für unsere Stadt über ein kurzes Formular einzureichen. Es genügt eine kurze Beschreibung der Projektidee (maximal 1000 Zeichen) und eine grobe Einschätzung der Kosten, die maximal 25.000€ pro Projektidee betragen sollen. Insgesamt sind 150.000€ für Projekte aus der Bürgerschaft vorgesehen. Die eingereichten Vorschläge werden durch die Stadtverwaltung geprüft und dann in der Stadtverordnetenversammlung im Mai zur Abstimmung vorgelegt. Jede*r Stadtverordnete*r kann für bis zu fünf Projekte stimmen, und die Vorschläge mit den meisten Stimmen bis zur Ausschöpfung des Gesamtbudgets werden von der Verwaltung umgesetzt. Einsendeschluss ist der 31.03. - wer Ideen hat und diese mit uns diskutieren möchte, möge sich gerne melden oder zum Stammtisch kommen! Direkter Link zum Formular:

https://www.stadt-brandenburg.de/fileadmin/pdf/Buergerbeteiligung/Formular_B%C3%BCrgerhaushalt_2024_der_Stadt_Brandenburg_an_der_Havel_plus_Datenschutz_22022024.pdf

Weitere Informationen und eine Liste von auf die Altstadt bezogene Ideen gibt es unter

https://www.altstadtleben-brandenburg.de/home/ -> Neuigkeiten -> 8.3. Bürgerhaushalt

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, sich für eine menschenfreundlichere Stadt einzusetzen:

Das Konzept der Superblocks - oder, wie sie in Berlin genannt werden, Kiezblocks - wird meist für Großstädte diskutiert, ist aber auch in kleineren Städte wie Brandenburg an der Havel anwendbar. Ein Kiez- oder Superbock ist ein städtisches Quartier ohne KFZ-Durchgangsverkehr. Die Straßen im Quartier sind in erster Linie für den Fuß-, den Rad- und den öffentlichen Verkehr ausgelegt, der schnelle KFZ-Verkehr wird auf Umgehungs- und Hauptverkehrsstraßen konzentriert. Die Häuser sind auch weiterhin mit dem Auto erreichbar, aber das Auto ist im Quartier nur zu Gast. Rettungsfahrzeuge, Müllabfuhr, Lieferfahrzeuge etc. können natürlich ebenfalls überall hin. Die Vorteile sind vielfältig: weniger Lärm und Abgase, die Straßen werden wieder zu einem Lebensraum für alle, und die Unfallgefahr, insbesondere für Kinder, reduziert sich deutlich.

Der Verein "changing cities" unterstützt und koordiniert 70 Kiezblock-Initiativen in Berlin und bietet jetzt im Rahmen eines neuen Projektes an, auch Initiativen in kleineren Städten finanziell und organisatorisch zu unterstützen. Wer hat Lust, Zeit und Energie, sich für einen Kiezblock in seinem Quartier einzusetzen? Bitte meldet euch bei gero.walter@vcd-brandenburg.de. Wir und changing cities unterstützen euch umfassend dabei, eine Initiative zu gründen und eine öffentliche Diskussion darüber anzuschieben, wie die Straßen in eurem Quartier besser gestaltet und genutzt werden können.

Wie wir am Beispiel der noch immer nicht angegangenen Reduzierung des Durchgangsverkehrs in der Altstadt durch Plauer Straße, Altstädtischer Markt, Parduin, Rathenower Straße und Mühlentorstraße sehen, braucht es Unterstützung aus der Zivilgesellschaft, damit Politik und Verwaltung eine solche Umgestaltung des Straßenraumes angehen.

Informationen zu Kiezblocks:

https://changing-cities.org/kampagnen/kiezblocks/

https://www.kiezblocks.de/

Wo es hingegen tatsächlich geklappt hat mit einer ersten Veränderung hin zu mehr Verkehrssicherheit, ist die Bergstraße. Dort gilt seit kurzem für den KFZ-Verkehr eine Einbahnstraßen-Regelung, mit dem Auto kann nur noch vom Rosenhag zur Willi-Sänger-Straße gefahren werden und nicht mehr in Gegenrichtung. (Für den Radverkehr sind weiterhin beide Richtungen erlaubt.) Dadurch war es möglich, an der schmalsten Stelle im Bereich der Verschwenkung am Marien-Krankenhaus die Sicherheit für den Fußverkehr entscheidend zu verbessern - zuvor fehlte dort, direkt neben dem Zugang zu einer Kita, ein richtiger Gehweg. Aus meiner Sicht ist diese Verbesserung nur möglich geworden, weil sich die Elternschaft der Kita ausdauernd für die Entschärfung dieser Gefahrenstelle eingesetzt hat.

Ihr kennt sicher viele andere Stellen in der Stadt, wo die Sicherheit der Kinder auf dem Weg zu Schule und Kita genauso Vorrang haben sollte vor der Bequemlichkeit der Autofahrer oder, wie es im Behördendeutsch heißt, der Leichtigkeit des KFZ-Verkehrs. Bundesweit geraten hierzu gerade Dinge in Bewegung: in Nordrhein-Westfalen gibt es jetzt eine Klarstellung der Landesbehörden, wie sogenannte Schulstraßen eingerichtet werden können, und wir erwarten, das weitere Bundesländer nachziehen.

Schulstraßen sind Straßenabschnitte rund um Schulen (oder Kitas), die entweder zu Schulbeginn (Wiener Modell) oder dauerhaft (Pariser Modell) als Schutzraum für Kinder eröffnet werden. Damit alle Kinder, auch diejenigen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, sicher und ungestört zur Schule kommen können und nicht durch wild rangierende Elterntaxis gefährdet werden, sind diese Straßen temporär (Wiener Modell) bzw. dauerhaft (Pariser Modell) für den KFZ-Verkehr gesperrt. Eine begleitende Studie in Wien kam zu dem Ergebnis, dass durch die Schulstraße mehr Kinder zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen, und dadurch der Autoverkehr nicht nur vor der Schule, sondern auch in den umliegenden Straßen sinkt.

VCD, changing cities, das Deutsche Kinderhilfswerk und das Aktionsbündnis "Kinder aufs Rad" kämpfen schon seit langer Zeit für dieses Konzept, das europaweit schon gut erprobt ist (es gibt z.B. in Belgien über 170 Schulstraßen). Durch ein eigens beauftragtes Rechtsgutachten wurde geklärt, dass Kommunen auch im aktuellen Rechtsrahmen temporäre oder dauerhafte Schulstraßen einrichten können. Eltern, die vor der Kita bzw. Schule ihrer Kinder eine Schulstraße anstoßen wollen, finden in den folgenden Links mehrere Anleitungen. Wir vom VCD und ADFC helfen gerne!

https://www.strasse-zurueckerobern.de/anleitungen/mit-schulstrassen-sicher-unterwegs-so-gehts/

https://kinderaufsrad.org/aktiv-werden/schulstrassen/

https://changing-cities.org/kampagnen/schulstrassen/

Weitere Informationen:

https://www.vcd.org/artikel/schulstrassen-mehr-sicherheit-und-selbstbestimmte-mobilitaet-fuer-kinder

https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/keine-ausreden-mehr-sichere-schulwege-fuer-kinder-jetzt-neues-rechtsgutachten-zeigt-vielfaeltige-moeglichkeiten-zur-einrichtung-von-schulstrassen-auf

Vielleicht habt auch ihr Meldungen gesehen und gelesen, in denen die Sicherheit des Kindertransports in Lastenrädern kritisch gesehen wird. Diese Berichte basieren vermutlich alle auf einer Pressemitteilung der UDV, der Unfallforschung der Versicherer, die diese am 21.03. zu einer neuen eigenen Studie veröffentlicht hat.

https://www.udv.de/udv/presse/unfallforschung-der-versicherer-fordert-mehr-sicherheit-fuer-kinder-in-lastenraedern-173824

Eine zentrale Aussage dieser Studie wird in der Pressemitteilung über dieses Zitat der UDV-Leiterin Kirstin Zeidler transportiert:

„Der häufigste Unfall bei Lastenfahrrädern ist der Alleinunfall, also ohne Beteiligung Dritter. Sicherer könnten Lastenfahrräder sein, wenn sie über Neigetechnik verfügten sowie Sitze mit Kopfschutz, wirksame Gurte und eine Sicherheitszelle als Aufprallschutz hätten“, so Zeidler.

Für diese Aussage, dass Lastenräder mit Kindern als Passagier vor allem Alleinunfälle haben, dient die Zahl von 7 Unfällen von Lastenrädern mit Kindern (=0,01% aller Fahrradunfälle) als Basis. Von diesen 7 Unfällen waren gut 40% ein Alleinunfall. Das sind also genau 3 Unfälle, auf denen diese Aussage beruht. Das zur Einordnung, wie wenig seriös hier bei der UDV gearbeitet wird. Arne Behrensen schreibt dazu auf Linkedin:

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) vergleicht Äpfel mit Birnen und stellt fest: "Lastenfahrräder sind in aller Regel für den Transport von Kindern nicht ausreichend geeignet." Die Logik dahinter: Die UDV kennt zwar keinen einzigen realen Fall eines schwerverletzten Kindes auf dem Lastenrad und stellt für Unfälle mit Kindern auf dem Kindersitz, im Anhänger und auf dem Lastenrad allgemein fest: "Radunfälle mit mitfahrenden Kindern [enden] meist vergleichsweise glimpflich" Weiter heißt es in der Präsentation der UDV: "Unfallgegner Nummer 1: Pkw" Doch wer will das schon hören? Also lieber mit einem inszenierten Crashtest Angst machen und pauschal das beliebte Lastenrad bashen! Das zieht immer und garantiert reißerische Headlines von Bild bis tagesschau.de.

 

Die größte Gefahr im Straßenverkehr für Kinder, ob im Lastenrad, auf dem eigenen Rad, zu Fuß oder als Passagier im Auto, geht unzweifelhaft von Autofahrern aus. Die allermeisten KFZ-Lenker sind zu schnell unterwegs, viele sind außerdem noch abgelenkt, weil sie mit einem Auge aufs Smartphone schielen. Wem es also um die Sicherheit von Kindern in und außerhalb von Lastenrädern geht, muss diejenigen adressieren, von denen die Gefahr ausgeht, nämlich die KFZ-Lenker.

Für die Sicherheit von Kindern in Lastenrädern fallen mir daher zuallererst die folgenden Maßnahmen ein: (1) Temporeduzierung in der Stadt auf 30 oder 20 km/h; (2) Wer ein tonnenschweres Gefährt lenkt, darf unter keinen Umständen sein Smartphone in die Hand nehmen; (3) regelmäßige Schulung und Gesundheitsprüfung von KFZ-Lenkern; (4) fehlerverzeihende Infrastruktur; (5) technische und andere Maßnahmen, um den vorgeschriebenen Seitenabstand beim Überholen von Radfahrenden (1,5m innerorts!) zu gewährleisten.

Denn den Helm, das Gurtsystem, die Warnweste, die Kabine, die gegen tonnenschwere KFZ standhält, gibt es nicht.


Zum Schluss noch eine Übersicht der kommenden Termine:

  • 26.03. 18 Uhr ADFC-VCD-Stammtisch
  • 31.03. Ende der Einreichungsfrist für Ideen für den Bürgerhaushalt
  • 17.04. 19:00 "Kleines Verkehrsforum"
  • 18.04. 18:30 im Gotischen Haus: Vortrag im Rahmen des Historischen Vereins über die Fachgruppe Ökologie im Kulturbund. Es wird dort auch darum gehen, wie Fahrradfreundlichkeit schon um die Wendezeit ein Thema in Brandenburg an der Havel war.
  • 20.04. Roland- und Telegraphen-Radtour von Burg nach Brandenburg. Mehr Infos bei marcel.welte@brandenburg.adfc.de
  • 23.04. 18:00 ADFC-VCD-Stammtisch
  • 05.05. Bunte Familien-Fahrraddemo Kidical Mass - mehr Infos demnächst!
  • 16.05. Fachtagung "Gut zu Fuß in Brandenburger Städten" in Potsdam, veranstaltet von Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung
  • 22.05. 19:00 "Kleines Verkehrsforum"
  • 26.05. ab 15 Uhr Familien-Lastenrad-Treff in der Bollmann-Passage
  • 28.05. 18:00 ADFC-VCD-Stammtisch
  • 02.06. ADFC-Sternfahrt Berlin
  • 08.06. Mitmach-Messe "Build & Create" an der THB - wer kann am Gemeinschaftsstand von ADFC & VCD unterstützen? Bitte melden bei gero.walter@vcd-brandenburg.de
  • 19.06. 19:00 "Kleines Verkehrsforum"
  • 25.06. 18:00 ADFC-VCD-Stammtisch
  • 14.07. ab 15 Uhr Familien-Lastenrad-Treff in der Bollmann-Passage
  • 19.-25.08. Bürgerreise per Rad nach Ballerup, der dänischen Partnerstadt von Brandenburg. Interessenten gesucht! Mehr Informationen bei marcel.welte@brandenburg.adfc.de

Viele Grüße,
Gero Walter (Sprecher der VCD-Kreisgruppe Brandenburg an der Havel)

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news-14793 Fri, 08 Mar 2024 11:37:43 +0100 VCD Weiterbildung - kommunale Verkehrspolitik /startseite/detail/vcd-weiterbildung-kommunale-verkehrspolitik Die Weiterbildung richtet sich an Kommunalpolitiker:innen und kommunalpolitisch interessierte Menschen, die sich verkehrspolitisch engagieren und mit anderen Engagierten austauschen und vernetzen wollen. Wir starten mit vier knackig, kompakten Online-Terminen ab dem 12. März. Das Programm mit allen Themen und Terminen findet ihr hier. Je nach Nachfrage bieten wir weitere Termine, auch in Präsenz, an.

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news-14787 Thu, 07 Mar 2024 17:42:18 +0100 Am 9. Juni 2024 wird gewählt /startseite/detail/am-9-juni-2024-wird-gewaehlt Damit Potsdamer:innen und Pendler:innen gerne vom Auto auf umweltverträgliche Verkehrsmittel umsteigen, muss sich in Potsdam noch einiges ändern: Die Sicherheit und der Komfort für den Rad- und Fußverkehr muss erhöht werden, der Raum in Potsdam muss neu aufgeteilt und die Zuverlässigkeit des ÖPNV gewährleistet werden. Welche Maßnahmen dazu in den nächsten Jahren nötig sind, haben wir in unseren Wahlforderungen formuliert.

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news-14775 Wed, 06 Mar 2024 10:22:00 +0100 Klimaplan-Brandenburg: Mehr Tempo und Verbindlichkeit – bitte! /startseite/detail/klimaplan-brandenburg Nach massivem Druck aus der Zivilgesellschaft, hat Ministerpräsident Woidke endlich seine Blockadehaltung aufgegeben, sodass der Klimaplan am 5. März endlich vom Kabinett verabschiedet werden konnte. Damit werden zumindest die im Sommer 2022 beschlossenen Sektorziele mit Maßnahmen und Meilensteinen unterlegt. Aber der vorgelegte Klimaplan ist eine Sammlung von Kompromissen: Wichtige Maßnahmen aus dem wissenschaftlichen Gutachten zum Klimaplan und dem breiten Beteiligungsprozess wurden im Alleingang von Woidke heraus gekürzt. Der Klimaplan wird der im wissenschaftlichen Gutachten dargelegten Notwendigkeit zum Handeln damit nicht mehr gerecht.

Der VCD und das Bündnis Verkehrswende Brandenburg haben die Klimaziele zumindest im Mobilitätsgesetz verankern können. Um auch die anderen Landesgesetze auf Klimakurs zu bringen, sieht der Klimaplan einen Klimacheck vor. Doch der ist unverbindlich, denn zum einen ist unklar, wann er in die gemeinsame Geschäftsordnung aufgenommen wird und zum anderen wird es den federführenden Behörden selbst überlassen, ob sie ihn durchführen.

Damit bleibt Brandenburg bei der Klimapolitik trauriges Schlusslicht. Hier die ausführliche Pressemitteilung des Klimabündnisses.

Als eines von 8 Handlungsfeldern behandelt der Klimaplan auch den Verkehr und die Mobilität. Das sind die wichtigsten Aussagen:

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news-14718 Sat, 24 Feb 2024 11:05:44 +0100 In eigener Sache /startseite/detail/in-eigener-sache Mehr als ein Jahr lang habe ich auf dieser Seite keinen Beitrag mehr verfasst.
Das hat seinen Grund darin, dass ich seit Beginn meiner Berichte keine einzige Reaktion erkennen konnte, woraus ich schloss, dass auch niemand meine Berichte liest.
Nun hat ein Nutzer doch zu einer Weiterführung aufgefordert. Und so werde ich im Rahmen meines Zeitfonds weitermachen.

Dieter Schuster

 

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news-15074 Wed, 21 Feb 2024 23:33:00 +0100 VCD-Newsletter vom 21.02.2024 /startseite/detail/vcd-newsletter-vom-21022024 Liebe VCD-Aktive und -Interessierte,

eine kurze Erinnerung an die Februar-Termine von ADFC und VCD:

Am 21.02. (heute) findet ab 18 Uhr das "Kleine Verkehrsforum" statt, das die Möglichkeit bietet, aktuelle Verkehrsprojekte im Detail zu diskutieren.

Am 27.02. (Dienstag nächste Woche) findet ab 19 Uhr dann der monatliche ADFC-VCD-Stammtisch statt.

Beide Treffen finden statt in den Räumen der Denkmanufaktur e.V. in der Bollmannpassage (Hauptstraße 21, gegenüber der Einmündung der Kurstraße).

Die Villa Fohrde organisiert einen Online-Austausch für ehrenamtlich Engagierte aus Deutschland und Ecuador. Menschen aus Ecuador und Deutschland treffen sich wöchentlich online für 6 Wochen, um voneinander und von Expert:innen zu lernen, was es braucht, um langfristiges ehrenamtliches Engagement zu unterstützen. Die Reihe beginnt am 13.03. und ist offen für alle Richtungen des sozio-ökologischen Engagements, der Austausch ist auf Englisch. Nähere Informationen hier und bei Nadja Kath (nadja.kath@villa-fohrde.de).

Und zwei wirklich schöne Nachrichten: unsere Fahrrad-Reparatur-Stationen haben Zuwachs bekommen, die zehnte und die elfte Station konnten gerade eröffnet werden!

Die Stationen an der Havelschule (Magdeburger Landstr.) und am Dom-Gymnasium (Domkietz) stehen auf öffentlich erreichbarem Grund und bieten so allen jederzeit die Möglichkeit, kleinere Reparaturen an Rad, Kinderwagen, Rollstuhl etc. vorzunehmen oder die Reifen aufzupumpen. Herzlichen Dank an Frank Träger, den städtischen Bauhof, alle Stations-Patinnen und -Paten, Helfer und Unterstützer!

Viele Grüße,
Gero Walter (Sprecher der VCD-Kreisgruppe Brandenburg an der Havel)

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news-14706 Tue, 20 Feb 2024 10:38:57 +0100 Save the Date: Bundesweiter Klimastreik 1.3.2024 /startseite/detail/save-the-date-bundesweiter-klimastreik Fridays for Future und Verdi rufen als Bündnis „Wir Fahren Zusammen“ zum Klimastreik am 1. März 2024 auf. Gestreikt wird für bessere Arbeitsbedingungen – denn im ÖPVN müssen Beschäftigte immer wieder lange Schichten, kurze Wendezeiten, kaum Pausen und nur schlecht planbare Dienste in Kauf nehmen.

Durch den hohen Krankenstand und massiven Personalmangel, der durch die Arbeitsbelastung entsteht, sind viele Busse überfüllt oder fallen ganz aus, Linien müssen gestrichen werden und auf dem Land kann man von regelmäßigen Bussen und Bahnen nur träumen.

Wir Fahren Zusammen verlangt einen verlässlichen Nahverkehr – für Menschen mit Kinderwägen, Rollatoren oder Rollstuhl und damit wir die Klimaziele im Verkehr einhalten können.

„Wir lassen nicht mehr zu, dass die Ampelregierung den Nahverkehr und die Klimapolitik vor die Wand fährt“ heißt es auf ihrer gemeinsamen Webseite.

 

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news-14656 Wed, 14 Feb 2024 10:37:27 +0100 Die Lastenradförderung in Brandenburg geht in die vierte Runde! /startseite/detail/lastenradfoerderung-in-brandenburg-geht-in-die-vierte-runde Die gute Nachricht: Wir stellen euch mit unserer Buchungsplattform flotte-brandenburg.de ein unkompliziertes, bewährtes System zur Verfügung, um euer Lastenrad mit anderen zu teilen. Weitere Informationen zur Förderrichtlinie auf lbv.brandenburg.de/lastenfahrrader-24724.html

Du möchtest dein Lastenrad teilen oder überlegst dir eins anzuschaffen? Kontaktier uns über info@flotte-brandenburg.de

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news-14578 Fri, 02 Feb 2024 12:06:16 +0100 Breiter Protest gegen Woidkes Klimaplan-Blockade /startseite/detail/protest-gegen-woidkes-klimaplan-blockade Nach jahrelanger Arbeit der zuständigen Ministerien und nachdem alle Regierungsfraktionen zugestimmt haben, blockiert Ministerpräsident Woidke seit Dezember die Verabschiedung des Klimaplans. Dabei braucht Brandenburg dringend einen Fahrplan in die Zukunft. Außer Sachsen und Sachsen-Anhalt haben alle Bundesländer sogar schon ein Klimaschutzgesetz oder haben zumindest das Gesetzgebungsverfahren dazu angestoßen. Brandenburg ist damit trauriges Schlusslicht. Der Klimaplan stellt einen abgestimmten guten Kompromiss der beteiligten Fachministerien, Verbände und Unternehmensvertretungen dar und zeigt, wie Brandenburg zukunftstauglich gemacht werden kann.

Die Blockade des Klimaplans ist nicht nur peinlich, sondern führt auch zu Politikverdrossenheit und Verunsicherung. Zwei Dinge, die Brandenburg so kurz vor den Wahlen auf keinen Fall gebrauchen kann.

Hier geht es zu unserer aktuellen Pressemitteilung und zum offenen Brief.

 

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news-14646 Thu, 25 Jan 2024 16:00:00 +0100 Das bringt das neue Mobilitätsgesetz für Brandenburg /startseite/detail/das-bringt-das-neue-mobilitaetsgesetz-fuer-brandenburg-1 Wir freuen uns, dass es doch noch zu diesem Kompromiss gekommen ist. Das Mobilitätsgesetz ist ein wichtiger erster Schritt für die Mobilitätswende in Brandenburg.

Mehr dazu, was das neue Gesetz für Bürger:innen und Kommunen bringt, könnt ihr in unserer Pressemitteilung lesen.

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news-14471 Thu, 14 Dec 2023 13:00:00 +0100 Landesregierung noch immer planlos - Wieder ein Weihnachten ohne Klimapaket? /startseite/detail/wieder-ein-weihnachten-ohne-klimapaket Während Wissenschaftler:innen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) anlässlich der 28. Weltklimakonferenz in Dubai einen Bericht zu irreversiblen Kipppunkten im Klimasystem veröffentlicht, verschleppt die brandenburgische Landesregierung weiter den Klimaschutz im Land. Dabei hat das im März 2022 veröffentlichte Gutachten zum Klimaplan sehr deutlich gemacht, dass Brandenburg insgesamt sehr weit entfernt von einem 1,5 Grad Pfad ist und auch kaum noch Chancen hat, das selbst gesteckte Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Doch ein Weckruf ist von diesem Gutachten nicht ausgegangen.

Die Akteur:innen des Klimabündnisses sind angesichts der verantwortungslosen Blockade schockiert:  "Wir drängen darauf, dass der Klimaplan noch in diesem Jahr beschlossen wird", so Franziska Sperfeld, Vorsitzende des BUND Brandenburg als Vertretung für das Klimabündnis. Max Heiduk von Fridays for Future Brandenburg: "Wir haben nicht mehr die Zeit, jahrelang Pläne zu schreiben. Wir erwarten, dass die Regierung jetzt endlich in die Umsetzung der ausgearbeiteten Maßnahmen geht."
Das Klimabündnis fordert, dass sich Brandenburg klar zu einer umfassenden Transformation hin zu Klimagerechtigkeit bekennt und endlich die notwendigen Rahmenbedingungen für ein angemessenes Handeln in der Klimakrise schafft. Dazu gehört auch, die Maßnahmen des Klimaplans schnellstmöglich durch ein Klimagesetz verbindlich zu machen.

Hintergrund Klimabündnis:  
Im Klimabündnis Brandenburg organisieren sich Vertreter:innen der Umwelt- und Naturschutz- sowie der Verkehrsverbände und der Klimaaktivist:innen in Brandenburg, um gemeinsam den Klimaschutz im politischen wie öffentlichen Raum zu vertreten. Dem Bündnis gehören an: BUND, NABU, Fridays For Future, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC), Verkehrsclub Deutschland Landesverband Brandenburg (VCD) und Extinction Rebellion Potsdam (XR). Unterstützt wird das Bündnis durch Scientists4Future und Parents4Future.

Hintergrundinformationen zu Ressourcenverbrauch und Emissionen
Laut Klimaplan-Gutachten (Zwischenbericht vom 18.02.2022) liegt Brandenburg mit rund 21 t/EW deutlich über dem bundesdeutschen Wert der Pro-Kopf-THG-Emissionen (10 t/EW) und vierfach über dem globalen Durchschnitt von rund 5 t/EW. "Die Treibhausgasemissionen Brandenburgs entsprechen im Jahr 2020 einem Anteil von etwa 7 % an den bundesweiten THG-Emissionen. Damit weist Brandenburg gemessen an den Indikatoren Einwohner (rund 3 %) oder der Wirtschaftskraft (BIP-Anteil 2,2 %) einen deutlich überproportionalen Anteil auf, der maßgeblich auf die Nutzung der Braunkohle und die dadurch bedingten CO2-Emissionen zurückzuführen ist." Trotz Kohleausstieg verfehlt Brandenburg jedoch den Zielwert von Nullemissionen bis 2045 deutlich.

Quellen:

Landtagsbeschluss von 2020 und Emissions Gap Report 2023

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news-14376 Sat, 25 Nov 2023 12:16:00 +0100 Bundesrat stoppt Verkehrsreform /startseite/detail/bundesrat-stoppt-verkehrsreform-3 Die Städteinitiative “Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten”, der inzwischen mehr als 1.000 Kommunen angehören, fordert ein Recht auf freie Entscheidung über die richtige Verkehrsgestaltung vor Ort. Darauf hat Verkehrsminister Wissing mit einem Reformvorschlag reagiert, der am 24. November im Bundesrat verabschiedet werden sollte. Die Reform sah vor, dass im Straßenrecht die Flüssigkeit und Leichtigkeit des Verkehrs nicht das einzige Kriterium sein soll -  Auch Klima- und Umweltschutz, die Gesundheit und die städtebauliche Entwicklung sollten endlich berücksichtigt werden.

Städte und Gemeinden sollten mehr Spielraum etwa für die Einrichtung von Busspuren, Radwegen, Bewohnerparkzonen und Tempo-30-Zonen bekommen. Behörden sollten leichter Zebrastreifen anordnen können und auch ein neues Verkehrszeichen für Lieferzonen war vorgesehen. Fuß – und Radverkehr sollten dem Autoverkehr endlich gleichgestellt werden. Auch die »Vision Zero« - das Ziel von null Verkehrstoten – sollte hier festgehalten werden, ebenso wie „soziale Kriterien“ für zum Beispiel Parkgebühren. 

Für diese dringend erforderliche Reform, die mehr Spielraum für die kommunale Verkehrswende gebracht hätte, gab es jetzt im Bundesrat keine Mehrheit. Auch Brandenburg hat mit seiner Enthaltung dazu beigetragen, dass die Reform gekippt wurde. Damit widerspricht die Regierungskoalition ihren selbst ernannten Zielen:

„Wir werden Straßenverkehrsgesetz und Straßenverkehrs-Ordnung so anpassen, dass neben der Flüssigkeit und Sicherheit des Verkehrs die Ziele des Klima- und Umweltschutzes, der Gesundheit und der städtebaulichen Entwicklung berücksichtigt werden, um Ländern und Kommunen Entscheidungsspielräume zu eröffnen […]“ (Koalitionsvertrag 2021–2025 zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP)

Auch im Hinblick auf den Dialogprozess zum Mobilitätsgesetz ein Affront. Die Ablehnung könnte die kommunale Verkehrswende stark ausbremsen.

Hier geht es zu den Stellungnahmen des VCD Bundesverbands, des ADFC und der AGORA.

 

 

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news-14570 Fri, 24 Nov 2023 09:50:00 +0100 Aktion "FahrRad-Licht" /startseite/detail/aktion-fahrrad-licht-2 Am Donnerstag, dem 23. November, waren wir Teil der Aktion “FahrRad-Licht.”

Wir haben ab 16 Uhr Radfahrende auf dem Platz vor dem Nauener Tor angesprochen und gezielt für das Thema einer ausreichenden und funktionierenden Beleuchtung sensibilisiert. Hat die Beleuchtung gefehlt oder war sie unzureichend, haben unsere Expert:innen vor Ort über die verschiedenen Möglichkeiten einer Beleuchtung informiert und Tipps zur Anschaffung gegeben.

Die Aktion „FahrRad-Licht“ der Landeshauptstadt fand im Rahmen der „Landesweiten Tage der Sichtbarkeit 2023“ statt.

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news-14189 Tue, 10 Oct 2023 16:19:00 +0200 Poolnudelaktion zwischen Brüssow und Carmzow /startseite/detail/poolnudelaktion  

Am 10. Oktober radelte die VCD Regionalgruppe Uckermark für Überholabstände und Radwege. Mit aufgeschnallten Schwimmnudeln ging es die Landstraße von Brüssow nach Carmzow entlang – immer mit einem Kilometer Abstand zueinander, damit Autos gut überholen können. Durch die Aktion sollte auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von zwei Metern während des Überholens hingewiesen werden. Gleichzeitig machte der VCD klar, dass auf der Strecke acht Kilometer Radweg fehlt. Nach viel Unterstützung mit Fahrradmusik und guter Stimmung will die Gruppe die Aktion im Frühjahr gerne wiederholen.

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news-14169 Tue, 10 Oct 2023 13:16:00 +0200 Das Brandenburger Mobilitätsgesetz retten /startseite/detail/das-brandenburger-mobilitaetsgesetz-retten Helft uns das Brandenburger Mobilitätsgesetz zu retten und macht mit uns deutlich: So, wie das Gesetz jetzt entkernt wurde, ist es nicht mehr tragbar. Damit bleibt die Verkehrswende in Brandenburg weiterhin aus!

Kurz vor der Sommerpause haben wir nach zähen Verhandlungen der Öffentlichkeit ein "Mobilitätsgesetz für Brandenburg" vorgestellt und den Entwurf an das Parlament übergeben, mit der klaren Ansage: Keine weiteren Kompromisse mehr.

Im Laufe des weiteren Gesetzgebungsverfahrens wurde der Entwurf jetzt in entscheidenden Punkten beschnitten: Wir haben die Abkehr vom Prinzip der nachfrageorientierten Planung gefordert, die vor allem im ländlichen Raum zu weiteren Abbestellungen führt und das Prinzip der angebotsorientierten Planung für den Umweltverbund aus Rad- Fuß und öffentlichen Verkehr im Gesetz festgeschrieben. Das wurde herausgestrichen.

Der Gesetzesentwurf wird am 12. Oktober im Verkehrsausschuss des Landtages und danach im Parlament beraten. Die Landtagsabgeordneten haben die Chance, die wichtigen Regelungen, die gestrichen wurden, wieder ins Gesetz aufzunehmen und sogar noch darüber hinaus zu gehen.

Wir müssen jetzt unbedingt gemeinsam den Druck auf die Politik erhöhen und öffentlich sagen: In dieser beschnittenen und entkernten Fassung ist der Gesetzesentwurf für uns nicht mehr tragbar. 

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news-14188 Tue, 26 Sep 2023 23:00:00 +0200 Die Woche der Nachhaltigkeit in Rothenklempenow /startseite/detail/nachhaltigskeitswoche-rothenklempenow Am 26. September veranstaltete die VCD Regionalgruppe Uckermark im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche in Rothenklempenow einen Diskussionsabend zum Thema Mobilität im ländlichen Raum.  Nach einer interessanten und engagierten Diskussion gab es viele neue Ideen und Impulse sowie neue Verbündete für die Mobilitäts AG. Auch der Gedanke, die Mitfahrbank in Brüssow wiederzubeleben kam auf.

Außerdem wurde der ILSE-Bus beworben: ILSE fährt ohne Fahrplan und kann zusätzlich und ganz einfach, via Telefon, Internet oder per Smartphone über unseren QR-Code, gebucht oder vorbestellt werde. Er fährt immer von Montag bis Freitag zwischen 08:00 – 18:00 Uhr (außer an gesetzlichen Feiertagen) sofern nicht innerhalb von 30 Minuten davor oder danach ein Angebot im öffentlichen Nahverkehr besteht. Die Mobilitäts AG rät, besonders mit älteren Leuten darüber ins Gespräch zu kommen und die Scheu vorm Ausprobieren des ILSE-Buses zu nehmen. Erfahrungsgemäß wird wenig für diese tolle Neuerung geworben und der erste Schritt fällt den Nutzern, die bisher keine Berührung mit dem ÖPNV hatten, oft sehr schwer.

Fazit: Abend und Einsatz waren ein voller Erfolg.

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news-14078 Sun, 24 Sep 2023 21:51:00 +0200 Große Kidical Mass in Potsdam am 24.9. /startseite/detail/grosse-kidical-mass-in-potsdam-am-249 Straßen sind für alle da! Das habt ihr großen und kleinen Mitradelnden gezeigt und euch für kinderfreundliche und lebenswertere Städte, für sichere Schulwege und selbständige Mobilität stark gemacht. Denn von kinder- und fahrradfreundlichen Orten profitieren alle Generationen. Start war um 15 Uhr an der Nordseite des Potsdamer Hauptbahnhof. Zwischenstation war am Luisenplatz und auf dem Bassinplatz/ Gutenbergstraße klang der Nachmittag mit Spielen, Keksen und vielen Gesprächen aus. Besonderen Dank an den ADFC für die Orga. Weitere Infos zum Aktionsbündnis KIDICAL MASS / Kinder aufs Rad hier

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news-14112 Sat, 23 Sep 2023 23:05:35 +0200 Umweltfest am 17.9. in Potsdam /startseite/detail/umweltfest-am-179-in-potsdam Wie jedes Jahr war der VCD-Stand wieder sehr gut besucht. Zum einen kamen wir mit den Besuchern über das (4)9€-Ticket und den öffentlichen Nahverkehr ins Gespräch. Besonders gefreut haben wir uns über die große Zahl der Radelnden. Um so größer war auch die Rückmeldung zu den Stellen in Potsdam, wo es beim Radverkehr noch hakt, wo Wege unsicher oder unvollständig sind. Weitere Rückmeldung können auch direkt auf die Hinweiser-Karte online eingetragen werden. Viel Anklang fand auch das Basteln und Erstellen von eigenen Buttons mit verschiedenen Verkehrsmotiven.

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news-14239 Mon, 04 Sep 2023 14:39:00 +0200 Enttäuschender Kabinettbeschluss für das Mobilitätsgesetz /startseite/detail/enttaeuschender-kabinettbeschluss-mobilitaetsgesetz-1 Heute hat das Landeskabinett den Gesetzesentwurf für das Mobilitätsgesetz in den Landtag eingebracht. Anfang Juli hatten die Vertreter:innen der Volksinitiative, das Verkehrsministerium und die Spitzen der Regierungsfraktionen noch einen Kompromiss vorgestellt, der die Weichen für die langersehnte Verkehrswende stellen sollte. Doch im vorliegenden Entwurf sind stattdessen wichtige Punkte mit Haushaltsvorbehalt versehen oder gleich komplett gestrichen worden. Eine Ernüchterung; nicht nur für die vielen Ehrenamtlichen, die sich seit zwei Jahren für das Gesetz einsetzen, sondern auch 28.000 Bürger:innen, die die Volksinitiative mit ihren Unterschriften unterstützt haben. Hier geht es zu unserer ausführlichen Pressemitteilung.

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news-13970 Thu, 31 Aug 2023 12:00:00 +0200 Save the date – Klimastreik am 15. September /startseite/detail/naechster-globaler-klimastreik-am-15-september mit Radsternfahrt von verschiedenen Potsdamer Schulen zum Luisenplatz

Für weitere Infromationen siehe Aktuelles von Fridays for Future

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news-13972 Wed, 30 Aug 2023 13:00:00 +0200 Kommt in unser VCD-Stadtradel-Team /startseite/detail/kommt-in-unser-vcd-stadtradel-team Verstärkt unser Team “VCD Potsdam”, radelt mit und trage euer Kilometer ein. Anmeldung unter

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news-14029 Mon, 28 Aug 2023 09:12:00 +0200 VCD-Ortsgruppe beim Media-Trike-Festival in Babelsberg /startseite/detail/vcd-ortsgruppe-beim-media-trike-festival-in-babelsberg Der etwas abgelegene Veranstaltungsort und die beteiligten Gruppen sorgten dafür, dass wir VCD-lerinnen hier eher mit Insider:innen ins Gespräch kamen, die Sachverstand und Interesse an Alternativen zum individualisierten motorisierten Verkehr mitbrachten. Gerade deshalb war der Austausch auch für uns ein Gewinn. Insgesamt stieß unsere Forderung nach durchgängigen sichereren Radwege auf große Resonanz und macht die Notwendigkeit von einem entsprechenden Gesamtkonzept (Zielnetz) deutlich.

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news-13942 Fri, 25 Aug 2023 11:32:00 +0200 Terminhinweis: Alleenradtour 7. Oktober /startseite/detail/alleenradtour-2023 Nach der Obsternte mit Picknick geht es weiter nach Ketzür. Hier geben wir das gesammelte Obst ab, damit es am nächsten Tag pflückfrisch zu Saft verarbeitet werden kann. Eine kleine Saftverkostung mit unserem Alleen-Apfelsaft 2022 darf da natürlich nicht fehlen. Danach geht es den idyllischen Storchenradweg westlich des Beetzsees entlang zurück nach Brandenburg an der Havel, wo die VCD-Ortsgruppe noch eine kurze Exkursion zu aktuellen Verkehrsprojekten und zu ihren  Radreparatur-Stationen anbietet.
Also auf die Sättel und los geht's.

Tourenablauf und -planung

Wir planen mit 15 km/h als Grundgeschwindigkeit. Die gemeinsam geradelte Strecke umfasst insgesamt etwa 32 km. Es gibt kaum größere Steigungen und wir fahren überwiegend gute Radwege. Kinder und Jugendliche sind auf der Radtour herzlich willkommen!
 Je nach Kondition bitte an Kindersitze, Anhänger oder Follow-me (Tandemkupplung) denken.

Um 10:10 Uhr treffen wir uns am Bahnhof Brandenburg/Havel (Bahnhofsvorplatz). Hier starten wir gemeinsam mit dem Rad. Entsprechend ist die Anfahrt mit den Zügen aus Richtung Potsdam/Berlin, Rathenow und Magdeburg problemlos möglich. Der erste Routen-Abschnitt führt uns durch Brandenburg/Havel auf Teilen des Storchenradwegs nach Mötzow. Der Tourabschnitt ist ca. 10 km lang. Wir planen eine 10 Minuten Pause ein.

Gegen 11:20 Uhr erreichen wir unser erstes Tagesziel – die Obstallee bei Mötzow. Hier pflücken wir Obst und machen Pause. 

Um 13:20 Uhr geht es weiter zur Mosterei Ketzür, wo wir das gesammelte Obst lagern und eine kleine Saftverkostung mit unserem letztjährigen Saft durchführen. Der Tourabschnitt ist ca. 5 km lang.

Nach einer kurzen Pause vor Ort geht es westlich des Beetzsees auf den Storchenradweg in schöner Landschaft wieder zurück nach Brandenburg/Havel. Der Tourabschnitt ist ca. 17 km lang und wir planen 20 Minuten Pause ein. In Brandenburg an der Havel bietet die VCD-Kreisgruppe für Interessierte noch eine kurze Exkursion zu aktuellen Verkehrsprojekten und zu ihren Radreparatur-Stationen an. Wer mag, kann anschließend noch etwas Essen und Trinken gehen. Wir würden einen Tisch reservieren.

Hier geht es zum groben Tourenverlauf als Bild und hier geht es zum Höhenprofil.

Verpflegung und Sonstiges

Bitte genügend Essen und Trinken für den Tag einpacken sowie wetterangepasste Kleidung. Beim Gutshaus Mötzow stehen möglicherweise Toiletten zur Verfügung. Bitte ggf. Transportkapazitäten für den Eigenbedarf an Obst bedenken.
 Für die Ernteaktion können gerne eigene Warnwesten und Handschuhe mitgebracht werden. Falls Vorhanden, bitte Pflückhilfen mitbringen. Diese können auch in den Lastenrädern transportiert werden. Für die Saftverkostung  in Ketzür bitte eigene Becher mitbringen.

Die Teilnahme an der Tour ist kostenlos.

Damit wir alles gut organisieren können, bitten wir bis zum 3. Oktober um Voranmeldung.

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