Kreisgruppe Brandenburg / Havel
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Kinder-Fahrrad-Demo Kidical Mass - Start am 2.10.2021 um 15:00 auf dem Altstädtischen Markt

Angstfreies und entspanntes Radeln für jung und alt - die bunte Kinder-Fahrrad-Demo Kidical Mass wirbt für eine kinderfreundliche und lebenswerte Stadt.


Mit einer großen Runde durch die Stadt wollen wir einerseits ein deutliches Zeichen für eine kinderfreundliche Verkehrspolitik setzen, und andererseits vielen Kindern die Freude bereiten, einmal in Ruhe und sorgenfrei in der Stadt unterwegs sein zu können. Unter dem Motto "Platz da für die nächste Generation" vertritt ein bundesweites Aktionsbündnis die Vision, dass sich alle Kinder und Jugendliche sicher und selbständig mit dem Fahrrad bewegen können.

Während das bundesweite Aktionsbündnis schon am 18./19.9. in über 130 Orten unterwegs ist, fahren wir zwei Wochen später am 2.10. durch die Stadt, um die Demo mit dem geplanten Bürgerfest auf dem Altstädtischen Markt zu verbinden.

Die Kundgebung beginnt um 15:00 auf dem Altstädtischen Markt, die circa einstündige Route startet 15:15 von dort, ist auch für die Kleinsten geeignet und wird durch die Polizei begleitet. Die Route endet wieder auf dem Altstädtischen Markt. Alle sind willkommen, auch Erwachsene ohne Kinder.

Mit der Demo wollen wir unter anderem auf die folgenden Probleme für die großen und kleinen Radfahrer*innen in Brandenburg hinweisen:

  • Gefährdung der Kinder auf dem Weg zur Schule oder zum Hort, teilweise auch durch Elternfahrdienste für andere Kinder (überhöhte Geschwindigkeit vor Schulen, Behinderung durch Parken in der 2. Reihe)
  • All unsere Straßen sind mit immer größeren und höheren Autos zugeparkt, die die Sicht von der Fahrbahn auf die Geh- und Radwege blockieren und ebenso Kindern und Jugendlichen die Sicht auf die Fahrbahn nehmen
  • Sturzgefahr durch Straßenbahnschienen, in die man mit den Rädern geraten kann (Abhilfe würde hier die Veloschiene schaffen, welche vorerst leider keine Umsetzung erfährt)
  • Auch holprige Radwege und grobes Kopfsteinpflaster führen zu Sturzgefahr. Auf längst beschlossene Sanierungen (wie z.B. Nordseite Grillendamm) müssen wir jahrelang warten, auch bei der Entschärfung von Unfallschwerpunkten in der historischen Innenstadt geht es nicht oder nur im Schneckentempo voran
  • gefährdende Radverkehrs-Infrastruktur, wie z.B. die Radfahrstreifen in der Bauhofstraße auf dem Abschnitt vom Zentrumsring bis zur Kreuzung am Trauerberg (Gefahr durch aussteigende Autofahrer*innen auf der einen Seite und zu schnell fahrende Autofahrer*innen auf der anderen Seite)
  • zu dichtes Überholen von Radfahrer*innen - der vorgeschriebene Überholabstand von 1,5m seitlich wird von den wenigsten Autofahrer*innen eingehalten
  • Gefährdung von Radfahrerenden und zu Fuß Gehenden an Kreuzungen durch rechtsabbiegende Autofahrer*innen
  • fehlende Informationen zu veränderten Beschilderungen von Radwegen (St.-Annen-Straße, Neuendorfer Str., Friedrich-Engels-Str., Wilhelmsdorfer Str.) für alle Verkehrsteilnehmer*innen und daraus resultierende Irritationen

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