Kreisgruppe Cottbus/ProTramCottbus
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Cottbus: Tramlinie 1 im 10-Minuten-Takt?

Am 24.06.2009 beschloss die Stadtverordnetenversammlung das Konzept der "Drei starken Linien". Danach sollten die Äste nach Jessener Straße und nach Schmellwitz-Anger stillgelegt werden. Doch z.Zt. werden sie noch immer betrieben und die Linie nach Jessener Str. soll sogar verlängert werden.

Doch was wird mit der schlecht genutzten Strecke nach Schmellwitz-Anger?

Mögliche Gründe für die miese Auslastung dieser Linie:

1. Keine Tram 
Seit Jahren wird die Linie nur verkürzt mit Bussen zwischen Stadthalle und Schmellwitz-Anger bedient, weil bei Cottbusverkehr die erforderlichen Fahrzeuge fehlen.
2. 20-Minuten-Takt
Vermutlich hat Cottbusverkehr sich wegen schlechter Auslastung der Linie für den genannten Takt entschlossen. Die Umstiegszeiten von anderen Linien sind demzufolge unregelmäßig und die Wartezeiten lang.
3. Besteht seitens der Anwohrner tatsächlich kein ausreichender Bedarf?
Oder handelt es sich hier wieder um das berühmte Henne-Ei-Problem:
“Schlechter Takt + ungenügende Umstiegsbedingungen = Schlechte Nutzung”? 

 

Unser Vorschlag aus 2012

Vorschlag 2025: Nutzung eines kleinen E-Busses anstelle der Zwei-Richtungs-Tram

Zunächst

  • Ein Kleinbus ist deutlich wendiger als ein Normalbus oder gar eine Tram und ermöglicht dadurch das Wenden auf der Straße.
  • Die Abfahrtszeiten der Tram stadtein- und -auswärts liegen an dieser HST nur  eine Minute   auseinander.
     

Stadteinwärts:
Nach der Einfahrt des Busses in die HST hinter der Tram 4 steigen die Fahrgäste aus dem Bus in die Tram um. Der Bus wendet auf der Straße und wartet auf die stadtauswärts fahrende Tram 4.
Stadtauswärts:
Nach Einfahrt der Tram 4 steigen die Fahrgäste nach Schmellwitz-Anger um in den Bus.

Vorteile:

  • Für die Fahrgäste könnte so in der HVZ ein 10-Minuten-Takt auf der Linie 1 realisiert  werden.
  • Für Cottbusverkehr verringern sich die Betriebskosten.

Nachteile:
Für die Fahrgäste ist in vielen Fällen ein zusätzlicher Umstieg erforderlich, allerdings mit Umstiegsgarantie stadtein- und -auswärts.

Zusätzliches Problem:
An der End-HST Schm.-Anger hat der Busfahrer gegenwärtig 2 Minuten Zeit, um persönliche Bedürfnisse zu befriedigen.
Diese Zeit würde sich bei Nutzung unseres Vorschlags auf Null verkürzen. Das Problem ist jedoch dadurch lösbar, dass dem Bus an der Nordringkreuzung Vorrang eíngeräumt wird. 
Die Freigabe für Linie 4 und Linie 1 am Nordring kann dabei synchron erfolgen.

 

Eine ausreichende Auslasung bei der Nutzung dieser Variante würde gute Argumente liefern, die Linie 1 im aktuell geplanten Umfang wieder fahren zu lassen mit der Übergabe der neuen tschechischen Bahnen. 

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