Kreisgruppe Brandenburg / Havel
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Trixi-Spiegel jetzt auch in Brandenburg

Die Trixi-Spiegel werden das Fahrradfahren in der Stadt sicherer machen – dies funktioniert allerdings nur dann, wenn Auto-, Bus-, LKW- und auch Radfahrer*innen an Kreuzungen weiterhin sehr aufmerksam sind.

 

An insgesamt 13 Stellen im Stadtgebiet sollen sog. Trixi-Spiegel montiert werden, die meisten davon hängen erfreulicherweise schon. Mitfinanziert wurden die Spiegel, die rund 100 Euro pro Stück kosten, von der Baufirma BriCon Hoch- und Tiefbau und dem Autohaus Schulz.

Die kleinen Spiegel mit dem Aufkleber „Vorsicht! Toter Winkel!“ sind nach Beatrix Willburger benannt, die als 13-jähriges Mädchen einen schweren Fahrradunfall hatte. Sie wurde von einem abbiegenden Betonmischer überrollt und überlebte zwar den Unfall, allerdings schwer verletzt. Ihr Vater, Ulrich Willburger, entwickelte einen gewölbten Spiegel, der an Kreuzungen montiert wird und den toten Winkel einsehbar macht. Wenn Auto-, Bus- und LKW-Fahrer*innen an Kreuzungen stehen oder nach rechts abbiegen, sehen sie in diesem Spiegel Radler*innen rechts neben sich. Auch andere Verkehrsteilnehmer*innen, wie z. B. kleine Kinder oder Menschen im Rollstuhl rücken dadurch ins Sichtfeld.

Trixi-Spiegel hängen mittlerweile in vielen Städten in Deutschland, so z. B. in Freiburg, München oder Aachen. Sie sind zweifellos eine gute Erfindung, die hoffentlich viele Abbiegeunfälle verhindern wird. Allerdings können sie nur dann Unfälle verhindern, wenn die Fahrer*innen von Autos, LKW und Bussen diese Spiegel tatsächlich auch nutzen. Das Problem, dass die Fahrer*innen in Kreuzungsbereichen häufig zu schnell unterwegs sind, wird dadurch nicht gelöst. Ebenso wenig verringert sich die Gefahr durch Fahrer*innen, die durch das Handy abgelenkt sind.

Am wirkungsvollsten werden Unfälle durch eine Gestaltung des Verkehrsraums verhütet, die an Kreuzungen eine Trennung nach Zeit und Raum gewährleistet, also durch Ampelschaltungen, die Rechtsabbiegern und geradeaus fahrenden Radfahrern nicht gleichzeit “grün” geben sowie durch baulich getrennte Radwege. Da letzteres nicht überall möglich ist, sind also weiterhin Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme von allen Beteiligten entscheidend.

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