VCD Brandenburg Nachrichten http://brandenburg.vcd.org de_DE VCD Brandeburg Sat, 23 Oct 2021 12:10:13 +0200 Sat, 23 Oct 2021 12:10:13 +0200 TYPO3 EXT:news news-9477 Tue, 28 Sep 2021 14:39:29 +0200 Vitaregiotag https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/vitaregiotag/  

Mehr Informationen gibt es unter:

https://klimawerkstatt.oekospeicher.de/home/klimafreundliche-mobilitaet/

]]>
news-9436 Wed, 22 Sep 2021 12:41:32 +0200 Globaler Klimastreik am 24. September https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/globaler-klimastreik-am-24-september/ news-9419 Sat, 18 Sep 2021 18:00:00 +0200 Kidical Mass in Potsdam https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/kidical-mass-in-potsdam/  

Eine Woche vor der Bundestagswahl fordern wir ein inklusives und kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht und mehr Platz auf den Straßen für die nächste Generation.

Los ging es um 11:00 Uhr am Brandenburger Tor in Potsdam, anderthalb Stunden später wurde die Kinder-Fahrraddemo in der Geschwister-Scholl-Straße erwartet. Dort hat die Initiative Potsdam autofrei gemeinsam mit ADFC und dem VCD zu einem „Reallabor“ zu sicheren Radwegen eingeladen.

]]>
news-9422 Fri, 17 Sep 2021 18:00:00 +0200 Parking Day in Potsdam https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/parking-day-in-potsdam/  

Zwischen 14 und 18 Uhr haben wir zusammen mit der Grünen Jugend, der BUND Jugend, Extinction Rebellion Potsdam, den Jusos Potsdam und Fridays for Future Potsdam Parkplätze in der Friedrich-Ebert-Straße besetzt und umgestaltet.

Damit wollen wir Politik und Gesellschaft darauf aufmerksam machen, dass der von Parkplätzen eingenommene Raum viel sinnvoller genutzt werden kann.

Darüber hinaus fordern wir mit dem Parking Day ein Umdenken von der Politik, weg von klimaschädlichen Verbrennungsmotoren, hin zu autofreien Innenstädten, einer Stärkung des ÖPNVs und einer sozial gerechten Stadtplanung.

]]>
news-9396 Fri, 17 Sep 2021 01:08:29 +0200 Erlebniswochenende Altstädtischer Markt - Altstadt für ALLE am 2./3.10.2021 https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/erlebniswochenende-altstaedtischer-markt-altstadt-fuer-alle-am-23102021/

 Am Wochenende vom 02.10.2021 - ab 12:00 Uhr - bis zum 03.10.2021 - 18:00 Uhr - wird der Altstädtische Markt zur begrünten Fußgängerzone (ÖPNV frei), u.a. mit Gastronomie, Straßenmusik, Street Performance, Spielmöglichkeiten für Klein und Groß. Wir laden zum Mitmachen bei der Gestaltung von öffentlichen Räumen ein.

In der angrenzenden Plauer Straße 11 (ehemalige Räumlichkeiten der Mittelbrandenburgischen Sparkasse - MBS) stellen an beiden Tagen jeweils von 10:00 - 18:00 Uhr kreative Gewerbetreibende und Kulturschaffende aus Brandenburg in einem Popup- Kulturkaufhaus ihre Arbeiten und Erzeugnisse (mit Verkauf) aus.

Die Veranstaltung wird entsprechend der zu der Zeit geltenden Verordnung über den Umgang mit dem SARS-CoV-2-Virus und COVID-19 durchgeführt.

Unsere Veranstaltung verfolgt keinen kommerziellen Zweck. Zur Finanzierung sind wir auf Spenden angewiesen. Wir würden uns auch über Ihre Spende sehr freuen, entweder über das Generosity Netzwerk (https://www.paypal.com/pools/c/8DjQ6K0V5A) oder direkt an den VCD Landesverband Brandenburg e.V. (https://brandenburg.vcd.org/mitgliedschaft-spenden/spenden/) mit Vermerk “KG Brandenburg a.d.H”.

Begrünter Platz

Der Altstädtische Markt wird begrünt mit mehr als 40 Pflanzen unterschiedlicher Art und Größe.

Außengastronomie

Angeboten vom

  • Inspektorenhaus
  • Restaurant Humboldthain

(Straßen)Musik

Tagsüber Straßenmusik verschiedener Art und am Samstagabend Sebastian Block mit Band im Garten des ehemaligen Ratskellers.

Street Performance

Akrobatik, Zauberer, Aktions-Schauspiel, Urban Sketching

Spielobjekte

für Klein und Groß, die auch dauerhaft auf dem Altstädtischen Markt bleiben könnten.

Kunst im öffentlichen Raum

mit Skulpturen (geplant), Graffiti, Bilder-Promenade und einer abendlichen Lichtillumination von Gebäuden rund um den Altstädtischen Markt.

Popup-Kulturkaufhaus

Gemeinsame Verkaufsausstellung von Arbeiten kreativer Brandenburger Gewerbetreibender und Kunstschaffenden in den ehemaligen Räumlichkeiten der Filiale der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) in der Plauer Straße 11 (Stand 15.09.: 14 Ausstellende).

Ziel: Erproben eines neuen Formates  zur Reduzierung von gewerblichem Leerstand und Belebung der Altstadt. 

Beteiligung

Information zu den Gutachtervorschlägen zur Verkehrsberuhigung,  zu den Beschlüssen der SVV, den von der Stadtverwaltung geplanten baulichen Maßnahmen in der Altstadt sowie zum Radfahren (vom Lastenrad über Bike-Sharing bis Radreparaturstation).

Mitmachen bei der Gestaltung von öffentlichen Räumen –  Einbringen eigener Ideen anhand von Stadtmodellen und Stadtplänen in XXL-Format.

Unterstützende

u.a.

Wir = Organisation

Kidical Mass

Am Samstag, den 02.10.2021, um 15 Uhr, startet auf dem Altstädtischen Markt eine Fahrrad-Demo zur „Kidical Mass“ die durch die Stadt Brandenburg an der Havel führt. Auch das Ziel der rund 10 km langen Tour endet auf dem Altstädtischen Markt. Bei der letzten Demo-Fahrt haben rd. 130 Personen teilgenommen. 

]]>
news-9435 Fri, 17 Sep 2021 00:57:00 +0200 Demo #AlleFürsKlima am 24.9. um 15 Uhr https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/demo-allefuersklima-am-249-um-15-uhr/

Unter dem Motto #AllefürsKlima werden zwei Tage vor der Bundestagswahl tausende Menschen auf die Straße gehen und für eine klimagerechte Politik protestieren, die die 1,5°C-Grenze des Pariser Klimaabkommens einhält. 

“Mit der breiten Gesellschaft, mit Schulfreunden, Omas und Opas, Kolleginnen, Eltern und vielen mehr werden wir am 24.9, zwei Tage vor der Wahl, überall streiken. Wir streiken, weil wir gerechte Klimapolitik für Alle verlangen, die jetzt handelt und nicht die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen aufs Spiel setzt.” sagt Moritz Mosch.

"Bei dieser Wahl tragen die Menschen, die keine Stimme auf dem Wahlzettel haben, die desaströsen Konsequenzen der Politik der Bundesregierung. Die nächste Koalition ist die letzte, die die Klimakrise noch eindämmen kann. Wir fordern alle auf, mit uns gemeinsam diese Stimmen laut zu machen!" ergänzt Gwendolyn Rautenberg.  "Keine Partei hat einen 1,5°C-Plan im Wahlprogramm vorgelegt. Wir müssen zeigen, dass wir die nächste Regierung nicht damit durchkommen lassen, globale und regionale Ungerechtigkeiten weiter anzufeuern. Dazu sind grundlegende strukturelle Veränderungen in progressiven Koalitionen notwendig. Die letzten Jahre haben gezeigt: Ohne uns Alle auf den Straßen wird sich nichts ändern!"

Die Aktivist:innen fordern, Probleme bei der Wurzel zu packen und nicht auf klimapolitische Leuchtturmprojekte zu setzen. Aktuelle wissenschaftliche Berichte zeigen, dass die Klimakrise weiterhin angeheizt wird. Im Jahr 2021 ist ein historischer Emissionsanstieg zu erwarten. 

Wann, wenn nicht jetzt lohnt es sich, alles stehen und liegen zu lassen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren?

]]>
news-9388 Wed, 15 Sep 2021 22:21:07 +0200 Virtueller Verkehrswende-Stammtisch am Dienstag, den 21.9. 19 Uhr https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/virtueller-verkehrswende-stammtisch-am-dienstag-den-219-19-uhr/

Aufgrund der stark gestiegenen Corona-Inzidenz findet unser monatlicher Verkehrswende-Stammtisch wieder virtuell statt. Wir treffen uns am Dienstag, den 21. September 2021 ab 19 Uhr auf Jitsi. Jitsi ist eine Open-Source-Videokonferenzsoftware, die direkt über den Browser genutzt werden kann und keine Installation benötigt, für die Teilnahme einfach folgende Adresse in die Adresszeile des Browsers eingeben:

meet.ffbrb.de/Verkehrswendestammtisch

Wir freuen uns auf lebhafte Diskussionen zu Verkehrsthemen in und um die Stadt Brandenburg.

]]>
news-9367 Sun, 12 Sep 2021 00:00:47 +0200 „Bus- und Bahnangebot in OHV schlechter als im Bundesschnitt“ https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/bus-und-bahnangebot-in-ohv-schlechter-als-im-bundesschnitt-1/ „Für einen direkt an die Bundeshauptstadt angrenzenden Landkreis ist es kein Ruhmesblatt, in Oberhavel ein Bus- und Bahnangebot zu haben, das schlechter als im Bundesdurchschnitt ist“, sagte der Sprecher der VCD-Kreisgruppe, Dirk Flege, am Sonntag in Glienicke. Obwohl Oberhavel von den acht Umlandlandkreisen Berlins die zweithöchste Einwohnerdichte habe, liege es in dieser Gruppe lediglich auf Platz 4 hinter den Landkreisen Havelland (90,4 Prozent), Barnim (90 Prozent) und Potsdam-Mittelmark (87 Prozent).

Die Auswertung stammt von dem gemeinnützigen Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene mit Sitz in Berlin, das Statistiken des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mit einem Datenstand aus dem Jahr 2020 herangezogen hat. Laut BBSR gilt die Erreichbarkeit von Bus- und Bahnhaltestellen als „ausreichend“, wenn der Wohnort maximal 600 Meter von der Bushaltestelle bzw. 1.200 Meter von der Bahnstation entfernt ist und werktags mindestens 20 Fahrtmöglichkeiten pro Tag angeboten werden.

Flege forderte vom Kreistag und vom Landratsamt „eine Nahverkehrsoffensive, um den Abstand zum Bundesdurchschnittswert wenigstens zu verringern“. Während der Wert für Oberhavel sich im Vergleich zur 2018er-Erhebung lediglich um 0,7 Prozentpunkte verbessert habe, ist der bundesweite Erreichbarkeitswert im selben Zeitraum um 1,7 Prozentpunkte nach oben geklettert.

„Der zur Zeit in der Überarbeitung befindliche ‚Nahverkehrsplan 2022 bis 2026‘ muss Bus und Bahn endlich näher an die Menschen bringen. Der vorliegende Entwurf enthält noch viel zu wenig konkrete Verbesserungen im Linienbusnetz. Nur Prüfaufträge reichen nicht. Die Menschen im Landkreis brauchen ein dichteres Netz und häufiger verkehrende Busse, denn sie möchten auch ohne Auto mobil sein. 120-Minutentakte oder noch seltenere Busangebote müssen endlich der Vergangenheit angehören. Der Landkreis hat viel Geld auf der hohen Kante, das er von den Gemeinden eingesammelt hat. Geld für einen guten Busverkehr ist also ausreichend da“, sagte die stellvertretende Sprecherin der VCD-Kreisgruppe Oberhavel, Petra Röthke-Habeck.

Eine interaktive Deutschlandkarte mit der Erreichbarkeit von Bus und Bahn in allen Landkreisen und kreisfreien Städten gibt es hier.

 

Pressekontakt
Dirk Flege, Sprecher der VCD Kreisgruppe Oberhavel • dirk.flege@vcd-brandenburg.de • Tel.: 0172/312 59 74

 

]]>
news-9302 Tue, 07 Sep 2021 09:41:52 +0200 Wahlforum https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/wahlforum/ news-9261 Wed, 01 Sep 2021 12:30:00 +0200 Wir begrüßen die Tour de Verkehrswende https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/wir-begruessen-die-tour-de-verkehrswende/ Fast alle Parteien reden vom Klimaschutz, sind für die Verkehrswende und für mehr Artenschutz. Trotzdem sinken die CO2-Emissionen viel zu langsam, das Auto dominiert immer noch unsere Mobilität und täglich sterben Arten aus, deren Potential für immer verloren geht. Bei allen drei Themen zeichnet sich ab, dass unsere Gesellschaft auf einen Kipp-Punkt zusteuert, der nicht oder nur mit sehr großem Aufwand aufzuhalten ist.

Mit der Tour de Verkehrswende bringen Verkehrs- und Klimaaktivist:innen ihre Forderungen nach einem schnellen Umsteuern zum Ausdruck. Die Tour ist Teil der bundesweiten Protestaktion „Ohne Kerosin nach Berlin“ bei der sich Hunderte von Radfahrer:innen überall aus Deutschland auf den Weg nach Berlin machen. Wir laden Sie ein die Tour de Verkehrswende auf ihrem letzten Halt vor Berlin zu begrüßen und mit den Kandidierenden für die Bundestagswahl über die Zukunftsthemen „Verkehrswende, Klima- und Artenschutz“ zu diskutieren.

Programm

Ca. 17:15 Uhr
lautstarke Begrüßung der Radler:innen an der Breiten Straße zwischen Zeppelinstraße und Naturkundemuseum

Ca. 17:45 Uhr
Begrüßung am Haus der Natur und Bericht der Radler:innen

18:30 Uhr 
Podiumsdiskussion Teil 1: Verkehrswende und Klimaschutz
Moderation: Fritz Viertel, Landesvorsitzender des ökologischen Verkehrsclubs VCD

19:45 Uhr
Podiumsdiskussion Teil 2: Artenschutz und Klimakrise
Moderation: Christiane Schröder, Geschäftsführerin des NABU Brandenburg
An der Podiumsdiskussion nehmen teil:

  • Anna Emmendörffer, Bündnis 90/die Grünen, Listenplatz 3 der Landesliste,
  • Mathias Papendieck, SPD Direktkandidat für den Wahlkreis 63
  • Christian Görke,  Direktkandidat für den Wahlkreis 4 für den Teil Verkehrswende
    Carsten Preuß, Direktkandidat für den Wahlkreis 25 für den Teil Artenschutz
  • Madeleine Floiger, FDP, stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes Potsdam.

21:00 Uhr
open-air-Kino in Kooperation mit FÖN e.V. Wir zeigen den Film „Why we cycle“

ENDE gegen 22:30 Uhr

Wir bitten während der Veranstaltung eine Maske zu tragen und auf ausreichend Abstand zu achten. Getränke und kleine Snacks können gegen Spende erworben werden.

]]>
news-9240 Sat, 21 Aug 2021 09:58:42 +0200 „Bike gegen Bratwurst“ - Spendenaktion für einen Fahrradverleih in Brandenburg https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/bike-gegen-bratwurst-spendenaktion-fuer-einen-fahrradverleih-in-brandenburg/ Die Aktion ist eine Kooperation von VCD, dem AStA der THB, der Bike Box Branne, B90/Grüne, der Offenen Werkstatt der THB und der „Havel Valley“-Community.

Für den Aufbau eines smarten Fahrradverleihs in der Stadt werden Räder gesucht - wer noch ein altes Fahrrad irgendwo rumliegen hat und es nicht mehr nutzt, kann dieses der Initiative spenden. Der Drahtesel kann kleinere Schäden aufweisen, sollte aber nicht komplett Schrott sein. Für die Rad-Spende gibt es eine Bratwurst, auch in veganer Variante möglich. Das Fahrrad wird von den Ehrenamtlichen repariert, soweit notwendig, und in den Pool der Sharing-Initiative aufgenommen.

Mehr Details gibt es in diesem Meetingpoint-Artikel.

]]>
news-9206 Fri, 13 Aug 2021 10:40:36 +0200 Neue Fahrrad-Reparatur-Stationen! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/neue-fahrrad-reparatur-stationen/

Ab sofort können hier Reparaturen selbst durchgeführt werden oder (mittels der integrierten Luftpumpe) die Reifen von Fahrrädern, Rollstühlen oder Kinderwägen aufgepumpt werden. Im Rahmen der Feierstunde wurden Passanten auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht, und so konnten gleich mehrere Räder und ein Kinderwagen ihre Fahrt mit nun ordentlich Luft im Reifen fortsetzen.

Mit ihrem zentralen Standort dient die Station Brandenburgern und Touristen gleichermaßen. Das Salzhof-Ufer war einer der Favouriten in einer Umfrage, zu der wir Ende 2020 aufgerufen hatten.

Demnächst werden die nächsten beiden Fahrrad-Reparatur-Stationen aufgestellt, und zwar am Hauptbahnhof und auf dem Nikolaiplatz. Weitere Stationen sind in Planung. Die Station am Nikolaiplatz wird am Samstag, den 21. August um 15:30 feierlich eröffnet. Die interessierte Öffentlichkeit ist dazu herzlich eingeladen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den vielen Unterstützern des Projekts, also allen Organisatoren, Paten und Partnern, insbesondere der BikeBox am HdO, der Initiative Altstadtleben Brandenburg Havel 2028, dem Sorat-Hotel und der MHB Fachschaft/MedSI e.V. En herzlicher Dank geht an die Stadt Brandenburg für die Unterstützung, insbesondere durch den städtischen Bauhof.

Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) des Landes Brandenburg und die Aktion Nachhaltige Entwicklung – Lokale Agenda 21/agrathaer GmbH.

 

]]>
news-9177 Sun, 08 Aug 2021 10:22:19 +0200 Sommertour von Landtagsabgeordneten in Brandenburg https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/sommertour-von-landtagsabgeordneten-in-brandenburg/ Bei einem Spaziergang vom Bahnhof Guben zur Eisenbahnbrücke nach Polen informierte Dieter Schuster von der VCD-Kreisgruppe Cottbus über die strukturelle Bedeutung einer Verbindung von Leipzig über Cottbus und Guben nach Poznan in Polen. Im Gespräch mit den Abgeordneten aus den Landtagen, den Bürgermeistern von Guben und Gubin, Fred Mahrow und Bartlomiej Bartczak, sowie von der Euroregion Spree-Neiße-Bober Carsten Jacob wies Schuster auf die einmalige Chance zur Elektrifizierung dieser Strecke und die positiven Effekte für die Region hin.

 

]]>
news-9169 Thu, 05 Aug 2021 23:10:50 +0200 VCD-Kreisgruppe nimmt Stellung zur Vorplanung des Knotenpunktes B1/B102 (Brücke am Altstädtischen Bahnhof) https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-kreisgruppe-nimmt-stellung-zur-vorplanung-des-knotenpunktes-b1b102-bruecke-am-altstaedtischen-ba/

Wir freuen uns, dass wir zu diesem für die Stadt enorm wichtigen Projekt Stellung nehmen und unsere Expertise einbringen dürfen.

Jedoch haben die Stadt Brandenburg und der Landesbetrieb Straßenwesen uns und andere Beteiligte (wie der ADFC, die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel, Naturschutzverbände, ...) dazu aufgefordert, unsere Stellungnahmen bis Ende Juli an den Landesbetrieb Straßenwesen zu schicken. Für eine solch komplexe Planung ist eine Rückmeldungsfrist von unter 28 Tagen, noch dazu während der Schulferien, absolut unangemessen.

Der Landesbetrieb Straßenwesen und die Stadt Brandenburg erfüllen außerdem nicht die Zusagen, die sie im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr der SVV Brandenburg am 14.04.2021 gegeben haben. Eine mit allen Beteiligten abgestimmte Position der Stadt gegenüber dem Landesbetrieb Straßenwesen, wie sie uns noch im April versprochen wurde, scheint nicht mehr vorgesehen, ebensowenig eine Einbeziehung der Stadtverordneten.

Für uns entsteht der Eindruck, dass die Planung des Landesbetriebs Straßenwesen reibungslos durchgedrückt werden soll, und dabei die Expertise der Menschen vor Ort übergangen wird. Wesentliche Änderungen an den Plänen sind jedoch nur in der Vorplanung möglich, danach werden die Unterlagen zur Ausschreibung der Bauarbeiten vorbereitet, und jede Änderung nach diesem Schritt würde extrem teuer und somit praktisch unmöglich.

Wir halten tatsächlich grundlegende Aspekte der Vorplanung für diesen Verkehrsknoten für verfehlt. Die Verlegung der "Europakurve" von westlich nach östlich der B1/B102 hat kaum Vorteile, aber schwerwiegende Nachteile. Außerdem sind aus unserer Sicht die vielfältigen Verkehrsströme von Fußgängern und Radfahrenden nur unzureichend berücksichtigt - im Radverkehr verlaufen z.B. die Hauptradrouten II und III aus dem Radverkehrskonzept der Stadt über den Knotenpunkt, wie in unseren interaktiven Karten klar ersichtlich. Es werden hier jedoch Radwege geplant, die einer Hauptradroute nicht angemessen sind.

Da die Vorplanung nicht öffentlich ist, können wir unsere Stellungnahme im Moment hier nicht zur Verfügung stellen, werden aber demnächst genauer darüber informieren.

[Update 2021-09-19] Da die Plaung mittlerweile öffentlich ist, machen wir auch unsere Stellungnahme hier öffentlich.

]]>
news-9167 Wed, 04 Aug 2021 21:28:41 +0200 Hybrider Verkehrswende-Stammtisch am Mittwoch den 11.. August, 19 Uhr https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/hybrider-verkehrswende-stammtisch-am-mittwoch-den-11-august-19-uhr/

Aufgrund der niedrigen Corona-Inzidenzen kann unser monatlicher Verkehrswende-Stammtisch wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden, parallel ist auch eine Teilnahme per Videokonferenz weiterhin möglich.

  • Wer physisch kommen kann und möchte, ist eingeladen in den Kleingarten gegenüber der Ferdinand-Lasalle-Str. 9. Dort können wir im Freien sitzen, aber überdacht, so dass uns auch ein paar Regentropfen nicht stören. Wir werden das VCD-Banner aufhängen, so dass der Garten einfach zu finden sein wird. Herzlichen Dank an unsere Gastgeber! (Testet euch am besten vorher, und Maske nicht vergessen für einen eventuellen Toilettenbesuch.)
  • Wer virtuell teilnehmen möchte, kann das weiterhin per Jitsi tun. Jitsi ist eine Open-Source-Videokonferenzsoftware, die direkt über den Browser genutzt werden kann und keine Installation benötigt, für die Teilnahme einfach folgende Adresse in die Adresszeile des Browsers eingeben: https://meet.ffbrb.de/Verkehrswende-Stammtisch-BRB

Wir freuen uns auf lebhafte Diskussionen zu Verkehrsthemen in und um die Stadt Brandenburg.

]]>
news-9225 Thu, 15 Jul 2021 16:07:00 +0200 Wie geht es weiter mit der S-Bahn Berlin? https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/wie-geht-es-weiter-mit-der-s-bahn-berlin/ Von Beginn an war die S-Bahn in einer Hand, auch in der schweren S-Bahn-Krise vor rund zehn Jahren, doch große Teile des S-Bahnbetriebs sind seit Monaten ausgeschrieben. So wird die S-Bahn dreigeteilt und es ergibt sich die Möglichkeit, dass auf dem Schienennetz mehrere (private, konkurrierende) Betreiber fahren. Die gravierenden Konsequenzen für Fahrgäste, Beschäftigte und den Berliner Haushalt werden in der taz-Beilage des Bündnisses “Eine S-Bahn für alle” ausgeleuchtet – sie ist hier zu finden und beim VCD Landesverband Brandenburg (info@vcd-brandenburg.de) auch in Papierform erhältlich,

]]>
news-9023 Fri, 09 Jul 2021 11:00:22 +0200 Parkplätze am Bahnhof https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/parkplaetze-am-bahnhof/ news-8961 Tue, 29 Jun 2021 12:41:29 +0200 Save the date: Tour de Verkehrswende am 31.08. und 01.09. in Brandenburg https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/save-the-date-tour-de-verkehrswende-am-3108-und-0109-in-brandenburg/ Als Teil der bundesweiten Aktion von Ohne Kerosin nach Berlin wollen die Radfahrer:innen ihren Verkehrswende-Forderungen Gehör verschaffen:

  1. Vorrang des Umweltverbundes: Grundlegende Flächenumverteilung mit Ausbau des ÖPNV und des bundesweiten Fuß- und Radverkehrsnetzes
  2. Klare, konsequente und sofortige Maßnahmen zur deutlichen Reduktion des motorisierten Individualverkehrs (MIV). Ziel: Halbierung der Kfz bis 2030. 
  3. Sofortiger und konsequenter Abbau der finanziellen und gesetzlichen Privilegien für den MIV
  4. Moratorium für den Bundesverkehrswegeplan

Sie fahren vom 22. August bis zum 02. September von Essen nach Berlin und werden jeweils eine Nacht in Brandenburg/Havel (Ankunft 31.08.) und Potsdam (Ankunft 01.09.) bleiben. Natürlich wollen wir die Aktivist:innen gebührend begrüßend und werden auch für Programm sorgen!

Wer selbst mitfahren möchte, findet hier alle weiteren Infos und das Anmeldeformular.

]]>
news-8960 Mon, 28 Jun 2021 12:15:00 +0200 Stellungnahme zur Neufassung der Stellplatzsatzung https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/stellungnahme-zur-neufassung-der-stellplatzsatzung/ Moderne Stadt-und Verkehrsplanung muss klimaverträglich und nachhaltig sein, daher begrüßen wir es ausdrücklich, dass die Stellplatzsatzung diesen Grundsätzen gerecht werden will, beispielsweise durch die Verpflichtung zum Bau von Fahrradstellplätzen bei Neubau, Erweiterung oder Nutzungsänderung baulicher Anlagen. Jedoch werden die Möglichkeiten der neuen Brandenburgischen Bauordnung, im Bestand zum Beispiel das Ersetzen eines Fünftels bestehender Pkw-Stellplätze durch Fahrradstellplätze, nicht ausgeschöpft und es fehlt an begleitenden Maßnahmen zur Einschränkung des Parkens im öffentlichen Raum.

Lesen Sie hier unsere ausführliche Stellungnahme.

]]>
news-8949 Sat, 26 Jun 2021 09:49:24 +0200 Wie steht es bei unseren Fernverkehrsstrecken? https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/wie-steht-es-bei-unseren-fernverkehrsstrecken/ news-8923 Thu, 17 Jun 2021 23:54:15 +0200 Rückblick auf die Demo am 26.05. und aktueller Stand zur Verkehrsberuhigung Altstadt https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/rueckblick-auf-die-demo-am-2605-und-aktueller-stand-zur-verkehrsberuhigung-altstadt/

Ganz herzlichen Dank an alle, die dabei sein konnten, aber auch an diejenigen, die uns geschrieben hatten, dass sie leider nicht teilnehmen können, aber gerne dabei gewesen wären.

Zusammen mit den Statements in der Einwohnerfragestunde (Danke auch an euch!) konnten wir ein deutliches Zeichen setzen für eine Altstadt ohne Durchgangsverkehr und für die eigentliche Selbstverständlichkeit, ohne Angst zu Fuß und mit dem Rad in der Stadt unterwegs sein zu können. Bei der Diskussion zu den Anträgen gab es dann wohl kontroverse Diskussionen in der SVV, letztlich wurde aber der Änderungsantrag 165/2021 angenommen.

Mit diesem Beschluss wurde also festgelegt, dass die Fahrbahnoberflächen im Bereich Plauer Straße - Altstädtischer Markt - Parduin verbessert werden sollen, die Verkehrsberuhigung der Altstadt gemäß Variante 3b aber erst nach Fertigstellung der "Spange" zwischen der Gerostraße und der Willi-Sänger-Straße erfolgen soll. In den Rückblicken auf die SVV-Sitzung der Fraktionen von SPD und Freien Wählern wird auf diese Verknüpfung "erst Fertigstellung der Spange - dann Verkehrsberuhigung" z.T. wortreich eingegangen, leider aber mit zum Teil falschen Aussagen begründet. Der "Spange" wird dabei eine Entlastungsfunktion angedichtet, die sie nicht haben kann und gemäß der Modellberechnungen des Gutachters IVAS auch nicht hat.

Für den Bau der "Spange" ist ein Planfeststellungsverfahren notwendig, erst nach dessen Abschluss können die Bauarbeiten ausgeschrieben werden. Diese (vermutlich europaweite) Ausschreibung braucht Zeit, ebenso natürlich die Bauarbeiten selbst. Insgesamt wird es daher fünf bis sechs Jahre dauern, bis die "Spange" fertiggestellt sein wird. Wir finden es unverantwortlich, die lärmgeplagten Anwohner in der Altstadt so lange ohne Perspektive zu lassen. Noch über fünf Jahre soll der Durchgangsverkehr Tag und Nacht über Plauer Straße und Parduin rauschen und so den Fuß- und Radverkehr dort gefährden und verdrängen. Die Gute Stube der Altstadt, der Altstädtische Markt, soll für fünf weiter Jahre Rennstrecke für Autos sein, anstatt ein lebendiger Platz mit vielfältiger Nutzung wie in unserer Vision.

Mehr noch, wir sehen durch diesen Beschluss die Gefahr, dass die Herausnahme des Durchgangsverkehrs auf den St. Nimmerleinstag verschoben werden kann. In allen SVV-Fraktionen außer Die LINKE und B90/Grüne scheint noch immer ein autozentriertes Denken vorzuherrschen. Es werden immer irgendwelche Vorwände vorgebracht werden, warum eine Verkehrsberuhigung angeblich nicht möglich sein soll.

Völlig unklar ist auch noch, wie die künftige Gestaltung der Oberflächen sein soll. Wir werden uns dafür einsetzen, dass den Anforderungen für sicheren Fuß- und Radverkehr Rechnung getragen wird. Wann die Bauarbeiten wirklich beginnen, ist nicht ausgemacht, da die Finanzierung noch unklar ist. Die durch den Beschluss 077/2021 dafür vorgesehenen 400.000€ werden für die gesamte Strecke jedenfalls nicht ausreichen, und es ist völlig unklar, ob ergänzende Fördermittel eingeworben werden können.

Wir halten außerdem nur eine Verkehrsberuhigung, die den Durchgangsverkehr vollständig aus der Altstadt und der Bergstraße heraushält, für wirklich zukunftsweisend. Neben flankierenden Maßnahmen in Nord und den Straßen rund um den Marienberg muss es Ziel der Stadtverwaltung sein, den KFZ-Verkehr insgesamt zu reduzieren. Dazu müssen Alternativen wie der ÖPNV und der Radverkehr gestärkt werden.

Es ist und bleibt fatal, dass die Konzentration von Finanzmitteln und personeller Ressourcen in der Verwaltung auf den Straßenzug Plauer Straße - Altstädtischer Markt - Parduin dazu führt, dass auf absehbare Zeit die Stellen nicht angegangen werden, die für die Sicherheit des Fuß- und Radverkehrs sehr viel relevanter sind. Der ausführliche Bericht der Stadtverwaltung zu den Gefahrenstellen an Straßenbahnschienen ist fundiert und bietet eine gute Diskussionsgrundlage, welche Stellen wie entschärft werden könnten (siehe unsere Bewertung vom 13.05.2021). Leider hat eine Mehrheit in der Stadtpolitik offenbar beschlossen, diesen Bericht zu igorieren. Weder bei der Vorlage in der SVV-Sitzung am 26.03.2021, noch bei allen anderen Sitzungen von Ausschüssen oder der SVV seither wurde dieser Bericht diskutiert. Wir möchten nocheinmal daran erinnern, dass sich aus unserer Umfrage ergibt, dass wir mit mehr als 200 Schienen-Unfällen jährlich rechnen müssen, mit z.T. schweren Verletzungen von Radfahrenden. Sollen diese Verletzungen als naturgegeben hingenommen werden? Ist die Gesundheit und Sicherheit von Radfahrenden in der Stadt also egal?

Auch wenn es also so scheint, als ob wir mit unserem Engagement keinen Erfolg hatten, waren wir nicht völlig wirkungslos. Was haben wir also erreicht? In jedem Fall ist es uns gelungen, das Thema Fuß- und Radverkehr in der Stadt fest im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Die schlechten Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr sind ein Thema in der Politik geworden und werden es bleiben, solange hier keine deutliche Verbesserung eintritt. Letztlich konnten wir auch fast alle politischen Kräfte in der Stadt davon überzeugen, dass der Status Quo in der Altstadt nicht mehr akzeptabel ist und wir einen ausgewogeneren Verkehr brauchen. Wir müssen den öffentlichen Druck hoch halten und weiter unermüdlich darauf hinweisen, dass alle von einer Altstadt ohne Durchgangsverkehr profitieren werden.

]]>
news-8914 Thu, 17 Jun 2021 01:39:28 +0200 Hybrider Verkehrswende-Stammtisch am Dienstag den 22. Juni, 19 Uhr https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/hybrider-verkehrswende-stammtisch-am-dienstag-den-22-juni-19-uhr/

Aufgrund der niedrigen Corona-Inzidenzen kann unser monatlicher Verkehrswende-Stammtisch wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden, parallel ist auch eine Teilnahme per Videokonferenz weiterhin möglich.

  • Wer physisch kommen kann und möchte, ist eingeladen in den Garten von Familie Peters, Kapellenstr. 19. Herzlichen Dank an unsere Gastgeber! (Maske nicht vergessen für den Weg durchs Haus bzw. für einen eventuellen Toilettenbesuch.)
  • Wer virtuell teilnehmen möchte, kann das weiterhin per Jitsi tun. Jitsi ist eine Open-Source-Videokonferenzsoftware, die direkt über den Browser genutzt werden kann und keine Installation benötigt, für die Teilnahme einfach folgende Adresse in die Adresszeile des Browsers eingeben: https://coworking.14197.berlin/Verkehrswende-Stammtisch-BRB

Wir freuen uns auf lebhafte Diskussionen zu Verkehrsthemen in und um die Stadt Brandenburg.

]]>
news-8906 Tue, 15 Jun 2021 01:30:25 +0200 Interaktive Karten zu Fuß- und Radverkehr in der Stadt Brandenburg an der Havel https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/interaktive-karten-zu-fuss-und-radverkehr-in-der-stadt-brandenburg-an-der-havel/

Mit Transparenz und Übersichtlichkeit in der Stadt-, Umwelt- und Verkehrsentwicklung tut sich die Stadt(verwaltung und -politik) sehr schwer. Zumeist werden nur einzelne Vorhaben betrachtet ohne den Gesamtüberblick zu zeigen. Was schon in der Stadt geleistet wurde und in naher Zukunft geleistet werden soll, wird z.B. nicht übersichtlich dargestellt, weder in Vorträgen noch auf den Internetseiten der Stadtverwaltung. Auch werden Ergebnisse aus beschlossenen und in der Erstellung teuren Konzepten - wie z.b. dem integrierten Stadtentwicklungskonzept, dem Klimaschutzkonzept oder dem Verkehrsentwicklungsplan - in der Umsetzung von (baulichen) Vorhaben nicht immer berücksichtigt. Entweder, weil die Ergebnisse schlichtweg nicht mehr bekannt sind oder, weil deren Bedeutung für das jeweilige Vorhaben unklar ist. Dies gilt für den gesamten Verkehrsbereich, insbesondere aber für den barrierefreien Fuß- und Radverkehr.

Zusammen mit der Initiative Altstadtleben Brandenburg Havel 2028 möchten wir diese Informationslücke mit unseren neuen interaktiven Karten schließen. Wir haben für diese Karten einen neuen Bereich in unserer Webseite eingerichtet, der über die Navigation oben rechts erreichbar ist.

  • In einem ersten Schritt stellen wir auf der Seite Radfreundliche Wege eine interaktive Karte bereit, auf der vorhandene radfreundliche Wege abseits von Straßen, die Straßen und Plätze mit geschnittenem Pflaster, Straßen mit Angebotsstreifen aus geschnittenem Pflaster sowie reine Fahrradstraßen im Stadtgebiet dargestellt sind.
  • Diese Karte wird durch eine zweite interaktive Karte ergänzt, auf der die offiziellen Radrouten der Stadt für den Touristik- und Alltagsverkehr dargestellt sind. Insbesondere die Radhauptrouten aus dem beschlossenen Radverkehrskonzept der Stadt (Teil des Verkehrsentwicklungsplans 2018) sind in Verwaltung und Öffentlichkeit noch nicht allen bekannt.

Ein Foliensatz mit einem Kurzüberblick zur Handhabbarkeit der Karten mit Beispielen zu möglichen Analysen ist unten verlinkt. Wir möchten unsere Karten beständig weiterentwickeln und freuen uns über Mitarbeit! Auch anderes Feedback ist sehr willkommen. 

Weitere Karten zu anderen Schwerpunkten werden folgen, u.a. eine kritischen Würdigung der Hauptradrouten gemäß Radverkehrskonzept des beschlossenen Verkehrsentwicklungsplans mit den dazu vorgesehenen Baumaßnahmen sowie einer Aufstellung noch fehlender Maßnahmen.
 
Insgesamt könnten die Karten Grundlage für eine Fortschreibung des Radverkehrkonzeptes der Stadt Brandenburg sein. Wir sind überzeugt, dass hierfür kein teurer externer Dienstleister engagiert werden muss. Die Stadtverwaltung hat mit ihrer Liste der Gefahrenstellen für den Radverkehr an Straßenbahnschienen (als Antwort auf Antrag 286/2020) eine fundierte Bestandsaufnahme mit Bewertung vorgelegt. Unverständlicherweise hat die Stadtpolitik den Bericht fast gänzlich ignoriert und diesen bisher nicht in den Ausschüssen behandelt.

Mit unseren Karten möchten wir dazu beitragen, einen ausgewogeneren und für alle Teilnehmer sichereren Verkehr in der Stadt Brandenburg an der Havel zu erreichen. Die Karten sollen ein Werkzeug sein, mit dem wir Stadtverwaltung und Stadtpolitik ganz konkret bei der Erreichung dieser Ziele unterstützen.

]]>
news-8875 Wed, 09 Jun 2021 13:11:50 +0200 „Begrüßungsparty“ am Hausbahnsteig des Bahnhof Fürstenberg https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/begruessungsparty-am-hausbahnsteig-des-bahnhof-fuerstenberg/  

Aufgrund eines sanierungsbedürftigen Daches war es seit mehr als vier Jahren nicht möglich barrierefrei mit Rollstuhl, Fahrrad, Kinderwagen und Gepäck am Bahnhof in Fürstenberg / Havel ein oder auszusteigen. Zum Fahrplanwechsel am 13. Juni halten jetzt erstmals wieder Züge am Hausbahnsteig, der einen ebenerdigen Zugang zu den Zügen ermöglicht.

Aus diesem Anlass lädt der VCD Brandenburg zu einem Presse-Fototermin am 13. Juni um 10:30 Uhr am Hausbahnsteig des Bahnhof Fürstenberg/Havel.

Aktive des VCD Brandenburg, der Bürgerinitiative „Barrierefreier Bahnhof Fürstenberg“ und es Arbeitskreises „Lebendiges Fürstenberg“ besteigen den 10:45 Uhr - Zug mit Rollstuhl, Fahrrad und Gepäck.

]]>
news-8784 Fri, 28 May 2021 06:10:46 +0200 „Nahverkehr auf der Schiene attraktiver machen“ https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/nahverkehr-auf-der-schiene-attraktiver-machen/ Mit dem Bundesgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen, Michael Kellner, erörterte VCD-Kreisgruppensprecher Dirk Flege (links im Foto) verschiedene Varianten, wie die Havelstadt auf der Schiene besser mit Templin (Landkreis Uckermark) verbunden werden kann.

„Wir wollen den Nahverkehr auf der Schiene für die Menschen attraktiver machen“, sagte Kellner, der bei der Bundestagswahl im Herbst für Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Uckermark/Barnim als Direktkandidat antritt und auf Platz 2 der Brandenburger Landesliste steht.

Auf dem Programm stand auch ein Gespräch mit Zehdenicks Bürgermeister Bert Kronenberg (parteilos), der die erfreuliche Mitteilung überbrachte, dass das seit Jahren leerstehende Bahnhofsgebäude einen neuen Eigentümer habe. „Damit besteht Hoffnung auf eine baldige Wiederbelebung des an sich schönen Gebäudes“, sagte Flege.

Im Mai vergangenen Jahres hatte die VCD-Kreisgruppe bei einem Test aller Bahnhöfe in Oberhavel die Zehdenicker Station in der besten von drei Kategorien verortet. Größtes Manko war das leerstehende Bahnhofsgebäude. Beeindruckt waren die VCD-Tester hingegen vom Engagement der Stadt im Umfeld des Gebäudes. So gibt es auf dem Bahnhofsvorplatz neben einem großen Blumenkübel ein Bistro, überdachte Fahrradstellplätze, reichlich Park&Ride-Plätze und eine Ladestelle für E-Autos.

 

Pressekontakt
Dirk Flege, Sprecher der VCD Kreisgruppe Oberhavel • dirk.flege@vcd-brandenburg.de • Tel.: 0172/312 59 74

]]>
news-8767 Tue, 25 May 2021 11:52:53 +0200 Altstadt für Alle - Demo am Mittwoch 26.05. 15:00 - 16:30 https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/altstadt-fuer-alle-demo-am-mittwoch-2605-1500-1630/

Zusammen mit Altstadtleben Brandenburg, Bewohnern und Gewerbetreibenden der Altstadt veröffentlichen wir das folgende Statement:


Keine Autoschnelltrasse durch die historische Altstadt

Viele Autofahrende fahren nur durch die historische Altstadt. Einige deutlich schneller als erlaubt. Das finden wir schon schlimm genug. Durch eine verbesserte Fahrbahnoberfläche wollen SPD, CDU und Freie Wähler nun die Route praktisch als „Autoschnelltrasse“ ausbauen.

  • Wir wollen aber keine Schnelltrasse für Autofahrende, die unsere Altstadt nur als Abkürzung nutzen.
  • Wir wollen eine Verkehrsberuhigung und keinen Durchgangsverkehr von Autos und Lastwagen sowie von Bussen, die nur „Betriebsfahrten“ durchführen.
  • Wir wollen sichere Straßen für alle Verkehrsteilnehmer, auch für Radfahrende, Fußgänger und mobilitätseingeschränkte Menschen, ob jung oder alt.
  • Wir begrüßen Autofahrende, die in der Altstadt wohnen, arbeiten, einkaufen und Erledigungen durchführen oder uns einfach nur besuchen.

So wird unsere historische Altstadt endlich lebendiger und attraktiver. Für Bewohner, Gäste und Gewerbetreibende. Und der Altstädtische Markt kann aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden. Als ein Ort der Begegnung für Menschen, nicht für Autos.


Bitte kommt alle zur Demonstration vor dem Brandenburger Theater, auch wenn ihr erst kurz vor oder nach 16 Uhr kommen könnt. Wichtig: Haltet mindestens eine Fahrradlänge (1,5m) Abstand zu anderen Teilnehmern und lasst SVV-Besucher ungehindert passieren. Auf der Demo gilt Maskenpflicht (Auflage der Versammlungsbehörde).

Wenn ihr an der Demo nicht teilnehmen könnt, erstellt ein kurzes Videostatement und verbreitet es unter dem Hashtags #altstadtfüralle und #altstadtlebenbrandenburg auf Instagram, Twitter etc. oder schickt es per Mail an marius.moritz@vcd-brandenburg.de.

]]>
news-8761 Sun, 23 May 2021 16:23:13 +0200 Die Steinstraße, die Feuerwehr und die KFZ-Lagerflächen im öffentlichen Raum https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/die-steinstrasse-die-feuerwehr-und-die-kfz-lagerflaechen-im-oeffentlichen-raum/ Aufgrund der Oberleitungen der Straßenbahn ist der Platz für die Drehleiter in der Steinstraße knapp, und durch die Stellprobe wurde klar, dass die KFZ-Stellplätze nicht im bisherigen Umfang erhalten bleiben können, und dass auch eventuell z.T. die Flächen für die Außengastronomie beschränkt werden müssen, siehe die Berichte in der MAZ und bei meetingpoint.

Nun soll es eine Lösung für das schnelle Abschalten der Oberleitung im Notfall geben, und es werden - bis auf eine Ausnahme - nur die KFZ-Stellplätze und nicht die Außengastronomie-Flächen reduziert (laut MAZ und meetingpoint).

Während wir die Sorgen der Gastronomen um ihre Außenflächen für berechtigt halten, entspringt der Alarmismus der Einzelhändler ("in der Innenstadt von Brandenburg [gibt es so] keine echte Zukunft für Einzelhändler") einem faktenfreien, einseitig autozentrierten Denken.

Die Außenflächen sind für die Restaurants und Cafés in der Steinstraße extrem wichtig, die Terrassen sind aber bisher nur begrenzt attraktiv aufgrund des starken KFZ-Verkehrs. Auch die Absperrungen zur Fahrbahn hin, die offenbar im Notfall ein Problem für die Feuerwehr darstellen, sind nur aufgrund des dichten KFZ-Verkehrs notwendig. Mit einer Umwandlung zur Fußgängerzone würde sich das erledigen - und die Außengastronomie würde sehr viel attraktiver.

Die Einzelhändler liegen hingegen falsch, wenn sie glauben, dass ihre Kunden nur mit dem Auto kämen, und den Wegfall von KFZ-Stellplätzen in der Steinstraße mit einer geringeren Kundenfrequenz gleichsetzen. Im Gegenteil ist es so, dass der Einzelhandel von einer fußgängerfreundlicheren Steinstraße massiv profitieren wird. Durch die nun angekündigte Reduzierung der KFZ-Lagerflächen wird mehr Platz für Fußgänger*innen geschaffen, so dass in der Steinstraße ein entspannter Schaufensterbummel möglich wird.

Wenn Einzelhändler und Stadtmarketinggesellschaft meinen, dass die Steinstraße "schon lange nicht mehr" zum Bummeln einlädt, sollte man sich fragen, woran das liegt. Grund dafür sind doch der übermäßige Autoverkehr und die Parkplätze! Die Steinstraße ist unattraktiv wegen des Autoverkehrs und der KFZ-Lagerflächen. Auf der schmalen Restfläche zwischen Fassaden und den parkenden Autos ist kein entspanntes Bummeln möglich, denn man kann ja vor keinem Schaufenster stehenbleiben, ohne für andere Fußgänger sofort zum Hindernis zu werden. Nur eine Steinstraße ohne platzfressende KFZ-Stellplätze kann ein entspanntes Einkaufserlebnis bieten.

Sich als Innenstadt-Händler nur auf Autofahrer*innen als Kund*innen konzentrieren zu wollen, macht keinen Sinn: Die Innenstadt wird für Autofahrende nie so bequem sein wie das Einkaufszentrum auf der grünen Wiese, wo es massenhaft Parkplätze gibt. Für die Händler in der Steinstraße ist es sinnlos, mit dieser Art von Bequemlichkeit konkurrieren zu wollen. Stadtdessen müssen Stadtmarketinggesellschaft und Einzelhändler sich auf die Stärken besinnen, die die Innenstadt hat: ein tolles Ambiente in historischer Bausubstanz mit Vielfalt im Angebot im menschlichen Maßstab. Kunst, Kultur und Geschichte gleich mit dabei. Das gibt es nicht beim Konsumtempel im Industriegebiet.

Ein weiteres Problem sind Radfahrende auf den Gehwegen in der Steinstraße. Es ist eindeutig klar, dass man auf den Gehwegen dort nicht mit dem Rad fahren darf, und Fußgänger*innen beklagen sich regelmäßig zu Recht. Wir können aber jede und jeden verstehen, der sich die Steinstraße auf dem Rad nicht antun will angesichts der ständig drohenden Sturzgefahr durch Schienen und den drängelnden und zu dicht überholenden Autofahrern. Aus den Kommentaren zu unserer Petition und aus unserer Umfrage wissen wir, dass die Steinstraße deshalb von Radfahrer*innen gemieden wird.

Das bedeutet, dass in der Steinstraße das Kundenpotential durch Radfahrer und Fußgänger noch längst nicht ausgeschöpft ist. Studien haben ergeben, dass Fußgänger und Radfahrer treue Kunden sind. Sie kaufen zwar pro Einkauf typischerweise weniger ein, kommen aber öfter und generieren so in Summe höhere Umsätze als Autofahrer. Fußgänger und Radfahrer haben einen begrenzten Radius und kaufen gerne lokal ein. Wer einmal im Auto sitzt, ist hingegen schnell auch woanders hingefahren.

In einer Broschüre "WirtschaftsRad - Mit Radverkehr dreht sich was im Handel" der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (auch unten verlinkt) von 2016 sind all diese Argumente genannt und mit einer Reihe von Studien belegt. Diese Erkenntnisse sind also nicht neu, warum scheinen Einzelhändler und Stadtmarketinggesellschaft davon noch nie gehört zu haben? Warum eine fahrrad- und fußverkehrsfreundliche Stadtplanung enorme Vorteile nicht nur für den Einzelhandel, sondern für die gesamte Gesellschaft bietet, wird in einer lesenswerten Broschüre der "Dutch Cycling Embassy" (der Niederländischen Fahrrad-Botschaft) dargelegt (ebenfalls unten verlinkt).

[Update 2021-05-29] Hier und hier sind die Ergebnisse von Untersuchungen zum Thema Einzelhandel und Radverkehr noch einmal kompakt zusammengefasst.

Ohne KFZ-Verkehr, mit glattem Pflaster in der Fahrbahnmitte und abschnittsweiser Veloschiene könnten auch Radfahrer*innen die Geschäfte in der Steinstraße entspannt erreichen. Fußgänger*innen hätten ausreichend Platz für einen entspannten Schaufensterbummel. Und danach ein leckeres Essen oder ein Eis im Freien ohne Abgas-Aromen genießen - wer wollte das nicht?

Wann erkennen Stadtpolitik, Verwaltung, Stadtmarketinggesellschaft und Einzelhändler endlich das Offensichtliche? Die Steinstraße sollte eine Fußgängerzone werden.

]]>
news-8759 Sun, 23 May 2021 12:00:51 +0200 Petition für ein fahrradfreundliches Brandenburg - trotz Zustimmung denkt die SVV nicht daran, die Forderungen umzusetzen https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/petition-fuer-ein-fahrradfreundliches-brandenburg-trotz-zustimmung-denkt-die-svv-nicht-daran-die-f/

Schlimmer noch, einige neuere Beschlüsse der neuen Kooperation aus CDU, SPD und Freie Wähler in der SVV weichen die im Zuge der Petition getätigten Beschlüsse wieder auf bzw. wollen deren Umsetzung auf weit entfernte, unbestimmte Zukunft verschieben. Damit drohen die Errungenschaften unserer Petition im Sande zu verlaufen! Das können wir nicht zulassen und hier brauchen wir nun wieder Eure Unterstützung! Wir müssen schnell sein und schon vor der nächsten SVV am 26.05.2021 ein Zeichen des Protests setzen. Schickt uns so schnell wie möglich (z.B. per Smartphone) eine 20-30sek. Videobotschaft (an marius.moritz@vcd-brandenburg.de), in der Ihr klar macht, was Ihr von der Verschleppungspolitik der Stadt haltet, warum Ihr für eine nicht autozentrierte Form der Mobilität in unserer Stadt seid, inwieweit Ihr selbst betroffen seid und und und.

[Update 2021-05-25] Aufruf zur Teilnahme an einer Demo zum Beginn der SVV am 26.05.2021, 15:00 -16:30 am Brandenburger Theater!

Die Entwicklungen der letzten Wochen im Überblick:

Stadtverwaltung erstellt Analyse von Gefahrenstellen, leitet aber keine Maßnahmen daraus ab

Erfreulich ist, dass die Stadtverwaltung eine Analyse von 97 städtischen Gefahrenstellen für Fuß- und Radverkehr vorgelegt hat, siehe unser ausführlicher Artikel vom 13.05. Die Analyse ist fundiert und bietet eine sehr gute Grundlage, nun konkrete Maßnahmen zur Entschärfung dieser Gefahrenstellen anzugehen. In der Kategorie "rot" (1. Priorität) befinden sich acht Positionen, u.a. je zwei Abschnitte in der Hauptstraße und der Ritterstraße sowie je eine in der Geschwister-Scholl-Straße oder der Bauhofstraße. Mit "gelb" (2. Priorität) werden 27 weitere Gefahrenstellen bewertet. Aber welche Schritte zur Entschärfung der Gefahrenstellen werden nun unternommen? Darauf gibt es bisher keine Antwort. Leider wurde diese Analyse weder in der SVV noch in geeigneten Ausschüssen politisch diskutiert und leider zeigen die derzeit geplanten Maßnahmen auch keinen Bezug zu dieser Prioritätenliste, denn:

Teure Oberflächenverbesserung für PKW in der Altstadt, aber keine Mittel für Problemstellen

Im gleichen Schreiben macht die Stadtverwaltung deutlich, dass die SVV die Prioritäten völlig anders setzt, da aufgrund der Beschlusslage (Antrag 77/2021) „Unterhaltungsmittel der FG Straßen und Brücken vornehmlich für die Oberflächenverbesserung von Fahrbahnen in der Plauer Straße, am Altstädtischen Markt und am Parduin einzusetzen sind. Damit sollen eine Verringerung der Lärmentwicklung und ein besserer Fahrkomfort erreicht werden.“

Prinzipiell sehen wir dem Einbau von geschnittenem Pflaster (das ist mit "Oberflächenverbesserung" gemeint) sehr positiv, und wir haben den Beschluss 77/2021 auch zunächst begrüßt.

Allerdings hat der Straßenzug Plauer Straße - Altstädtischer Markt - Parduin aus unserer Sicht keine hohe Priorität, denn es gäbe sehr viel dringendere Problemstellen, siehe die Analyse von Gefahrenstellen. Die im diesjährigen Haushalt für die Oberflächenverbesserung vorgesehenen Mittel von 400.000 EUR werden bei weitem nicht ausreichen (Herr Reck, Leiter des Bereichs Straßen und Brücken der Stadtverwaltung schätzt grob 1,5 Mio EUR). Damit bedeutet der Beschluss 77/2021, dass die Bewältigung der wirklichen Problemstellen für Fuß- und Radverkehr über Jahre blockiert werden, hierzu heißt es, die „ursprüngliche Verwendung der Mittel für den Einsatz von geschnittenem Großpflaster in der Hauptstraße und Ritterstraße rückt damit in Folgejahre.“

Außerdem führt ein vollflächiger Einbau von geschnittenem Pflaster in diesem Straßenzug auch zu einer besseren Befahrbarkeit für KFZ. Ohne eine gleichzeitige Verkehrsberuhigung wird die Oberflächenverbesserung eher noch zu einer Zunahme und Beschleunigung des KFZ-Verkehrs führen. Eine glatte Fahrbahnoberfläche erlaubt ein ruhigeres und damit schnelleres Autofahren, was zu noch höheren KFZ-Durchschnittsgeschwindigkeiten oberhalb Tempo 30 führen dürfte. Schon jetzt fahren viele Autofahrende hier zu schnell, eine Messung der Verkehrsbehörde vom 10.09.-15.09.2019 ergab schon mit dem jetzigen Natursteinpflaster eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 39 km/h in Fahrtrichtung Altstädtischer Markt. Die Quote des Überschreitens von Tempo 30 liegt mit 63,1% sehr hoch.

Das bedeutet, dass Radfahrende trotz der Möglichkeit eines holperfreien Radfahrens auf der Straße weiterhin den Bürgersteig nutzen werden. Das schon aktuell hohe und zukünftig steigende Kfz-Aufkommen (Autos und Busse mit vielen Betriebsfahrten), die zum Teil geringe Fahrbahnbreite auf der Plauer Straße und am Altstädtischen Markt sowie das Nichteinhalten der Mindestabstände zu Radfahrenden von Autofahrern bei Überholvorgängen verhindern, dass Radfahrende sich auf den Straßen der Altstadt sicher fühlen. In der Konsequenz gewährt die nun geplante aufwändige und kostspielige Oberflächenverbesserung vor allem dem Autoverkehr in der historischen Altstadt weiterhin „freie Fahrt“, während sich die Verkehrssicherheit für Radfahrende, Fußgänger*innen und Mobilitätseingeschränkte nicht verbessert. Auch die Lärmbelastung, erklärtes Ziel der Oberflächenverbesserung, wird sich, wenn überhaupt, nur geringfügig verringern, da eine Lärmreduzierung durch das glattere Pflaster durch das höhere KFZ-Aufkommen und die höhere Geschwindigkeit konterkariert wird.

Wir können diesen Effekt schon heute in der Mühlentorstraße sehen. Obwohl dort schon geschliffenes Pflaster verlegt ist, führt das hohe KFZ-Aufkommen und das hohe Tempo weiter zu einer erheblichen Lärmbelastung. Nur wenige Radfahrende nutzen dort die Fahrbahn, weil sie durch zu schnell fahrende und zu dicht überholende KFZ-Fahrer*innen bedrängt werden.

Es ist eindeutig: eine wirkliche Verbesserung der Lärmsituation und der Sicherheit für Radfahrende, Fußgänger*innen und Mobilitätseingeschränkte wird es nur mit einer Verkehrsberuhigung geben, was ja auch eine zentraler Punkt unserer Petition war. Wie sieht es also mit dieser Forderung aus?

CDU, SPD und Freie Wähler wollen die Verkehrsberuhigung in der Altstadt um mindestens fünf Jahre verzögern

Mit dem von CDU, SPD und Freien Wählern eingebrachten Antrag 165/2021, über den in der nächsten SVV am 26.05. abgestimmt werden soll, soll festgesetzt werden, dass die Verkehrsberuhigung in der Altstadt erst „im direkten Anschluss an die Errichtung der Spange zwischen Gerostraße und Willi-Sänger-Straße folgen“ soll. Die Stadtverwaltung hat aber betont, dass dies erst in ca. 5-6 Jahren der Fall sein wird! Es wird behauptet, dass nur mit diesem Kreuzungsumbau eine verträgliche Verkehrsberuhigung stattfinden könne. Das ist falsch, denn durch neue Berechnungen des Gutachters IVAS im Auftrag der Stadtverwaltung wird gezeigt, dass es auch ohne die „Spange“ Varianten zur Verkehrsberuhigung gibt, bei denen sich verträgliche Ausweichverkehre auf Straßen außerhalb der Altstadt ergeben.

Was SPD, CDU und Freie Wähler nicht erwähnen: Laut dem Verkehrsentwicklungsplan kommt es auch nach dem Bau der Spange Gerostraße zu nennenswerten Ausweichverkehren, u.a. auf der Willi-Sänger-Straße (um gut +16%) und Bergstraße (um knapp +105%) sowie auf der Sprengelstraße und Robert-Koch Straße! Diese zusätzlichen Verkehrsbelastungen werden von der Politik mehrheitlich hingenommen. Tatsächlich sind bei einer Verkehrsberuhigung sowohl mit als auch ohne Spange Gerostraße ähnliche Verkehrsaufkommen in diesen Straßen zu erwarten. Die Entscheidung, ob die Stadt es mit ihrem Ziel einer Verkehrsberuhigung in der Altstadt ernst meint, wird nur mal wieder vertagt. Nach dem Bau der „Spange“ wird es dann wieder neue Argumente geben, warum eine Verkehrsberuhigung angeblich nicht mörglich ist. Es muss allen Beteiligten klar sein, dass es auf jeden Fall zu Ausweichverkehren kommt und diese für die Willi-Sänger-Straße sogar gewollt sind!

Unser Fazit

Es ist wirklich absurd: die wirksamste Maßnahme, die Lärmbelastung in der Altstadt zu reduzieren und die Sicherheit für Radfahrende, Fußgänger*innen und Mobilitätseingeschränkte zu erhöhen, wäre eine Verkehrsberuhigung, die auch noch sehr günstig zu verwirklichen wäre. Stattdessen wird eine teure und wirkungslose Maßnahme priorisiert, was dazu führt, dass die für die Beseitigungen von Gefahrenstellen für den Radverkehr in der gesamten Stadt kein Geld mehr übrig bleibt.

Es zeigt sich also, dass die Annahme unserer Petition durch die SVV nur ein Lippenbekenntnis war – wenn es konkret wird, entscheidet eine Mehrheit der Stadtverordneten wieder einmal gegen alle, die sich in der Stadt zu Fuß und mit dem Rad sicher fortbewegen wollen. Lasst euch das nicht gefallen! Wendet euch an die Stadtverordneten, schickt uns eine kurze Video-Botschaft, beteiligt euch an unserer geplanten Aktion - mehr Details in Kürze!

[Update 2021-05-25] Aufruf zur Teilnahme an einer Demo zum Beginn der SVV am 26.05.2021, 15:00 -16:30 am Brandenburger Theater!

]]>
news-8730 Mon, 17 May 2021 09:03:00 +0200 Ride of Silence in Potsdam https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/ride-of-silence-in-potsdam/  

Im Rahmen des weltweiten "Ride of Silence" erinnern wir an die getöteten Radfahrenden im Potsdamer Straßenverkehr und demonstrieren gemeinsam auf dem Rad für mehr Verkehrssicherheit! Dafür kleiden wir uns weiß und fahren schweigend als Fahrraddemonstration acht jener Orte ab, an denen wir in den vergangenen Jahren ein mahnendes, weißes Geisterrad aufstellen mussten.

Die Demonstration startet am Mittwoch, 19. Mai 2021 um 18:30 Uhr am Rathaus Potsdam, Friedrich-Ebert-Straße 80. Das Ziel ist der Obelisk Alter Markt Landtag

Wichtig: Die Fahrraddemonstration findet unter Einhaltung der Corona-Schutzregeln statt. Wir halten Abstand ein und bitte bringt eure Masken mit!

]]>
news-8711 Thu, 13 May 2021 18:05:47 +0200 Gefahrenstellen für den Radverkehr an Straßenbahnschienen: Wie geht es weiter? https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/gefahrenstellen-fuer-den-radverkehr-an-strassenbahnschienen-wie-geht-es-weiter/

Mit dem Änderungsantrag Nr. 286/2020 hatte die Stadtverordnetenversammlung (SVV) der Stadtverwaltung den Auftrag erteilt, besondere Gefahrenstellen für Radfahrende im Stadtgebiet bei der Querung von Straßenbahn- und Bahnschienen zu identifizieren, die identifizierten Gefahrenstellen nach drei Prioritätengruppen zu ordnen und ein Konzept für die Beseitigung bzw. Entschärfung der Gefahrenstellen vorzulegen. Basis dieses Änderungsantrags war der Antrag Nr. 252/2020.

Die Stadtverwaltung hat im Rahmen der SVV am 26.03.2021 eine Analyse von Gefahrenstellen als "Tischvorlage" vorgelegt, d.h., die Analyse wurde in der Sitzung als Ausdruck verteilt und erst später online gestellt. Die Stadtverordneten hatten also leider nicht die Möglichkeit, die Analyse vorab zu studieren und in der SVV fundiert darüber zu diskutieren. Auch in der folgenden SVV-Sitzung am 28.4. oder in den passenden Ausschüssen (ASUV bzw. AOSP) wurde die Analyse bisher nicht behandelt.

Das halten wir für ein schweres Versäumnis, denn die Analyse ist fundiert und bietet aus unserer Sicht eine sehr gute Grundlage, nun konkrete Maßnahmen zur Entschärfung der Gefahrenstellen anzugehen. Die Liste der potentiellen Konfliktpunkte ist umfassend, 97 mögliche Gefahrenstellen wurden untersucht. Die Stellen werden gemäß einer Ampellogik priorisiert.

In der Kategorie "rot" (1. Priorität) befinden sich acht Gefahrenstellen, neben je zwei Abschnitten in der Hauptstraße und der Ritterstraße sind noch je eine Stelle in der Geschwister-Scholl-Straße, der Bauhofstraße und der Froschallee (in Kirchmöser) sowie der Bahnübergang an der Planebrücke aufgeführt. Mit "gelb" (2. Priorität) werden 27 weitere Gefahrenstellen bewertet.

Als Maßnahme bei insgesamt 27 Stellen der Kategorie rot oder gelb wird vorgeschlagen, den Einsatz der VELO-Schiene / Velogleis oder ähnlicher Konstruktionen zu prüfen. Im begleitenden Text wird jedoch der Schluss gezogen, längere Abschnitte auszurüsten, sei "betrieblich und wirtschaftlich nicht vertretbar". Dabei werden aber Kosten zum Materialeinsatz angegeben, die deutlich zu hoch sind, wie Recherchen von Jürgen Peters ergeben haben, außerdem wird auf mögliche Einsparpotentiale bei den Einbaukosten nicht eingeangen, wenn der Einbau gleichzeitig mit anderen Maßnahmen vorgenommen wird.

Als weitere Kritik zum Begleittext möchten wir anbringen, dass wir die fehlende Akzeptanz der Angebotsstreifen in der Steinstraße nur allzu verständlich finden angesichts des dichten KFZ-Verkehrs in der Steinstraße und dem zu geringen Überholabstand, den die allermeisten KFZ-Fahrer*innen dem Radverkehr gewähren - gesetzlich sind 1,5m Seitenabstand vorgeschrieben. Eine Verkehrsberuhigung der Steinstraße, am besten als Fußgängerzone, würde nicht nur diesen Konflikt entschärfen, sondern auch Gastronomie und Handel in der Steinstraße fördern.

Als dringenden Warnruf der Stadtverwaltung an die Politik muss man die folgende Passage unter Punkt 4 verstehen:

Durch Beschlussfassung der SVV zum Haushaltsplan 2021 ist festgesetzt, dass
Unterhaltungsmittel der FG Straßen und Brücken vornehmlich für die Oberflächenverbesserung von Fahrbahnen in der Plauer Straße, am Altstädtischen Markt und am Parduin einzusetzen sind. Damit sollen eine Verringerung der Lärmentwicklung und ein besserer Fahrkomfort erreicht werden. Die ursprüngliche Verwendung der Mittel für den Einsatz von geschnittenem Großpflaster in der Hauptstraße und Ritterstraße rückt damit in Folgejahre.

Es geht hier um den von CDU, SPD und FW beschlossenen Antrag 77/2021, der sich damit als absolut kontraproduktiv für die Sicherheit des Radverkehrs in der Stadt erweist.

Wie soll es also weiter gehen, welche Schritte zur Entschärfung der Gefahrenstellen werden nun unternommen? Dass die Zeit drängt, wird mit jeder neuen Unfallmeldung klar - zuletzt stürzte am 8.5. eine Radfahrerin im Bereich der Kreuzung Jacobstr. und Große Gartenstraße und verletzte sich schwer, also an einem Ort, der in der Analyse in der 2. Prioritätsgruppe liegt, und der auch in unserer Umfrage zu Schienenunfällen häufig genannt wurde. Wir erwarten, dass die Stadtverwaltung nun einen Umsetzungsplan vorlegt, der konkrete Maßnahmen mit einem Zeitplan sowie Finanzierungs– und Fördermöglichkeiten enthält, wie es im Antrag Nr. 286/2020 gefordert war, und dass die Stadtpolitik statt zu unkoordiniertem Aktionismus mit sich widersprechenden Beschlüssen endlich zu einem systematischen und effektiven Vorgehen findet.

[Update 16.5.2021] Mit dem Antrag 165/2021, der im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr (ASUV) am 12.05.2021 mit Stimmen von CDU, SPD, FW und FDP angenommen wurde, wird diese fatale Prioritätensetzung noch einmal bekräftigt. Obwohl – wie durch unsere Umfrage belegt – jährlich Hunderte Radfahrende in unserer Stadt Unfälle im Zusammenhang mit Straßenbahnschienen erleiden (über 1100 Unfälle innerhalb von 5 Jahren, d.h. über 220 Unfälle pro Jahr!) und zwar hauptsächlich in Hauptstraße, Ritterstraße und Steinstraße, werden die Finanzmittel, die hier Abhilfe schaffen könnten, für die Oberflächenverbesserung des Straßenzugs Plauer Str – Altstädtischer Markt – Parduin reserviert, deren Nutzen für den Radverkehr nur marginal ist. Da die im diesjährigen Haushalt dafür vorgesehenen Mittel nicht ausreichen, bedeutet dieser Antrag, dass über Jahre kein Geld für eine wirksame Verbesserung der Sicherheit des Radverkehrs in der Stadt vorhanden sein wird.

Gleichzeitig würde mit diesem Antrag die lange beschlossene Verkehrsberuhigung in der Altstadt quasi auf den St.-Nimmerleins-Tag verschoben werden – die Verkehrsberuhigung soll erst dann kommen, wenn die Baumaßnahme “Spange zwischen der Gero-Straße und der Willi-Sänger-Straße” abgeschlossen ist. Die Stadtverwaltung hat aber betont, dass dies erst in ca. 5-6 Jahren der Fall sein wird!

Es ist wirklich absurd: die wirksamste Maßnahme, die Lärmbelastung im Straßenzug Plauer Straße – Altstädtischer Markt – Parduin zu reduzieren, wäre genau diese Verkehrsberuhigung, die auch noch sehr günstig zu verwirklichen wäre. Stattdessen wollen die Antragsteller mit der Oberflächenverbesserung eine kaum wirksame, aber sehr teure Maßnahme umsetzen, was dafür sorgt, das wirkliche Verbesserungen nicht stattfinden werden.

Für die dem Antrag zustimmenden Fraktionen von CDU, SPD, FW und FDP hat die Sicherheit des Radverkehrs also offenbar keine Priorität. Die Annahme unserer Petition durch die SVV war also nur ein Lippenbekenntnis – wenn es konkret wird, entscheidet eine Mehrheit der Stadverordneten wieder einmal gegen alle, die sich in der Stadt zu Fuß und mit dem Rad sicher fortbewegen wollen.

]]>