VCD Brandenburg Nachrichten http://brandenburg.vcd.org de_DE VCD Brandeburg Tue, 03 Aug 2021 13:37:12 +0200 Tue, 03 Aug 2021 13:37:12 +0200 TYPO3 EXT:news news-9023 Fri, 09 Jul 2021 11:00:22 +0200 Parkplätze am Bahnhof https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/parkplaetze-am-bahnhof/ news-8961 Tue, 29 Jun 2021 12:41:29 +0200 Save the date: Tour de Verkehrswende am 31.08. und 01.09. in Brandenburg https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/save-the-date-tour-de-verkehrswende-am-3108-und-0109-in-brandenburg/ Als Teil der bundesweiten Aktion von Ohne Kerosin nach Berlin wollen die Radfahrer:innen ihren Verkehrswende-Forderungen Gehör verschaffen:

  1. Vorrang des Umweltverbundes: Grundlegende Flächenumverteilung mit Ausbau des ÖPNV und des bundesweiten Fuß- und Radverkehrsnetzes
  2. Klare, konsequente und sofortige Maßnahmen zur deutlichen Reduktion des motorisierten Individualverkehrs (MIV). Ziel: Halbierung der Kfz bis 2030. 
  3. Sofortiger und konsequenter Abbau der finanziellen und gesetzlichen Privilegien für den MIV
  4. Moratorium für den Bundesverkehrswegeplan

Sie fahren vom 22. August bis zum 02. September von Essen nach Berlin und werden jeweils eine Nacht in Brandenburg/Havel (Ankunft 31.08.) und Potsdam (Ankunft 01.09.) bleiben. Natürlich wollen wir die Aktivist:innen gebührend begrüßend und werden auch für Programm sorgen!

Wer selbst mitfahren möchte, findet hier alle weiteren Infos und das Anmeldeformular.

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news-8960 Mon, 28 Jun 2021 12:15:00 +0200 Stellungnahme zur Neufassung der Stellplatzsatzung https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/stellungnahme-zur-neufassung-der-stellplatzsatzung/ Moderne Stadt-und Verkehrsplanung muss klimaverträglich und nachhaltig sein, daher begrüßen wir es ausdrücklich, dass die Stellplatzsatzung diesen Grundsätzen gerecht werden will, beispielsweise durch die Verpflichtung zum Bau von Fahrradstellplätzen bei Neubau, Erweiterung oder Nutzungsänderung baulicher Anlagen. Jedoch werden die Möglichkeiten der neuen Brandenburgischen Bauordnung, im Bestand zum Beispiel das Ersetzen eines Fünftels bestehender Pkw-Stellplätze durch Fahrradstellplätze, nicht ausgeschöpft und es fehlt an begleitenden Maßnahmen zur Einschränkung des Parkens im öffentlichen Raum.

Lesen Sie hier unsere ausführliche Stellungnahme.

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news-8949 Sat, 26 Jun 2021 09:49:24 +0200 Wie steht es bei unseren Fernverkehrsstrecken? https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/wie-steht-es-bei-unseren-fernverkehrsstrecken/ news-8923 Thu, 17 Jun 2021 23:54:15 +0200 Rückblick auf die Demo am 26.05. und aktueller Stand zur Verkehrsberuhigung Altstadt https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/rueckblick-auf-die-demo-am-2605-und-aktueller-stand-zur-verkehrsberuhigung-altstadt/

Ganz herzlichen Dank an alle, die dabei sein konnten, aber auch an diejenigen, die uns geschrieben hatten, dass sie leider nicht teilnehmen können, aber gerne dabei gewesen wären.

Zusammen mit den Statements in der Einwohnerfragestunde (Danke auch an euch!) konnten wir ein deutliches Zeichen setzen für eine Altstadt ohne Durchgangsverkehr und für die eigentliche Selbstverständlichkeit, ohne Angst zu Fuß und mit dem Rad in der Stadt unterwegs sein zu können. Bei der Diskussion zu den Anträgen gab es dann wohl kontroverse Diskussionen in der SVV, letztlich wurde aber der Änderungsantrag 165/2021 angenommen.

Mit diesem Beschluss wurde also festgelegt, dass die Fahrbahnoberflächen im Bereich Plauer Straße - Altstädtischer Markt - Parduin verbessert werden sollen, die Verkehrsberuhigung der Altstadt gemäß Variante 3b aber erst nach Fertigstellung der "Spange" zwischen der Gerostraße und der Willi-Sänger-Straße erfolgen soll. In den Rückblicken auf die SVV-Sitzung der Fraktionen von SPD und Freien Wählern wird auf diese Verknüpfung "erst Fertigstellung der Spange - dann Verkehrsberuhigung" z.T. wortreich eingegangen, leider aber mit zum Teil falschen Aussagen begründet. Der "Spange" wird dabei eine Entlastungsfunktion angedichtet, die sie nicht haben kann und gemäß der Modellberechnungen des Gutachters IVAS auch nicht hat.

Für den Bau der "Spange" ist ein Planfeststellungsverfahren notwendig, erst nach dessen Abschluss können die Bauarbeiten ausgeschrieben werden. Diese (vermutlich europaweite) Ausschreibung braucht Zeit, ebenso natürlich die Bauarbeiten selbst. Insgesamt wird es daher fünf bis sechs Jahre dauern, bis die "Spange" fertiggestellt sein wird. Wir finden es unverantwortlich, die lärmgeplagten Anwohner in der Altstadt so lange ohne Perspektive zu lassen. Noch über fünf Jahre soll der Durchgangsverkehr Tag und Nacht über Plauer Straße und Parduin rauschen und so den Fuß- und Radverkehr dort gefährden und verdrängen. Die Gute Stube der Altstadt, der Altstädtische Markt, soll für fünf weiter Jahre Rennstrecke für Autos sein, anstatt ein lebendiger Platz mit vielfältiger Nutzung wie in unserer Vision.

Mehr noch, wir sehen durch diesen Beschluss die Gefahr, dass die Herausnahme des Durchgangsverkehrs auf den St. Nimmerleinstag verschoben werden kann. In allen SVV-Fraktionen außer Die LINKE und B90/Grüne scheint noch immer ein autozentriertes Denken vorzuherrschen. Es werden immer irgendwelche Vorwände vorgebracht werden, warum eine Verkehrsberuhigung angeblich nicht möglich sein soll.

Völlig unklar ist auch noch, wie die künftige Gestaltung der Oberflächen sein soll. Wir werden uns dafür einsetzen, dass den Anforderungen für sicheren Fuß- und Radverkehr Rechnung getragen wird. Wann die Bauarbeiten wirklich beginnen, ist nicht ausgemacht, da die Finanzierung noch unklar ist. Die durch den Beschluss 077/2021 dafür vorgesehenen 400.000€ werden für die gesamte Strecke jedenfalls nicht ausreichen, und es ist völlig unklar, ob ergänzende Fördermittel eingeworben werden können.

Wir halten außerdem nur eine Verkehrsberuhigung, die den Durchgangsverkehr vollständig aus der Altstadt und der Bergstraße heraushält, für wirklich zukunftsweisend. Neben flankierenden Maßnahmen in Nord und den Straßen rund um den Marienberg muss es Ziel der Stadtverwaltung sein, den KFZ-Verkehr insgesamt zu reduzieren. Dazu müssen Alternativen wie der ÖPNV und der Radverkehr gestärkt werden.

Es ist und bleibt fatal, dass die Konzentration von Finanzmitteln und personeller Ressourcen in der Verwaltung auf den Straßenzug Plauer Straße - Altstädtischer Markt - Parduin dazu führt, dass auf absehbare Zeit die Stellen nicht angegangen werden, die für die Sicherheit des Fuß- und Radverkehrs sehr viel relevanter sind. Der ausführliche Bericht der Stadtverwaltung zu den Gefahrenstellen an Straßenbahnschienen ist fundiert und bietet eine gute Diskussionsgrundlage, welche Stellen wie entschärft werden könnten (siehe unsere Bewertung vom 13.05.2021). Leider hat eine Mehrheit in der Stadtpolitik offenbar beschlossen, diesen Bericht zu igorieren. Weder bei der Vorlage in der SVV-Sitzung am 26.03.2021, noch bei allen anderen Sitzungen von Ausschüssen oder der SVV seither wurde dieser Bericht diskutiert. Wir möchten nocheinmal daran erinnern, dass sich aus unserer Umfrage ergibt, dass wir mit mehr als 200 Schienen-Unfällen jährlich rechnen müssen, mit z.T. schweren Verletzungen von Radfahrenden. Sollen diese Verletzungen als naturgegeben hingenommen werden? Ist die Gesundheit und Sicherheit von Radfahrenden in der Stadt also egal?

Auch wenn es also so scheint, als ob wir mit unserem Engagement keinen Erfolg hatten, waren wir nicht völlig wirkungslos. Was haben wir also erreicht? In jedem Fall ist es uns gelungen, das Thema Fuß- und Radverkehr in der Stadt fest im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Die schlechten Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr sind ein Thema in der Politik geworden und werden es bleiben, solange hier keine deutliche Verbesserung eintritt. Letztlich konnten wir auch fast alle politischen Kräfte in der Stadt davon überzeugen, dass der Status Quo in der Altstadt nicht mehr akzeptabel ist und wir einen ausgewogeneren Verkehr brauchen. Wir müssen den öffentlichen Druck hoch halten und weiter unermüdlich darauf hinweisen, dass alle von einer Altstadt ohne Durchgangsverkehr profitieren werden.

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news-8914 Thu, 17 Jun 2021 01:39:28 +0200 Hybrider Verkehrswende-Stammtisch am Dienstag den 22. Juni, 19 Uhr https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/hybrider-verkehrswende-stammtisch-am-dienstag-den-22-juni-19-uhr/

Aufgrund der niedrigen Corona-Inzidenzen kann unser monatlicher Verkehrswende-Stammtisch wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden, parallel ist auch eine Teilnahme per Videokonferenz weiterhin möglich.

  • Wer physisch kommen kann und möchte, ist eingeladen in den Garten von Familie Peters, Kapellenstr. 19. Herzlichen Dank an unsere Gastgeber! (Maske nicht vergessen für den Weg durchs Haus bzw. für einen eventuellen Toilettenbesuch.)
  • Wer virtuell teilnehmen möchte, kann das weiterhin per Jitsi tun. Jitsi ist eine Open-Source-Videokonferenzsoftware, die direkt über den Browser genutzt werden kann und keine Installation benötigt, für die Teilnahme einfach folgende Adresse in die Adresszeile des Browsers eingeben: https://coworking.14197.berlin/Verkehrswende-Stammtisch-BRB

Wir freuen uns auf lebhafte Diskussionen zu Verkehrsthemen in und um die Stadt Brandenburg.

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news-8906 Tue, 15 Jun 2021 01:30:25 +0200 Interaktive Karten zu Fuß- und Radverkehr in der Stadt Brandenburg an der Havel https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/interaktive-karten-zu-fuss-und-radverkehr-in-der-stadt-brandenburg-an-der-havel/

Mit Transparenz und Übersichtlichkeit in der Stadt-, Umwelt- und Verkehrsentwicklung tut sich die Stadt(verwaltung und -politik) sehr schwer. Zumeist werden nur einzelne Vorhaben betrachtet ohne den Gesamtüberblick zu zeigen. Was schon in der Stadt geleistet wurde und in naher Zukunft geleistet werden soll, wird z.B. nicht übersichtlich dargestellt, weder in Vorträgen noch auf den Internetseiten der Stadtverwaltung. Auch werden Ergebnisse aus beschlossenen und in der Erstellung teuren Konzepten - wie z.b. dem integrierten Stadtentwicklungskonzept, dem Klimaschutzkonzept oder dem Verkehrsentwicklungsplan - in der Umsetzung von (baulichen) Vorhaben nicht immer berücksichtigt. Entweder, weil die Ergebnisse schlichtweg nicht mehr bekannt sind oder, weil deren Bedeutung für das jeweilige Vorhaben unklar ist. Dies gilt für den gesamten Verkehrsbereich, insbesondere aber für den barrierefreien Fuß- und Radverkehr.

Zusammen mit der Initiative Altstadtleben Brandenburg Havel 2028 möchten wir diese Informationslücke mit unseren neuen interaktiven Karten schließen. Wir haben für diese Karten einen neuen Bereich in unserer Webseite eingerichtet, der über die Navigation oben rechts erreichbar ist.

  • In einem ersten Schritt stellen wir auf der Seite Radfreundliche Wege eine interaktive Karte bereit, auf der vorhandene radfreundliche Wege abseits von Straßen, die Straßen und Plätze mit geschnittenem Pflaster, Straßen mit Angebotsstreifen aus geschnittenem Pflaster sowie reine Fahrradstraßen im Stadtgebiet dargestellt sind.
  • Diese Karte wird durch eine zweite interaktive Karte ergänzt, auf der die offiziellen Radrouten der Stadt für den Touristik- und Alltagsverkehr dargestellt sind. Insbesondere die Radhauptrouten aus dem beschlossenen Radverkehrskonzept der Stadt (Teil des Verkehrsentwicklungsplans 2018) sind in Verwaltung und Öffentlichkeit noch nicht allen bekannt.

Ein Foliensatz mit einem Kurzüberblick zur Handhabbarkeit der Karten mit Beispielen zu möglichen Analysen ist unten verlinkt. Wir möchten unsere Karten beständig weiterentwickeln und freuen uns über Mitarbeit! Auch anderes Feedback ist sehr willkommen. 

Weitere Karten zu anderen Schwerpunkten werden folgen, u.a. eine kritischen Würdigung der Hauptradrouten gemäß Radverkehrskonzept des beschlossenen Verkehrsentwicklungsplans mit den dazu vorgesehenen Baumaßnahmen sowie einer Aufstellung noch fehlender Maßnahmen.
 
Insgesamt könnten die Karten Grundlage für eine Fortschreibung des Radverkehrkonzeptes der Stadt Brandenburg sein. Wir sind überzeugt, dass hierfür kein teurer externer Dienstleister engagiert werden muss. Die Stadtverwaltung hat mit ihrer Liste der Gefahrenstellen für den Radverkehr an Straßenbahnschienen (als Antwort auf Antrag 286/2020) eine fundierte Bestandsaufnahme mit Bewertung vorgelegt. Unverständlicherweise hat die Stadtpolitik den Bericht fast gänzlich ignoriert und diesen bisher nicht in den Ausschüssen behandelt.

Mit unseren Karten möchten wir dazu beitragen, einen ausgewogeneren und für alle Teilnehmer sichereren Verkehr in der Stadt Brandenburg an der Havel zu erreichen. Die Karten sollen ein Werkzeug sein, mit dem wir Stadtverwaltung und Stadtpolitik ganz konkret bei der Erreichung dieser Ziele unterstützen.

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news-8875 Wed, 09 Jun 2021 13:11:50 +0200 „Begrüßungsparty“ am Hausbahnsteig des Bahnhof Fürstenberg https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/begruessungsparty-am-hausbahnsteig-des-bahnhof-fuerstenberg/  

Aufgrund eines sanierungsbedürftigen Daches war es seit mehr als vier Jahren nicht möglich barrierefrei mit Rollstuhl, Fahrrad, Kinderwagen und Gepäck am Bahnhof in Fürstenberg / Havel ein oder auszusteigen. Zum Fahrplanwechsel am 13. Juni halten jetzt erstmals wieder Züge am Hausbahnsteig, der einen ebenerdigen Zugang zu den Zügen ermöglicht.

Aus diesem Anlass lädt der VCD Brandenburg zu einem Presse-Fototermin am 13. Juni um 10:30 Uhr am Hausbahnsteig des Bahnhof Fürstenberg/Havel.

Aktive des VCD Brandenburg, der Bürgerinitiative „Barrierefreier Bahnhof Fürstenberg“ und es Arbeitskreises „Lebendiges Fürstenberg“ besteigen den 10:45 Uhr - Zug mit Rollstuhl, Fahrrad und Gepäck.

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news-8784 Fri, 28 May 2021 06:10:46 +0200 „Nahverkehr auf der Schiene attraktiver machen“ https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/nahverkehr-auf-der-schiene-attraktiver-machen/ Mit dem Bundesgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen, Michael Kellner, erörterte VCD-Kreisgruppensprecher Dirk Flege (links im Foto) verschiedene Varianten, wie die Havelstadt auf der Schiene besser mit Templin (Landkreis Uckermark) verbunden werden kann.

„Wir wollen den Nahverkehr auf der Schiene für die Menschen attraktiver machen“, sagte Kellner, der bei der Bundestagswahl im Herbst für Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Uckermark/Barnim als Direktkandidat antritt und auf Platz 2 der Brandenburger Landesliste steht.

Auf dem Programm stand auch ein Gespräch mit Zehdenicks Bürgermeister Bert Kronenberg (parteilos), der die erfreuliche Mitteilung überbrachte, dass das seit Jahren leerstehende Bahnhofsgebäude einen neuen Eigentümer habe. „Damit besteht Hoffnung auf eine baldige Wiederbelebung des an sich schönen Gebäudes“, sagte Flege.

Im Mai vergangenen Jahres hatte die VCD-Kreisgruppe bei einem Test aller Bahnhöfe in Oberhavel die Zehdenicker Station in der besten von drei Kategorien verortet. Größtes Manko war das leerstehende Bahnhofsgebäude. Beeindruckt waren die VCD-Tester hingegen vom Engagement der Stadt im Umfeld des Gebäudes. So gibt es auf dem Bahnhofsvorplatz neben einem großen Blumenkübel ein Bistro, überdachte Fahrradstellplätze, reichlich Park&Ride-Plätze und eine Ladestelle für E-Autos.

 

Pressekontakt
Dirk Flege, Sprecher der VCD Kreisgruppe Oberhavel • dirk.flege@vcd-brandenburg.de • Tel.: 0172/312 59 74

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news-8767 Tue, 25 May 2021 11:52:53 +0200 Altstadt für Alle - Demo am Mittwoch 26.05. 15:00 - 16:30 https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/altstadt-fuer-alle-demo-am-mittwoch-2605-1500-1630/

Zusammen mit Altstadtleben Brandenburg, Bewohnern und Gewerbetreibenden der Altstadt veröffentlichen wir das folgende Statement:


Keine Autoschnelltrasse durch die historische Altstadt

Viele Autofahrende fahren nur durch die historische Altstadt. Einige deutlich schneller als erlaubt. Das finden wir schon schlimm genug. Durch eine verbesserte Fahrbahnoberfläche wollen SPD, CDU und Freie Wähler nun die Route praktisch als „Autoschnelltrasse“ ausbauen.

  • Wir wollen aber keine Schnelltrasse für Autofahrende, die unsere Altstadt nur als Abkürzung nutzen.
  • Wir wollen eine Verkehrsberuhigung und keinen Durchgangsverkehr von Autos und Lastwagen sowie von Bussen, die nur „Betriebsfahrten“ durchführen.
  • Wir wollen sichere Straßen für alle Verkehrsteilnehmer, auch für Radfahrende, Fußgänger und mobilitätseingeschränkte Menschen, ob jung oder alt.
  • Wir begrüßen Autofahrende, die in der Altstadt wohnen, arbeiten, einkaufen und Erledigungen durchführen oder uns einfach nur besuchen.

So wird unsere historische Altstadt endlich lebendiger und attraktiver. Für Bewohner, Gäste und Gewerbetreibende. Und der Altstädtische Markt kann aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden. Als ein Ort der Begegnung für Menschen, nicht für Autos.


Bitte kommt alle zur Demonstration vor dem Brandenburger Theater, auch wenn ihr erst kurz vor oder nach 16 Uhr kommen könnt. Wichtig: Haltet mindestens eine Fahrradlänge (1,5m) Abstand zu anderen Teilnehmern und lasst SVV-Besucher ungehindert passieren. Auf der Demo gilt Maskenpflicht (Auflage der Versammlungsbehörde).

Wenn ihr an der Demo nicht teilnehmen könnt, erstellt ein kurzes Videostatement und verbreitet es unter dem Hashtags #altstadtfüralle und #altstadtlebenbrandenburg auf Instagram, Twitter etc. oder schickt es per Mail an marius.moritz@vcd-brandenburg.de.

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news-8761 Sun, 23 May 2021 16:23:13 +0200 Die Steinstraße, die Feuerwehr und die KFZ-Lagerflächen im öffentlichen Raum https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/die-steinstrasse-die-feuerwehr-und-die-kfz-lagerflaechen-im-oeffentlichen-raum/ Aufgrund der Oberleitungen der Straßenbahn ist der Platz für die Drehleiter in der Steinstraße knapp, und durch die Stellprobe wurde klar, dass die KFZ-Stellplätze nicht im bisherigen Umfang erhalten bleiben können, und dass auch eventuell z.T. die Flächen für die Außengastronomie beschränkt werden müssen, siehe die Berichte in der MAZ und bei meetingpoint.

Nun soll es eine Lösung für das schnelle Abschalten der Oberleitung im Notfall geben, und es werden - bis auf eine Ausnahme - nur die KFZ-Stellplätze und nicht die Außengastronomie-Flächen reduziert (laut MAZ und meetingpoint).

Während wir die Sorgen der Gastronomen um ihre Außenflächen für berechtigt halten, entspringt der Alarmismus der Einzelhändler ("in der Innenstadt von Brandenburg [gibt es so] keine echte Zukunft für Einzelhändler") einem faktenfreien, einseitig autozentrierten Denken.

Die Außenflächen sind für die Restaurants und Cafés in der Steinstraße extrem wichtig, die Terrassen sind aber bisher nur begrenzt attraktiv aufgrund des starken KFZ-Verkehrs. Auch die Absperrungen zur Fahrbahn hin, die offenbar im Notfall ein Problem für die Feuerwehr darstellen, sind nur aufgrund des dichten KFZ-Verkehrs notwendig. Mit einer Umwandlung zur Fußgängerzone würde sich das erledigen - und die Außengastronomie würde sehr viel attraktiver.

Die Einzelhändler liegen hingegen falsch, wenn sie glauben, dass ihre Kunden nur mit dem Auto kämen, und den Wegfall von KFZ-Stellplätzen in der Steinstraße mit einer geringeren Kundenfrequenz gleichsetzen. Im Gegenteil ist es so, dass der Einzelhandel von einer fußgängerfreundlicheren Steinstraße massiv profitieren wird. Durch die nun angekündigte Reduzierung der KFZ-Lagerflächen wird mehr Platz für Fußgänger*innen geschaffen, so dass in der Steinstraße ein entspannter Schaufensterbummel möglich wird.

Wenn Einzelhändler und Stadtmarketinggesellschaft meinen, dass die Steinstraße "schon lange nicht mehr" zum Bummeln einlädt, sollte man sich fragen, woran das liegt. Grund dafür sind doch der übermäßige Autoverkehr und die Parkplätze! Die Steinstraße ist unattraktiv wegen des Autoverkehrs und der KFZ-Lagerflächen. Auf der schmalen Restfläche zwischen Fassaden und den parkenden Autos ist kein entspanntes Bummeln möglich, denn man kann ja vor keinem Schaufenster stehenbleiben, ohne für andere Fußgänger sofort zum Hindernis zu werden. Nur eine Steinstraße ohne platzfressende KFZ-Stellplätze kann ein entspanntes Einkaufserlebnis bieten.

Sich als Innenstadt-Händler nur auf Autofahrer*innen als Kund*innen konzentrieren zu wollen, macht keinen Sinn: Die Innenstadt wird für Autofahrende nie so bequem sein wie das Einkaufszentrum auf der grünen Wiese, wo es massenhaft Parkplätze gibt. Für die Händler in der Steinstraße ist es sinnlos, mit dieser Art von Bequemlichkeit konkurrieren zu wollen. Stadtdessen müssen Stadtmarketinggesellschaft und Einzelhändler sich auf die Stärken besinnen, die die Innenstadt hat: ein tolles Ambiente in historischer Bausubstanz mit Vielfalt im Angebot im menschlichen Maßstab. Kunst, Kultur und Geschichte gleich mit dabei. Das gibt es nicht beim Konsumtempel im Industriegebiet.

Ein weiteres Problem sind Radfahrende auf den Gehwegen in der Steinstraße. Es ist eindeutig klar, dass man auf den Gehwegen dort nicht mit dem Rad fahren darf, und Fußgänger*innen beklagen sich regelmäßig zu Recht. Wir können aber jede und jeden verstehen, der sich die Steinstraße auf dem Rad nicht antun will angesichts der ständig drohenden Sturzgefahr durch Schienen und den drängelnden und zu dicht überholenden Autofahrern. Aus den Kommentaren zu unserer Petition und aus unserer Umfrage wissen wir, dass die Steinstraße deshalb von Radfahrer*innen gemieden wird.

Das bedeutet, dass in der Steinstraße das Kundenpotential durch Radfahrer und Fußgänger noch längst nicht ausgeschöpft ist. Studien haben ergeben, dass Fußgänger und Radfahrer treue Kunden sind. Sie kaufen zwar pro Einkauf typischerweise weniger ein, kommen aber öfter und generieren so in Summe höhere Umsätze als Autofahrer. Fußgänger und Radfahrer haben einen begrenzten Radius und kaufen gerne lokal ein. Wer einmal im Auto sitzt, ist hingegen schnell auch woanders hingefahren.

In einer Broschüre "WirtschaftsRad - Mit Radverkehr dreht sich was im Handel" der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (auch unten verlinkt) von 2016 sind all diese Argumente genannt und mit einer Reihe von Studien belegt. Diese Erkenntnisse sind also nicht neu, warum scheinen Einzelhändler und Stadtmarketinggesellschaft davon noch nie gehört zu haben? Warum eine fahrrad- und fußverkehrsfreundliche Stadtplanung enorme Vorteile nicht nur für den Einzelhandel, sondern für die gesamte Gesellschaft bietet, wird in einer lesenswerten Broschüre der "Dutch Cycling Embassy" (der Niederländischen Fahrrad-Botschaft) dargelegt (ebenfalls unten verlinkt).

[Update 2021-05-29] Hier und hier sind die Ergebnisse von Untersuchungen zum Thema Einzelhandel und Radverkehr noch einmal kompakt zusammengefasst.

Ohne KFZ-Verkehr, mit glattem Pflaster in der Fahrbahnmitte und abschnittsweiser Veloschiene könnten auch Radfahrer*innen die Geschäfte in der Steinstraße entspannt erreichen. Fußgänger*innen hätten ausreichend Platz für einen entspannten Schaufensterbummel. Und danach ein leckeres Essen oder ein Eis im Freien ohne Abgas-Aromen genießen - wer wollte das nicht?

Wann erkennen Stadtpolitik, Verwaltung, Stadtmarketinggesellschaft und Einzelhändler endlich das Offensichtliche? Die Steinstraße sollte eine Fußgängerzone werden.

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news-8759 Sun, 23 May 2021 12:00:51 +0200 Petition für ein fahrradfreundliches Brandenburg - trotz Zustimmung denkt die SVV nicht daran, die Forderungen umzusetzen https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/petition-fuer-ein-fahrradfreundliches-brandenburg-trotz-zustimmung-denkt-die-svv-nicht-daran-die-f/

Schlimmer noch, einige neuere Beschlüsse der neuen Kooperation aus CDU, SPD und Freie Wähler in der SVV weichen die im Zuge der Petition getätigten Beschlüsse wieder auf bzw. wollen deren Umsetzung auf weit entfernte, unbestimmte Zukunft verschieben. Damit drohen die Errungenschaften unserer Petition im Sande zu verlaufen! Das können wir nicht zulassen und hier brauchen wir nun wieder Eure Unterstützung! Wir müssen schnell sein und schon vor der nächsten SVV am 26.05.2021 ein Zeichen des Protests setzen. Schickt uns so schnell wie möglich (z.B. per Smartphone) eine 20-30sek. Videobotschaft (an marius.moritz@vcd-brandenburg.de), in der Ihr klar macht, was Ihr von der Verschleppungspolitik der Stadt haltet, warum Ihr für eine nicht autozentrierte Form der Mobilität in unserer Stadt seid, inwieweit Ihr selbst betroffen seid und und und.

[Update 2021-05-25] Aufruf zur Teilnahme an einer Demo zum Beginn der SVV am 26.05.2021, 15:00 -16:30 am Brandenburger Theater!

Die Entwicklungen der letzten Wochen im Überblick:

Stadtverwaltung erstellt Analyse von Gefahrenstellen, leitet aber keine Maßnahmen daraus ab

Erfreulich ist, dass die Stadtverwaltung eine Analyse von 97 städtischen Gefahrenstellen für Fuß- und Radverkehr vorgelegt hat, siehe unser ausführlicher Artikel vom 13.05. Die Analyse ist fundiert und bietet eine sehr gute Grundlage, nun konkrete Maßnahmen zur Entschärfung dieser Gefahrenstellen anzugehen. In der Kategorie "rot" (1. Priorität) befinden sich acht Positionen, u.a. je zwei Abschnitte in der Hauptstraße und der Ritterstraße sowie je eine in der Geschwister-Scholl-Straße oder der Bauhofstraße. Mit "gelb" (2. Priorität) werden 27 weitere Gefahrenstellen bewertet. Aber welche Schritte zur Entschärfung der Gefahrenstellen werden nun unternommen? Darauf gibt es bisher keine Antwort. Leider wurde diese Analyse weder in der SVV noch in geeigneten Ausschüssen politisch diskutiert und leider zeigen die derzeit geplanten Maßnahmen auch keinen Bezug zu dieser Prioritätenliste, denn:

Teure Oberflächenverbesserung für PKW in der Altstadt, aber keine Mittel für Problemstellen

Im gleichen Schreiben macht die Stadtverwaltung deutlich, dass die SVV die Prioritäten völlig anders setzt, da aufgrund der Beschlusslage (Antrag 77/2021) „Unterhaltungsmittel der FG Straßen und Brücken vornehmlich für die Oberflächenverbesserung von Fahrbahnen in der Plauer Straße, am Altstädtischen Markt und am Parduin einzusetzen sind. Damit sollen eine Verringerung der Lärmentwicklung und ein besserer Fahrkomfort erreicht werden.“

Prinzipiell sehen wir dem Einbau von geschnittenem Pflaster (das ist mit "Oberflächenverbesserung" gemeint) sehr positiv, und wir haben den Beschluss 77/2021 auch zunächst begrüßt.

Allerdings hat der Straßenzug Plauer Straße - Altstädtischer Markt - Parduin aus unserer Sicht keine hohe Priorität, denn es gäbe sehr viel dringendere Problemstellen, siehe die Analyse von Gefahrenstellen. Die im diesjährigen Haushalt für die Oberflächenverbesserung vorgesehenen Mittel von 400.000 EUR werden bei weitem nicht ausreichen (Herr Reck, Leiter des Bereichs Straßen und Brücken der Stadtverwaltung schätzt grob 1,5 Mio EUR). Damit bedeutet der Beschluss 77/2021, dass die Bewältigung der wirklichen Problemstellen für Fuß- und Radverkehr über Jahre blockiert werden, hierzu heißt es, die „ursprüngliche Verwendung der Mittel für den Einsatz von geschnittenem Großpflaster in der Hauptstraße und Ritterstraße rückt damit in Folgejahre.“

Außerdem führt ein vollflächiger Einbau von geschnittenem Pflaster in diesem Straßenzug auch zu einer besseren Befahrbarkeit für KFZ. Ohne eine gleichzeitige Verkehrsberuhigung wird die Oberflächenverbesserung eher noch zu einer Zunahme und Beschleunigung des KFZ-Verkehrs führen. Eine glatte Fahrbahnoberfläche erlaubt ein ruhigeres und damit schnelleres Autofahren, was zu noch höheren KFZ-Durchschnittsgeschwindigkeiten oberhalb Tempo 30 führen dürfte. Schon jetzt fahren viele Autofahrende hier zu schnell, eine Messung der Verkehrsbehörde vom 10.09.-15.09.2019 ergab schon mit dem jetzigen Natursteinpflaster eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 39 km/h in Fahrtrichtung Altstädtischer Markt. Die Quote des Überschreitens von Tempo 30 liegt mit 63,1% sehr hoch.

Das bedeutet, dass Radfahrende trotz der Möglichkeit eines holperfreien Radfahrens auf der Straße weiterhin den Bürgersteig nutzen werden. Das schon aktuell hohe und zukünftig steigende Kfz-Aufkommen (Autos und Busse mit vielen Betriebsfahrten), die zum Teil geringe Fahrbahnbreite auf der Plauer Straße und am Altstädtischen Markt sowie das Nichteinhalten der Mindestabstände zu Radfahrenden von Autofahrern bei Überholvorgängen verhindern, dass Radfahrende sich auf den Straßen der Altstadt sicher fühlen. In der Konsequenz gewährt die nun geplante aufwändige und kostspielige Oberflächenverbesserung vor allem dem Autoverkehr in der historischen Altstadt weiterhin „freie Fahrt“, während sich die Verkehrssicherheit für Radfahrende, Fußgänger*innen und Mobilitätseingeschränkte nicht verbessert. Auch die Lärmbelastung, erklärtes Ziel der Oberflächenverbesserung, wird sich, wenn überhaupt, nur geringfügig verringern, da eine Lärmreduzierung durch das glattere Pflaster durch das höhere KFZ-Aufkommen und die höhere Geschwindigkeit konterkariert wird.

Wir können diesen Effekt schon heute in der Mühlentorstraße sehen. Obwohl dort schon geschliffenes Pflaster verlegt ist, führt das hohe KFZ-Aufkommen und das hohe Tempo weiter zu einer erheblichen Lärmbelastung. Nur wenige Radfahrende nutzen dort die Fahrbahn, weil sie durch zu schnell fahrende und zu dicht überholende KFZ-Fahrer*innen bedrängt werden.

Es ist eindeutig: eine wirkliche Verbesserung der Lärmsituation und der Sicherheit für Radfahrende, Fußgänger*innen und Mobilitätseingeschränkte wird es nur mit einer Verkehrsberuhigung geben, was ja auch eine zentraler Punkt unserer Petition war. Wie sieht es also mit dieser Forderung aus?

CDU, SPD und Freie Wähler wollen die Verkehrsberuhigung in der Altstadt um mindestens fünf Jahre verzögern

Mit dem von CDU, SPD und Freien Wählern eingebrachten Antrag 165/2021, über den in der nächsten SVV am 26.05. abgestimmt werden soll, soll festgesetzt werden, dass die Verkehrsberuhigung in der Altstadt erst „im direkten Anschluss an die Errichtung der Spange zwischen Gerostraße und Willi-Sänger-Straße folgen“ soll. Die Stadtverwaltung hat aber betont, dass dies erst in ca. 5-6 Jahren der Fall sein wird! Es wird behauptet, dass nur mit diesem Kreuzungsumbau eine verträgliche Verkehrsberuhigung stattfinden könne. Das ist falsch, denn durch neue Berechnungen des Gutachters IVAS im Auftrag der Stadtverwaltung wird gezeigt, dass es auch ohne die „Spange“ Varianten zur Verkehrsberuhigung gibt, bei denen sich verträgliche Ausweichverkehre auf Straßen außerhalb der Altstadt ergeben.

Was SPD, CDU und Freie Wähler nicht erwähnen: Laut dem Verkehrsentwicklungsplan kommt es auch nach dem Bau der Spange Gerostraße zu nennenswerten Ausweichverkehren, u.a. auf der Willi-Sänger-Straße (um gut +16%) und Bergstraße (um knapp +105%) sowie auf der Sprengelstraße und Robert-Koch Straße! Diese zusätzlichen Verkehrsbelastungen werden von der Politik mehrheitlich hingenommen. Tatsächlich sind bei einer Verkehrsberuhigung sowohl mit als auch ohne Spange Gerostraße ähnliche Verkehrsaufkommen in diesen Straßen zu erwarten. Die Entscheidung, ob die Stadt es mit ihrem Ziel einer Verkehrsberuhigung in der Altstadt ernst meint, wird nur mal wieder vertagt. Nach dem Bau der „Spange“ wird es dann wieder neue Argumente geben, warum eine Verkehrsberuhigung angeblich nicht mörglich ist. Es muss allen Beteiligten klar sein, dass es auf jeden Fall zu Ausweichverkehren kommt und diese für die Willi-Sänger-Straße sogar gewollt sind!

Unser Fazit

Es ist wirklich absurd: die wirksamste Maßnahme, die Lärmbelastung in der Altstadt zu reduzieren und die Sicherheit für Radfahrende, Fußgänger*innen und Mobilitätseingeschränkte zu erhöhen, wäre eine Verkehrsberuhigung, die auch noch sehr günstig zu verwirklichen wäre. Stattdessen wird eine teure und wirkungslose Maßnahme priorisiert, was dazu führt, dass die für die Beseitigungen von Gefahrenstellen für den Radverkehr in der gesamten Stadt kein Geld mehr übrig bleibt.

Es zeigt sich also, dass die Annahme unserer Petition durch die SVV nur ein Lippenbekenntnis war – wenn es konkret wird, entscheidet eine Mehrheit der Stadtverordneten wieder einmal gegen alle, die sich in der Stadt zu Fuß und mit dem Rad sicher fortbewegen wollen. Lasst euch das nicht gefallen! Wendet euch an die Stadtverordneten, schickt uns eine kurze Video-Botschaft, beteiligt euch an unserer geplanten Aktion - mehr Details in Kürze!

[Update 2021-05-25] Aufruf zur Teilnahme an einer Demo zum Beginn der SVV am 26.05.2021, 15:00 -16:30 am Brandenburger Theater!

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news-8730 Mon, 17 May 2021 09:03:00 +0200 Ride of Silence in Potsdam https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/ride-of-silence-in-potsdam/  

Im Rahmen des weltweiten "Ride of Silence" erinnern wir an die getöteten Radfahrenden im Potsdamer Straßenverkehr und demonstrieren gemeinsam auf dem Rad für mehr Verkehrssicherheit! Dafür kleiden wir uns weiß und fahren schweigend als Fahrraddemonstration acht jener Orte ab, an denen wir in den vergangenen Jahren ein mahnendes, weißes Geisterrad aufstellen mussten.

Die Demonstration startet am Mittwoch, 19. Mai 2021 um 18:30 Uhr am Rathaus Potsdam, Friedrich-Ebert-Straße 80. Das Ziel ist der Obelisk Alter Markt Landtag

Wichtig: Die Fahrraddemonstration findet unter Einhaltung der Corona-Schutzregeln statt. Wir halten Abstand ein und bitte bringt eure Masken mit!

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news-8711 Thu, 13 May 2021 18:05:47 +0200 Gefahrenstellen für den Radverkehr an Straßenbahnschienen: Wie geht es weiter? https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/gefahrenstellen-fuer-den-radverkehr-an-strassenbahnschienen-wie-geht-es-weiter/

Mit dem Änderungsantrag Nr. 286/2020 hatte die Stadtverordnetenversammlung (SVV) der Stadtverwaltung den Auftrag erteilt, besondere Gefahrenstellen für Radfahrende im Stadtgebiet bei der Querung von Straßenbahn- und Bahnschienen zu identifizieren, die identifizierten Gefahrenstellen nach drei Prioritätengruppen zu ordnen und ein Konzept für die Beseitigung bzw. Entschärfung der Gefahrenstellen vorzulegen. Basis dieses Änderungsantrags war der Antrag Nr. 252/2020.

Die Stadtverwaltung hat im Rahmen der SVV am 26.03.2021 eine Analyse von Gefahrenstellen als "Tischvorlage" vorgelegt, d.h., die Analyse wurde in der Sitzung als Ausdruck verteilt und erst später online gestellt. Die Stadtverordneten hatten also leider nicht die Möglichkeit, die Analyse vorab zu studieren und in der SVV fundiert darüber zu diskutieren. Auch in der folgenden SVV-Sitzung am 28.4. oder in den passenden Ausschüssen (ASUV bzw. AOSP) wurde die Analyse bisher nicht behandelt.

Das halten wir für ein schweres Versäumnis, denn die Analyse ist fundiert und bietet aus unserer Sicht eine sehr gute Grundlage, nun konkrete Maßnahmen zur Entschärfung der Gefahrenstellen anzugehen. Die Liste der potentiellen Konfliktpunkte ist umfassend, 97 mögliche Gefahrenstellen wurden untersucht. Die Stellen werden gemäß einer Ampellogik priorisiert.

In der Kategorie "rot" (1. Priorität) befinden sich acht Gefahrenstellen, neben je zwei Abschnitten in der Hauptstraße und der Ritterstraße sind noch je eine Stelle in der Geschwister-Scholl-Straße, der Bauhofstraße und der Froschallee (in Kirchmöser) sowie der Bahnübergang an der Planebrücke aufgeführt. Mit "gelb" (2. Priorität) werden 27 weitere Gefahrenstellen bewertet.

Als Maßnahme bei insgesamt 27 Stellen der Kategorie rot oder gelb wird vorgeschlagen, den Einsatz der VELO-Schiene / Velogleis oder ähnlicher Konstruktionen zu prüfen. Im begleitenden Text wird jedoch der Schluss gezogen, längere Abschnitte auszurüsten, sei "betrieblich und wirtschaftlich nicht vertretbar". Dabei werden aber Kosten zum Materialeinsatz angegeben, die deutlich zu hoch sind, wie Recherchen von Jürgen Peters ergeben haben, außerdem wird auf mögliche Einsparpotentiale bei den Einbaukosten nicht eingeangen, wenn der Einbau gleichzeitig mit anderen Maßnahmen vorgenommen wird.

Als weitere Kritik zum Begleittext möchten wir anbringen, dass wir die fehlende Akzeptanz der Angebotsstreifen in der Steinstraße nur allzu verständlich finden angesichts des dichten KFZ-Verkehrs in der Steinstraße und dem zu geringen Überholabstand, den die allermeisten KFZ-Fahrer*innen dem Radverkehr gewähren - gesetzlich sind 1,5m Seitenabstand vorgeschrieben. Eine Verkehrsberuhigung der Steinstraße, am besten als Fußgängerzone, würde nicht nur diesen Konflikt entschärfen, sondern auch Gastronomie und Handel in der Steinstraße fördern.

Als dringenden Warnruf der Stadtverwaltung an die Politik muss man die folgende Passage unter Punkt 4 verstehen:

Durch Beschlussfassung der SVV zum Haushaltsplan 2021 ist festgesetzt, dass
Unterhaltungsmittel der FG Straßen und Brücken vornehmlich für die Oberflächenverbesserung von Fahrbahnen in der Plauer Straße, am Altstädtischen Markt und am Parduin einzusetzen sind. Damit sollen eine Verringerung der Lärmentwicklung und ein besserer Fahrkomfort erreicht werden. Die ursprüngliche Verwendung der Mittel für den Einsatz von geschnittenem Großpflaster in der Hauptstraße und Ritterstraße rückt damit in Folgejahre.

Es geht hier um den von CDU, SPD und FW beschlossenen Antrag 77/2021, der sich damit als absolut kontraproduktiv für die Sicherheit des Radverkehrs in der Stadt erweist.

Wie soll es also weiter gehen, welche Schritte zur Entschärfung der Gefahrenstellen werden nun unternommen? Dass die Zeit drängt, wird mit jeder neuen Unfallmeldung klar - zuletzt stürzte am 8.5. eine Radfahrerin im Bereich der Kreuzung Jacobstr. und Große Gartenstraße und verletzte sich schwer, also an einem Ort, der in der Analyse in der 2. Prioritätsgruppe liegt, und der auch in unserer Umfrage zu Schienenunfällen häufig genannt wurde. Wir erwarten, dass die Stadtverwaltung nun einen Umsetzungsplan vorlegt, der konkrete Maßnahmen mit einem Zeitplan sowie Finanzierungs– und Fördermöglichkeiten enthält, wie es im Antrag Nr. 286/2020 gefordert war, und dass die Stadtpolitik statt zu unkoordiniertem Aktionismus mit sich widersprechenden Beschlüssen endlich zu einem systematischen und effektiven Vorgehen findet.

[Update 16.5.2021] Mit dem Antrag 165/2021, der im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr (ASUV) am 12.05.2021 mit Stimmen von CDU, SPD, FW und FDP angenommen wurde, wird diese fatale Prioritätensetzung noch einmal bekräftigt. Obwohl – wie durch unsere Umfrage belegt – jährlich Hunderte Radfahrende in unserer Stadt Unfälle im Zusammenhang mit Straßenbahnschienen erleiden (über 1100 Unfälle innerhalb von 5 Jahren, d.h. über 220 Unfälle pro Jahr!) und zwar hauptsächlich in Hauptstraße, Ritterstraße und Steinstraße, werden die Finanzmittel, die hier Abhilfe schaffen könnten, für die Oberflächenverbesserung des Straßenzugs Plauer Str – Altstädtischer Markt – Parduin reserviert, deren Nutzen für den Radverkehr nur marginal ist. Da die im diesjährigen Haushalt dafür vorgesehenen Mittel nicht ausreichen, bedeutet dieser Antrag, dass über Jahre kein Geld für eine wirksame Verbesserung der Sicherheit des Radverkehrs in der Stadt vorhanden sein wird.

Gleichzeitig würde mit diesem Antrag die lange beschlossene Verkehrsberuhigung in der Altstadt quasi auf den St.-Nimmerleins-Tag verschoben werden – die Verkehrsberuhigung soll erst dann kommen, wenn die Baumaßnahme “Spange zwischen der Gero-Straße und der Willi-Sänger-Straße” abgeschlossen ist. Die Stadtverwaltung hat aber betont, dass dies erst in ca. 5-6 Jahren der Fall sein wird!

Es ist wirklich absurd: die wirksamste Maßnahme, die Lärmbelastung im Straßenzug Plauer Straße – Altstädtischer Markt – Parduin zu reduzieren, wäre genau diese Verkehrsberuhigung, die auch noch sehr günstig zu verwirklichen wäre. Stattdessen wollen die Antragsteller mit der Oberflächenverbesserung eine kaum wirksame, aber sehr teure Maßnahme umsetzen, was dafür sorgt, das wirkliche Verbesserungen nicht stattfinden werden.

Für die dem Antrag zustimmenden Fraktionen von CDU, SPD, FW und FDP hat die Sicherheit des Radverkehrs also offenbar keine Priorität. Die Annahme unserer Petition durch die SVV war also nur ein Lippenbekenntnis – wenn es konkret wird, entscheidet eine Mehrheit der Stadverordneten wieder einmal gegen alle, die sich in der Stadt zu Fuß und mit dem Rad sicher fortbewegen wollen.

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news-8708 Tue, 11 May 2021 17:33:56 +0200 In 15 Stationen Verkehrswende-Expert:in werden! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/in-15-stationen-verkehrswende-expertin-werden/ Mehr Radwege, mehr ÖPNV, Verkehrswende – alles schon mal gehört. Aber was genau bedeutet das eigentlich? Wer schon immer mehr zum Thema wissen wollte und Lust hat auf zwei Stunden Spaß bei einer spannenden Rallye, hat jetzt am Internationalen Museumstag auf einer Radtour vom Park Sanssouci zum Park Babelsberg die Möglichkeit einzusteigen!

Mit der Rallye des ökologischen Verkehrsclubs VCD über die App Actionbound können Interessierte an 15 Stationen viel über die Gründe und Strategien für die Verkehrswende sowie die wichtigsten Fakten lernen und sich dabei Potsdamer Beispiele ansehen. Die Nutzung der App ist kostenlos und funktioniert ohne Anmeldung.

Die Rallye ist hier zu finden: https://actionbound.com/bound/verkehrswende-stadtrallye.

Wir wünschen viel Spaß!

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news-8700 Mon, 10 May 2021 10:25:02 +0200 Brause und Glückwünsche für den ersten grenzüberschreitenden PlusBus Elbe Fläming https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/brause-und-glueckwuensche-fuer-den-ersten-grenzueberschreitenden-plusbus-elbe-flaeming/  

Ab heute verbindet der neue PlusBus X2 Bad Belzig in Brandenburg mit Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Die neue Linie schafft damit nicht nur eine zuverlässliche Verbindung zwischen Orten, die vorher nur mit dem Auto verbunden waren, die Region Elbe-Fläming wird über den ICE-Halt in Lutherstadt Wittenberg jetzt auch besser an den Fernverkehr angebunden.

Ein Grund zum Feiern finden der VCD-Elbe-Saale und der VCD Brandenburg. Die beiden Landesverbände spendieren dem Team des neuen PlusBus zum Start des länderübergreifenden Projektes deshalb ein paar Sprudelkisten der regionalen »Zahnaer Gelbe Brause«. Auch als symbolischen Dank an alle Fahrerinnen und Fahrer, die den öffentlichen Verkehr unter den erschwerten Pandemiebedingungen am Laufen halten.

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news-8729 Wed, 28 Apr 2021 08:50:00 +0200 Stellungnahme zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/stellungnahme-zum-integrierten-stadtentwicklungskonzept/ Der VCD Brandenburg begrüßt die starke Ausrichtung des INSEK Potsdam an den Zielen und Erfordernissen des Klimaschutzes. Dies umfasst ausdrücklich auch das Ziel einer klimaverträglichen Mobilität. Das räumliche Leitbild des Bahnrings Potsdam ist vor diesem Hintergrund eine richtige und wichtige Orientierung für die Siedlungsentwicklung Potsdams.

Kritisch gesehen wird jedoch, dass sich die Dimensionierung der neu ausgewiesenen Siedlungsbereiche allein an den Wachstumsprognosen orientiert. Diese werden nicht hinterfragt. Der VCD sieht es als dringend erforderlich an auch die Grenzen des Wachstums, die sich aus Klimaschutzaspekten und aus den Kapazitäten des öffentlichen Verkehrs ergeben könnten, als Planungsgrundlage zu berücksichtigen.

Lesen Sie hier unsere ausführliche Stellungnahme.

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news-8626 Tue, 27 Apr 2021 12:34:19 +0200 Brandenburg bekommt ein Mobilitätsgesetz https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/brandenburg-bekommt-ein-mobilitaetsgesetz-1/ Der erzielte Kompromiss ebnet den Weg für ein Mobilitätsgesetz in Brandenburg, das bis zum Ende der Wahlperiode verabschiedet werden soll. Trotzdem zeigen die harten Verhandlungen der letzten Wochen, dass der Weg dahin nicht einfach wird. Die Volksinitiative hätten sich gewünscht, mit konkreteren Eckpunkten in den bevorstehenden Dialogprozess zu starten. Trotzdem bietet der Kompromiss die Chance, zeitnah erste Entscheidungen auf den Weg zu bringen. Ein Volksbegehren hätte den Prozess weiter verzögert. Zeit, die wir angesichts des voranschreitenden Klimawandels und der zahlreichen Verkehrsprobleme im Land nicht haben.

Lesen Sie in unserer ausführlichen Pressemitteilung, welche Forderungen der Volksinitiative sich im Kompromiss wiederfinden und wo der Dialogprozess für ein Mobilitätsgesetz besonders schwierig werden wird.

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news-8576 Sun, 18 Apr 2021 21:49:16 +0200 Virtueller Verkehrswende-Stammtisch am Donnerstag, den 6.5. 19 Uhr https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/virtueller-verkehrswende-stammtisch-am-donnerstag-den-65-19-uhr/

Aufgrund der Corona-Lage findet unser monatlicher Verkehrswende-Stammtisch zur Zeit virtuell statt. Wir treffen uns am Donnerstag, den 6. Mai 2021 ab 19 Uhr auf Jitsi. Jitsi ist eine Open-Source-Videokonferenzsoftware, die direkt über den Browser genutzt werden kann und keine Installation benötigt, für die Teilnahme einfach folgende Adresse in die Adresszeile des Browsers eingeben:

https://coworking.14197.berlin/Verkehrswende-Stammtisch-BRB

Wir freuen uns auf lebhafte Diskussionen zu Verkehrsthemen in und um die Stadt Brandenburg.

Von unserer Seite gibt es die folgenden Themenvorschläge:

  • Aktueller Stand zur Verkehrsberuhigung in der historischen Innenstadt
  • Aktueller Stand zur Vorplanung der Brücke am Altstadt-Bahnhof
  • Aktueller Stand zum Projekt Fahrrad-Reparatur-Stationen
  • Aktueller Stand zur "fLotte Branne", dem freien Lastenrad-Verleih für Brandenburg an der Havel
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news-8549 Thu, 15 Apr 2021 11:00:00 +0200 Rückenwind für die sozial gerechte ökologische Mobilitätswende in Brandenburg https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/rueckenwind-fuer-die-sozial-gerechte-oekologische-mobilitaetswende-in-brandenburg/ Die Landesverbände des BUND und des ökologischen Verkehrsclubs VCD haben im Januar gemeinsam mit einem großen Bündnis aus Umwelt- und Verkehrsverbänden, Gewerkschaften, den brandenburgischen Studierenden und Fridays for Future die Volksinitiative „Verkehrswende Brandenburg jetzt!“ beim Landtag eingereicht. Aktuell laufen die inhaltlichen Verhandlungen mit den Koalitionsparteien. Jetzt bekommt die Brandenburgische Initiative auch Rückenwind auf Bundesebene.

Welche Vorteile eine Mobilitätswende auf Bundesebene für Brandenburg mit sich bringen würde, können Sie in unserer aktuellen Pressemitteilung lesen.

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news-8553 Mon, 12 Apr 2021 14:29:00 +0200 Stellungnahme zur Tank- und Rastanlage Havelseen https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/stellungnahme-zur-tank-und-rastanlage-havelseen/ Der VCD Brandenburg lehnt den Neubau einer Tank- und Rastanlage Havelseen am Standort Potsdam Nord aus verkehrlichen und Klimaschutzgründen ab und sieht keine ausreichende Bregründung für diesen. Die Stellungnahme in voller Länge ist hier zu finden.

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news-8497 Sat, 03 Apr 2021 11:27:34 +0200 „Radfahrende immer häufiger Unfallopfer im Straßenverkehr“ https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/radfahrende-immer-haeufiger-unfallopfer-im-strassenverkehr/ Lediglich bei den getöteten Fußgängerinnen und Fußgängern gab es einen Rückgang um 17 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der VCD-Kreisgruppe Oberhavel auf der Grundlage von Anfang April veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes.

„Wenn Radfahrende immer häufiger Unfallopfer werden und Fußgängerinnen und Fußgänger im Straßenverkehr immer häufiger verletzt werden, brauchen sie mehr Schutz“, sagte VCD-Kreisgruppensprecher Dirk Flege am Sonnabend in einer Mitteilung. Dazu gehören nach Auffassung der VCD-Kreisgruppe sichere Rad- und Gehwege, mehr gesicherte Querungsstellen, mehr Tempo 30-Zonen und die konsequentere Ahndung von Geschwindigkeitsüberschreitungen des Kfz-Verkehrs.

Das Land Brandenburg will bis zum Jahr 2024 die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten um 40 Prozent und die Zahl der Schwerverletzten um 50 Prozent reduzieren. Der Landkreis Oberhavel bekennt sich in seinem „Mobilitätskonzept 2040“ sogar zur „Vision Zero“, nennt aber weder ein Jahr bis wann das Ziel Null Verkehrstote in Oberhavel erreicht sein soll noch ein Zwischenziel.

In absoluten Zahlen sind in Oberhavel von 2016 bis 2020 insgesamt 1.266 Radfahrende verletzt worden (1.011 zwischen 2011 und 2015), 11 (7) starben – darunter alleine drei im vergangenen Jahr. Die Zahl der verletzten Fußgängerinnen und Fußgänger stieg von 310 auf 327, die Zahl der tödlich verunglückten Fußgängerinnen und Fußgänger sank im Vergleich der Fünfjahreszeiträume von 6 auf 5.

Weiterführende Informationen:

Verkehrssicherheitsprogramm 2024 der Landesregierung: https://mil.brandenburg.de/mil/de/themen/mobilitaet-verkehr/verkehrssicherheit/verkehrssicherheitsprogramm-2024/

Pressekontakt
Dirk Flege, Sprecher der VCD Kreisgruppe Oberhavel • dirk.flege@vcd-brandenburg.de • Tel.: 0172/312 59 74

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news-8546 Fri, 19 Mar 2021 21:00:00 +0100 Keine leeren Versprechen mehr! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/keine-leeren-versprechen-mehr/  

Fridays For Future Potsdam wollte heute einen Fokus auf den Verkehrssektor legen und dazu hat natürlich auch das Motto, unter dem der Tag stand, hervorragend gepasst: #NoMoreEmptyPromises. Der Verkehr ist der Sektor, von dem es im Klimaschutzbericht 2019 noch hieß, dass eine CO2-Reduktion im Verhältnis zum Referenzjahr 1990 bis 2020 nicht mehr zu erreichen wäre. Dass es 2020 einen starken Rückgang gab, in Brandenburg z.B. um 12,3%, kann also wirklich nicht auf große Klimaschutzambitionen und gute Verkehrspolitik zurückgeführt werden, sondern auf die reduzierte Mobilität in der Pandemie. Trotzdem ist häufig die Rede davon, “man wolle jetzt eine echte Verkehrswende einleiten”. Wir nehmen diese leeren Worte nicht hin und fordern mit der Volksinitiative “Verkehrswende Brandenburg jetzt!” Verbindlichkeit druch ein Mobilitätsgesetz ein. Das haben wir mit einer Rede beim Klimastreik deutlich gezeigt!

Die vielen Demonstrierenden trotzten mehrere Stunden lang der Kälte und der Belästigung durch den Verkehrslärm an der Breiten Straße und machten so klar, wie ernst es uns allen mit diesen Forderungen ist.

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news-8385 Fri, 12 Mar 2021 15:08:03 +0100 #NoMoreEmptyPromises: Klimastreik am 19. März https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/nomoreemptypromises-klimastreik-am-19-maerz/ Einen Tag vor dem Klimastreik wird der Verkehrsausschuss seine Beschlussempfehlung zur Volksinitiative “Verkehrswende Brandenburg jetzt!” abgeben. Meint das Land es ernst mit dem Klimaschutz?

Wir schon, deshalb unterstützen wir die brandenburgischen Klimastreiks am 19. März!

 

Hier wird es Aktionen geben (Stand 12. März):

Potsdam – Rechenzentrum bis Filmmuseum, 16 Uhr, Menschenkette mit großen Abständen

Oranienburg – Online, 14 Uhr 

Neuruppin – Schulplatz, Marktplatz, 15:30 Uhr, Fahrraddemo

Eberswalde – Freidrich-Ebert-Wiese, 13:30 Uhr, Fahrraddemo

Strausberg

Templin – Kurmeile, 16 Uhr, Fahrraddemo (Critical Mass)

Senftenberg – Marktplatz, 11 Uhr, Demo und Müllberg

Wallmow – Dorfschule Wallmow, 15 Uhr

Eine Streikkarte und Material gibt es unter www.klima-streik.org.

 

Für uns ist klar: #FightFor1Point5!

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news-8375 Thu, 11 Mar 2021 09:37:21 +0100 Die Cottbuser "Seilbahn" https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/die-cottbuser-seilbahn/ Text unserer PM:

Seit einiger Zeit erregt der Gedanke, eine Seilbahn vom Hauptbahnhof zum Cottbuser Ostsee zu bauen, die Gemüter. Die Lausitzer Rundschau berichtete. Inzwischen existiert sogar eine eigenständige Webseite (https://www.seilbahn-lausitz.de/), auf der folgender Streckenverlauf skizziert wird: Über Zwischenstationen mit Halt am Bahnhof Sandower Dreieck sollen das Stadion der Freundschaft und die Parklandschaften vom Spreeauen- über den Tier- bis zum Branitzer Park angebunden werden. Über eine weitere Zwischenstation soll auch die künftige klimaneutrale Seevorstadt ans öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen werden.
Der VCD Cottbus hat jedoch Zweifel, ob eine Seilbahn für diese Strecke das geeignete Verkehrsmittel ist. „Seilbahnen machen vor allem dort Sinn, wo schwierige geografischen Bedingungen wie Höhenunterschiede oder Gewässer überwunden werden müssen. Höhenunterschiede haben wir in Cottbus nicht und die Spree kann über die Sandower Brücke überquert werden“, führt Dieter Schuster, Sprecher der VCD in Cottbus dazu aus, Er bezweifelt außerdem, ob die Streckenführungen bis zum Tierpark oder Branitzer Park realistisch ist, da dies die Kosten und Fahrzeiten deutlich erhöhen würde. Außerdem besteht mit der Park-Eisenbahn bereits ein touristisch attraktiver Anschluss zu den genannten Zielen.

Die Seilbahn im Verkehrsmittelvergleich
„Zur Nutzung der Seilbahn im Cottbuser ÖPNV-System ist die Anbindung an das Netz erforderlich, etwa am Sandower Dreieck. Doch ist ein Umstieg von einer Seilbahn in eine Tram zeitlich und physisch weit aufwändiger als ein Umstieg von Tram zu Tram oder zum Bus. Auch die Mitnahme von Kinderwagen und Rollatoren lässt sich bei einer Seilbahn nur über einen Aufzug regeln. Außerdem ist sie mit Spitzengeschwindigkeiten um die 20 km/h vergleichsweise langsam“, erklärt Schuster.

Im Vergleich zu Straßenbahnen ist der Bau einer Seilbahn in der Regel günstiger. Problematischer sind die Kosten für den Betrieb. Aus Deutschland sind bisher kaum vergleichbare Daten zu den Betriebskosten von Seilbahnen und Straßenbahnen bekannt.

Als Anhaltspunkt können hier aber die die Ticketpreise und Betriebsstrecken bekannter Seilbahnen herangezogen werden.
Ein Einzelfahrschein für die Seilbahn kostet in

  • Koblenz:          12,50 € (hin und zurück) für eine Fahrstrecke von 890m
  • Köln:                4,80 € für eine Strecke von 930m
  • Berlin:              4,00 € für eine Strecke von1,5 km.
  • Cottbus           ??   für eine Strecke von ca. 6 km

Aussagen zur Kostendeckung macht ansatzweise leider nur Köln: Hier werde eine „Schwarze Null“ erreicht, kann man auf der Webseite lesen. Zum Vergleich: Der Einzelfahrschein AB kostet aktuell in Cottbus 1,90 €. Rechnet man den Anteil hinzu, den die Stadt zuschießt, kommt man auf rund 3,20 € (Selbstkostenpreis). „Natürlich kann man von den Betriebskosten vorhandener Bahnen nicht direkt auf die einer zukünftigen Bahn schließen, doch es gibt uns sehr zu denken, dass bisher ähnliche Seilbahn-Projekte in Wuppertal und Leonberg nach den Machbarkeitsstudien aus Kostengründen auf Eis gelegt wurden“, erklärt Schuster.

Tram die bessere Alternative
Die Anbindung des Hafenquartiers könnte man nach Auffassung des VCD Cottbus sehr gut durch eine Verlängerung der Tram-Linie 2 realisieren bedienen. „Die Verlängerung der Tram hätte den Vorteil einer weitgehend umstiegsfreien Verbindung. Die Straßenbahn würde sich zudem problemlos in den Betrieb des bestehenden öffentlichen Verkehrs in Cottbus einfügen“, plädiert Schuster.

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news-8324 Wed, 03 Mar 2021 10:23:49 +0100 Günter ist tot https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/guenter-ist-tot/ Als ehemaliger Straßenbahnfahrer war Günter zutiefst betroffen, als die Stadtväter 2009 unter maßgeblicher Beteiligung von OB Szymanski beabsichtigten, die Cotttbuser Straßenbahn durch Busse zu ersetzen.
Günter sammelte als Erster in den Bahnen Unterschriften gegen dieses Vorhaben und schloss sich etwas später der Bürgerinitiative ProTramCottbus an.

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news-8307 Fri, 26 Feb 2021 09:49:26 +0100 Große Erfolge für unsere Petition! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/grosse-erfolge-fuer-unsere-petition/

Unter dem vorgezogenen Tagesordnungspunkt 9 hat die Stadtverordnetenversammlung (SVV) der Empfehlung des Petitionsausschusses zugestimmt und damit folgende Stellungnahme zu unserer Petition abgegeben:

Die Petition wird angenommen und das Anliegen der Petenten wird unterstützt. Die dafür notwendigen Haushaltsmittel sollen im Verfahren eingestellt werden.

Von der Verwaltung gab es am Abend selbst als Tischvorlage einen anderen Vorschlag für eine Stellungnahme zur Petition. Es gab jedoch keine Mehrheit der Stadtverordneten für eine Befassung mit diesem Vorschlag.

Wir freuen uns sehr, dass die SVV sich zu den Zielen unserer Petition bekannt hat und ein fahrradfreundliches und verkehrsberuhigtes Brandenburg schaffen möchte. Dieses Bekenntnis wurde im weiteren Verlauf der Sitzung konkretisiert mit der Annahme mehrerer Änderungsanträge zum Haushalt 2021, durch welche die Verwaltung nun erhebliche Mittel für den Radverkehr einplanen und eine Reihe von Maßnahmen durchführen kann:

  • Antrag 075/2021, eingebracht von Bündnis 90/Grüne, SPD und Die Linke: Radfreundlicher Umbau Haltestelle Ritterstraße, Angebotsstreifen mit geschliffenem Pflaster und Radabstellanlagen in der Innenstadt, Nutzung von Förderprogrammen und quartalsweise Berichterstattung über Fortschritte. Der Antrag nimmt explizit Bezug auf unsere Petition.
  • Antrag 077/2021, eingebracht von CDU, SPD und Freien Wählern: Aufwendung von Mitteln zur Sanierung der Oberflächen in der Altstadt mit den Schwerpunkten Altstädtischer Markt, Plauer Straße und Parduin (400.000€), Instandsetzung von Geh- und Radwegen in den Ortsteilen (100.000€) und Reserve für Mehrbedarfe (90.000€).
  • Antrag 092/2021, eingebracht von Die Linke: Mittel für Fahrradabstellanlagen werden um 20.000€ angehoben. Hierzu hatten wir ja Vorschläge gemacht, die vom Radverkehrsbeauftragten aufgenommen wurden und von denen nun ein zusätzlicher Teil verwirklicht werden kann.

Außerdem wurde Antrag 71/2021 beschlossen (eingebracht von der FDP), der die Anlage eines kurzen Stück Gehwegs auf der Westseite der Göttiner Straße vorsieht.

Diese Beschlüsse sind ein wirklich hocherfreuliches Signal aus der Stadtpolitik, wir freuen uns sehr über die Beteiligung und konstruktive Zusammenarbeit der Stadtratsfraktionen! Wir hoffen nun, dass die Verwaltung den Ball aufnimmt, die zur Verfügung gestellten Mittel nutzt, und zeitnah wichtige Verbesserungsmaßnahmen auf den Weg bringt. Wir sind sehr gespannt auf die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr am 17. März, in dem die Ergebnisse der Untersuchungen zur Vermeidung von Schienen-Unfällen und zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt vorgestellt werden sollen.

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news-8305 Thu, 25 Feb 2021 22:07:00 +0100 Virtueller Verkehrswende-Stammtisch am Mittwoch, den 10.3. um 19 Uhr https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/virtueller-verkehrswende-stammtisch-am-mittwoch-den-103-um-19-uhr/

Aufgrund der Corona-Lage findet unser monatlicher Verkehrswende-Stammtisch zur Zeit virtuell statt. Wir treffen uns am Mittwoch, den 10. Februar 2021 ab 19 Uhr (auf vielfachen Wunsch um 19 statt um 18 Uhr) über die Videokonferenz-Software BigBlueButton. BigBlueButton kann direkt über den Browser genutzt werden und benötigt keine Installation. Wir nutzen die kostenlos nutzbare Plattform Senfcall, eine Initiative von Studierenden aus Dresden und Darmstadt.

https://lecture.senfcall.de/ger-r9e-idh-rgp

Einfach den Link aufrufen, euren Namen eingeben, und schon seid ihr dabei. Wir freuen uns auf lebhafte Diskussionen zu Verkehrsthemen in und um die Stadt Brandenburg.

Von unserer Seite gibt es die folgenden Themenvorschläge:

  • Nachlese zur Petition und weitere Schritte
  • Stellungnahme des VCD zum Stand der Petition
  • Eine Übersicht über alle Radverkehrs-Projekte in der Stadt erstellen
  • Transparenz schaffen: Darstellung wichtiger Freizeitrouten und der geplanten Radhauptrouten gemäß Verkehrsentwicklungskonzept
  • Aktueller Stand zur Verkehrsberuhigung in der historischen Innenstadt
  • Stellungnahmen des VCD zu laufenden Planungen
  • Aktueller Stand zum Projekt Fahrrad-Reparatur-Stationen
  • Aktueller Stand zur "fLotte Branne", dem freien Lastenrad-Verleih für Brandenburg an der Havel
  • Überlegungen für eine Kinder-Fahrrad-Demo "Kiddical Mass" 2021
  • Ideen für weitere Aktivitäten der VCD-Kreisgruppe im Jahr 2021

 

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news-8282 Mon, 22 Feb 2021 23:23:31 +0100 Stellungnahme zum Bebauungsplan Nr. 26 "Multi-Service-Center Zanderstraße" https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/stellungnahme-zum-bebauungsplan-nr-26-multi-service-center-zanderstrasse/

Grundsätzlich halten wir die Ausrichtung des Gewerbegebietes auf KFZ-nahe Dienstleistungen für verfehlt, da solche Automeilen in der Stadt schon existieren, und in diesen auch noch Flächen vorhanden sind. Aus unserer Sicht macht es auch keinen Sinn, hier eine Tankstelle für konventionelle Treibstoffe (Benzin, Diesel, Autogas) vorzusehen – fossil betriebene KFZ sind bekanntlich ein Auslaufmodell und Investitionen in die zugehörige Infrastruktur sind kurzsichtig und verfehlt.

Aber auch in der konkreten Ausgestaltung der Zu- und Abfahrtswege sehen wir eine rein autozentrierte Planung, die die Belange von Radfahrenden und zu Fuß Gehenden, insbesondere von Kindern auf dem Weg von und zur Klingenberg-Schule, völlig außer Acht lässt.

Laut Entwurf soll das Gelände Zu- und Abfahrten sowohl von der Zanderstraße (Zentrumsring) als auch von der Klingenbergstraße bekommen. Problematisch ist dabei, dass eine Zu- und Abfahrt in der Klingenbergstraße die Situation für zu Fuß Gehende und Radfahrende deutlich verschlechtert. Die Bedingungen an dieser Stelle sind schon jetzt problematisch: hier gibt es nur auf der Nordseite, der Seite mit der geplanten Zufahrt, einen Fußweg. Dieser Fußweg ist der einzige Zugang zur Klingenbergschule aus Richtung Osten. Er wird auch von vielen Radfahrenden in beiden Richtungen genutzt, da die Ampel an der Kreuzung mit dem Zentrumsring nur auf dieser Seite einen Überweg über den Zentrumsring hat, und die Fahrspur zu dieser Kreuzung hin oft durch an der Ampel wartende KFZ blockiert wird.

Dass die geplante dreispurige Zu- und Abfahrt in der Klingenbergstraße die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer beeinträchtigt, wird in den Planungsunterlagen überhaupt nicht zum Thema gemacht. Dass die Querung einer solchen Zu- und Abfahrt einen neuen Gefahrenpunkt für diese Verkehrsteilnehmer bedeutet, darunter auch Kinder auf dem Weg von und zur Klingenbergschule, wurde offenbar einfach vergessen. In dem 101-seitigen "Entwurf der Begründung" wird darauf mit keinem Wort eingegangen - Kapitel 9.3 (S. 59-61), in dem die verkehrlichen Auswirkungen bewertet werden, ist ausschließlich dem KFZ-Verkehr gewidmet. Ursprünglich waren für dieses Gewerbegebiet nur Zu- und Abfahrten zur Zanderstraße vorgesehen, wie im letzten Absatz auf Seite 30 beschrieben, doch "konnte der Landesbetrieb Straßenwesen [der für die Zanderstraße zuständig ist] dieser Erschließungsvariante nicht zustimmen." Hier hat die Stadtverwaltung einmal mehr versäumt, die Interessen von Fußgängern und Radfahrern dieser Stadt gegenüber dem Landesbetrieb Straßenwesen durchzusetzen.

Grundlage der Bewertungen ist ein 110-seitiges Verkehrsgutachten von 2017, das Christoph Kirch vom ADFC Brandenburg an der Havel als teilweise falsch, unvollständig und veraltet bewertet, da es die Situation in der Klingenbergstraße nicht angemessen darstellt und bewertet. Dieses Gutachten war bisher ein internes Dokument der Stadtverwaltung und wurde erst im Dezember 2020 veröffentlicht. Es ist uns unverständlich, dass diese eklatanten Mängel am Verkehrsgutachten seit 2017 nicht aufgefallen sind.

Wir haben die unten verlinkte Stellungnahme eingereicht; der ADFC Brandenburg an der Havel hat ebenfalls eine Stellungnahme eingereicht. Wir möchten uns ganz herzlich bei Christoph Kirch bedanken für die Hinweise auf die Planungsunterlagen und die Analyse des Verkehrsgutachtens.

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news-8269 Sun, 21 Feb 2021 01:26:14 +0100 Petition fahrradfreundliches Brandenburg: Abstimmung in der SVV-Sitzung am 24.02. https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/petition-fahrradfreundliches-brandenburg-abstimmung-in-der-svv-sitzung-am-2402/ Ein entsprechender Brief der stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Claudia Sprengel ging an den Vorsitzenden der SVV Herrn Paaschen:

Sitzung AOSP vom 02.02.2021
TOP 6.1 Petition für ein fahrradfreundliches Brandenburg an der Havel
Einreicher: Petenten Herr Dr. Walter und Herr Dr. Peters


Sehr geehrter Herr Paaschen,
der Petitionsausschuss hat sich in seiner Sitzung am 02.02.2021 mit der o.g. Petition befasst. Die Petenten waren zu der Sitzung eingeladen und hatten Gelegenheit, Ihre Petition vorzustellen und an der Diskussion teilzunehmen.


Der Petitionsausschuss hat folgende Empfehlung beschlossen, wie zur Petition Stellung genommen werden soll.
Die Petition wird angenommen und das Anliegen der Petenten wird unterstützt. Die dafür notwendigen Haushaltsmittel sollen im Verfahren eingestellt werden.


Ich werde am 24.02.2021 (Sitzung SVV) zur Petition entsprechend vortragen.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Sprengel
stellv. Vorsitzende AOSP

Die SVV-Sitzung am 24.02. wird im Brandenburger Theater stattfinden, die Abstimmung über die Petition ist TOP (Tagesordnungspunkt) Ö 9. Zuvor wird schon unter TOP Ö 7.6.7 über die Vorlage 075/2021 abgestimmt, die auf unsere Petition Bezug nimmt und entsprechende Maßnahmen fordert. Wir werden versuchen, an der Sitzung teilzunehmen und davon zu berichten.

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