Brandenburg

Kreisgruppe Cottbus/ProTramCottbus

Wie steht es bei unseren Fernverkehrsstrecken?

Bereits seit Jahren berichten wir hier um unsere Bemühungen zum Ausbau der Strecken

Leipzig-Cottbus-Posen | Berlin-Cottbus-Prag | Hamburg-Berlin-Cottbus-Spremberg-Breslau.

Was hat sich in der letzten Zeit getan?

1. Unsere Pläne und die Volkswagen-AG


Wir gingen davon aus, dass Volkswagen ein bestimmtes Interesse am Ausbau der von uns favorisierten Eisenbahnstrecken haben müsste, weil schließlich große Werke in Poznan und in Mlada Boleslav existieren und hofften, so einen enflussreichen Partner auf unserer Seite zu haben.



Leider war unsere Annahme falsch. Auszug aus der VW-Antwort:
“Die genannten Relationen, die von Ihnen zur Reaktivierung vorgeschlagen werden, würden für unser ohnehin existierendes Bahnnetzwerk keinen Mehrwert liefern.”
Ob unser Vorschlag hier an einen kompetenten Mitarbeiter weitergeleitet wurde?

 

2. Finanzierung einer Potenzialanalyse durch die WRL

Mit dem Projekt RailBlu sollen die Verkehrsbeziehungen zwischen Brandenburg und der Woiwodschaft Lubuskie untersucht werden:
https://www.vbb.de/vbb-themen/forschung-und-projekte/railblu/

Unter Mitwirkung von Herrn Görke (MdL) versuchten wir, die Untersuchung um eine Potenzialanalyse der Strecke Leipzig-Poznan zu erweitern, weil die Nutzenselemente dieser Strecke nur bei Betrachtung der gesamten Strecke sichtbar werden.
Leider scheiterten wir auch hier. Minister Beermann beantwortete die kleine Anfrage wie folgt (Auszug aus seinem Schreiben vom 17.12.2020):

Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Nutzenselemente der Gesamtstrecke in RailBlu überhaupt nicht dargestellt werden, denn die Betrachtung nur eines Teils der Strecke muss zwangsläufig zu anderen Ergebnissen führen. 

Deshalb versuchen wir jetzt, die Potenzialanalyse über ein Projekt der "Wirtschaftsregion Lausitz" (WRL) zu realisieren.

3. Berlin-Cottbus-Weißwasser-Liberec-Prag | und mit Flügelung in Weißwasser nach Breslau

Im 3. Entwurf zum Deutschlandtakt wird mit dem Namen “FR1” die Relation Szczecin-Berlin-Cottbus  dargestellt. Wir setzen uns ein für eine Weiterführung dieses Zugs

  • über Göriltz-Liberec bis nach Prag sowie
  • nach Flügelung in Weißwasser über die Niederschlesien-Magistrale nach Breslau.

Mit der genannten Weiterführung nach Prag würde die Lausitz an das tschechische Netz sowie den TEN-V-Korridor “Orient/Östliches Mittelmeer” angschlossen werden.

Probleme:

  • In den offiziellen Dokumenten wird nach wie vor die Verbindung Berlin-Breslau unter Einbeziehung von Görlitz favorisiert. Nutzt man den vorhandenen Abzweig in Horka, wird die Fahrzeit um ca. 30 Minuten verringert. Die vorhandene (leider: enge) NO-Kurve in Horka müsste dafür im Zuge des Ausbaus Cottbus-Görlitz elekktrifiziert werden.
  • Der notwendige Ausbau Görlitz-Zittau wird im Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen leider etwas schwammig dargestellt.
  • Die etwa 3 km lange Strecke durch Polen muss grundlegend rekonstruiert werden. Gegenwärtig agiert sich die polnische Seite hier etwas zurückhaltend. Wir hoffen, sie damit überzeugen zu können, dass Die Verbindung Breslau-Prag über Görlitz zeitlich konkurrenzlos ist (solange kein Riesengebirgstunnel existiert)..
  • Südlich von Liberec existiert ein Höhenzug, der z.Zt. nur mit vielen engen Kurven überwunden wird. Hier wäre ein etwa 6 km langer Tunnel zu bauen.

Am 14. April 2021 gründeten wir die Arbeitsgruppe “Lausitz-CZ”, in der aktuell Mitglieder des VCD-Bundesverbands, des VCD Elbe-Saale, von Pro Bahn und der Euroregion Neiße mitwirken.

 

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