Brandenburg

Brandenburg, Bahn & Bus, Mobil auf dem Land

Landtag diskutiert Änderung des Brandenburger Kurorterechts

Alle Expert*innen waren sich einig: wenn Übernachtungsgäste mit ihrer Kur- oder Gästekarte Bus und Bahn fahrscheinlos nutzen können, erhöht das die Attraktivität des Tourismusstandortes Brandenburg.

Der VCD begrüßt die geplanten Änderungen des Kommunalabgabengesetzes, die es Kur- und Erholungsorten in Brandenburg zukünftig ermöglichen sollen, einen fahrscheinlosen ÖPNV für Gäste anzubieten. Denn Beispiele wie die Konus-Karte im Schwarzwald oder der Heideshuttle in der Lüneburger Heide zeigen, dass solche Angebote nicht nur Tourist*innen motivieren, das Auto stehen zu lassen, sondern auch dazu beitragen, den öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum zu stärken und auszubauen.

Brandenburger Gemeinden, wie Templin oder Schwielowsee, die ihren Gästen schon ein fahrscheinloses ÖV-Angebot bieten, kämpften bisher mit rechtlichen Unsicherheiten. Eine Änderung der Gesetzesgrundlagen schafft Klarheit und damit die Basis dafür, solche Angebote auszubauen.

Bus und Bahn auf der Basis einer Kommunalabgabe fahrscheinlos nutzen zu können, sollte jedoch kein Privileg allein für Tourist*innen sein. Der VCD hat in seiner Stellungnahme vor dem Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie deshalb angeregt, die Änderungen so zu fassen, dass auch die Einwohner*innen von den Angeboten profitieren können. Dazu müsste die bisher geplante Beschränkung auf Gäste in Erholungsorten erweitert werden und die Regelung für alle Gemeinden Brandenburgs gelten.

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